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Focus RS: Verwandlungskünstler

Er kann den Krawallbruder mit viel Dynamik und das brave Alltagsauto mit Reserven. Der Ford Focus RS ist faszinierend vielseitig. Und eigentlich ein Sonderangebot!

Ford Focus RS 145
Ford Focus RS 2016 Foto: Ford

Natürlich ist Leistung nicht alles. Aber mehr Kraft hat eigentlich selten geschadet. Besonders, wenn sie wie im Falle des wilden, schnellen und ein bisschen krawalligen Ford Focus RS zum absoluten Super-Schnäppchenpreis geboten wird. Klingt jetzt vielleicht ein wenig seltsam, ist aber wirklich so. Denn wenn man einfach mal den Preis pro PS als Basis nimmt, schneidet der fünftürige Sportler phänomenal gut ab.

Ford Focus RS 060 - Kopie
Ford Focus RS 2016 Foto: Ford

Eine kleine Rechenaufgabe: Der Einstiegs-Focus mit 85 PS starkem Benziner kostet 16 450 Euro – das sind 193,52 Euro pro PS. Der neue RS mit 350 PS kostet 40 000 Euro. Das sind nach Adam Riese gerade mal 114,29 Euro pro Pferdestärke. Und einen Allradantrieb gibt es neuerdings noch obendrauf.
Ford Focus RS 036 - KopieNach dieser Rechenaufgabe nähern wir uns dem Kraftsportler in der Focus-Familie schon ein wenig entspannter. Die Designer und die Strömungstechniker haben ihm ein funktionales Kleid geschneidert, das die viele Kraft an jeder Kante und Sicke erahnen lässt. Riesiger Kühlergrill, große Luftschächte für die Bremsen vorne, hinten ein ganz speziell geformter Spoiler und ein massiver Diffusor zwischen den beiden dicken Auspuff-Endrohren: Schaut stark aus, ist aber kein Selbstzweck, heißt es bei Ford. Das alles war nötig, um dem 1,5-Tonner die nötige Luft zum Atmen und Kühlen und den nötigen Abtrieb bei hohem Tempo zu verpassen.

Im Inneren empfangen den Piloten und seine bis zu vier Mitfahrer eine Reihe sportlicher Zutaten wie Leder und Velours, dazu ein paar Zusatzinstrumente zur Kontrolle der Motor-Befindlichkeiten. Klima, Audio-Anlage, Touchscreen mit Navi und Smartphone-Koppelungsmöglichkeit – alles drin, der RS ist ein echtes Alltagsauto mit Extra-Bumms. Die fünf Türen und der anständig dimensionierte Kofferraum machen ihn auch Schwiegermutter-tauglich, allerdings sollte man sich dann am Gaspedal tunlicht ein wenig zurückhalten.

Aber lesen Sie hier die Geschichte doch an anderer Stelle fertig – nett aufbereitet von den Abendzeitung München-Kollegen. Viel Spaß!

Fiat bäckt den Freemont cross

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Der Fiat Freemont in der neuen Cross-Version. Fotos: R. Huber

Er ist so etwas wie ein heimlicher Hit: Immerhin knapp 10 000 Freemont hat Fiat in Deutschland verkauft. Jetzt kommt der Siebensitzer auch als Cross-Version an.

Der Freemont ist ein per Badge-Methode in Europa assimilierter Ami. Das ist jetzt mal ganz wertfrei gemeint, aber doch interessant für Interessenten. Er bietet ziemlich viel Platz fürs Geld, denn er ist in Deutschland schon ab 27 190 Euro zu kriegen.

Bis zu sieben Sitze hat er,  sechs davon sind umklappbar: „Den Ikea-Test besteht er immer“, sagt man bei Fiat über den Raumwagen. Bei voller Bestuhlung bleiben allerdings gerade mal 145 Liter Kofferraumvolumen, als Fünfsitzer schaut es besser aus: 540 bis 1461 Liter, das ist in etwa das, was Kompakt-Kombis zu bieten haben.

Die Cross-Version ist wie beim gerade vorgestellten Fiat Panda Cross gleichzeitig die Top-Ausstattung des Freemont: Den Einstieg markiert hier der Zweiliter-Diesel mit 140 PS und vollem Verwöhnprogramm ab 32 490 Euro. Mit Allrad geht natürlich auch, aber nur in der 170 PS-Version für 37 490 Euro, der stärkere Motor mit Frontantrieb ist ab 33 990 Euro zu haben.

Gegenüber der Normalversion wurde die Optik ein bisschen rustikaler, serienmäßig sind 19 Zoll-Alus, dazu innendrin neue Stoff-Leder-Sitzbezüge und Leder an Lenkrad und Schaltknauf.

Beim ersten Kennenlernen konnte der Cross seine US-Herkunft nicht verleugnen. Man sitzt hoch und bequem, hat alles im Blick, Platz ist reichlich da. Und die Automatik gibt den Cowboy. Anders ausgedrückt: Wer es gerne eher entspannt angehen lässt und immer viel(e) im Auto dabei hat, kann im Freemont durchaus sehr glücklich werden.

Der Komfort-Faktor ist hoch, die Bedienung eher einfach. Und eine Portion Freiheit und Abenteuer fahren auf jedem Meter mit – trotz Fiat-Logo vorne wie hinten…

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