BMW X2: Flottes Coupé-SUV

BMW X2 Foto: R. Huber
BMW X2 Foto: R. Huber

Das Rezept ist bekannt – und bewährt: mehr Lifestyle und Schick statt starrer Blick auf nüchterne Alltagstauglichkeit. Der neue BMW X2 führt das aufs Neue vor – so wie ich es in meinem Test für die Abendzeitung München beschrieben habe – siehe unten:

„Wie mit den schicken Schwestermodellen X4 und X6 der eher braven Volumenbringer X3 und X5 hat BMW jetzt auch eine Ableitung des Bestsellers X1 im Portfolio. Der X2 passt ins Beuteschema all der Kunden, die eine ordentliche Portion mehr Lifestyle und spezielles Design zu schätzen wissen – und dafür auch zu Zugeständnissen bereit sind.

Der erste Eindruck

Fangen wir bei den positiven Aspekten an. Der X2 ist zweifelsohne ein echter Hipster. Jung, pfiffig, mit einem ganz speziellen Auftritt. Die Designer haben sich große Mühe gegeben, von den typischen Nieren an der Front bis zum knackigen Heck optische Aha-Effekte einzubauen: Der Anblick ist vertraut, aber doch ganz frisch. Und die BMW-Embleme an den hinteren Seitenflanken sollen an große Zeiten der Marke erinnern. Auch innen bringt der X2 eine spezielle Note mit, ein bisschen, frech, ein bisschen stylish. Und auf Wunsch natürlich individuell möblierbar. Im Testfahrzeug etwa waren die phänomenalen Sportsitze aus dem M-Sport-Paket montiert – die sorgen für individuell einstellbaren Halt und zeigen auf der Langstrecke echte Nehmer-Qualitäten: Da zwickt und drückt auch nach Stunden nichts.

BMW X2 Foto: R. Huber
BMW X2 Foto: R. Huber

Der X2 von innen

Natürlich hat das schicke Aussehen mit dem coupéhaft geschwungenen Heck auch Nachteile – siehe oben. So ist der X2 mit seinen 4,36 Metern acht Zentimeter kürzer als seine Basis X1. Die Sitze sind etwas tiefer angeordnet, das hilft den Hinterbänklern bei der trotzdem leicht reduzierten Kopffreiheit. Und auch beim Kofferraum sind die Folgen der schöneren Form an den nackten Zahlen abzulesen: 470 bis 1355 statt 505 bis 1550 Liter. Das Abteil ist schön glattflächig, allerdings liegt die Ladekante ziemlich hoch. Was beim ersten Blick in den Rückspiegel deutlich ins Auge springt: Die Rücksicht ist sehr eingeschränkt. Das Heckfenster etwa hat echte Bullaugen-Qualitäten. Da freut man sich beim Rangieren jedes Mal wieder besonders über die (optionale) Rückfahrfamera.

Nicht gerade üppig dimensioniert, aber glattflächig: der Kofferraum des BMW X2.
Nicht gerade üppig dimensioniert, aber glattflächig: der Kofferraum des BMW X2. Foto: Rudolf Huber

Die Fahreigenschaften

Ein SUV-Coupé oder Coupé-SUV muss nicht unbedingt Allradantrieb haben – mit dieser Erkenntnis ist BMW definitiv nicht alleine. Den AZ-Testwagen mit der schönen Bezeichnung X2 sDrive20i etwa gibt es nur mit Frontantrieb – was bei mindestens 95 Prozent aller Fahrten völlig in Ordnung ist. Der X2 widerlegt jedenfalls aufs Neue eindrucksvoll das von konservativen Puristen verbreitete Gerücht, dass ein BMW nur mit Heck- oder Allradantrieb ausgestattet sein darf. Kein Zweifel, das sind echte Fake-News: Die Kombination aus putzmunterem Zweiliter-Benziner mit 192 PS, Sportautomatik-Doppelkupplungsgetriebe und Frontantrieb liefert jedenfalls eine überzeugende Gesamtvorstellung ab. Der X2 ist damit – je nach Stellung des Fahrerlebnisschalters – von seidig-samtig bis aggressiv-knackig unterwegs und mit seinem 7,7-Sekunden-Sprint und seiner Spitze von 227 km/h ist man jederzeit gut bedient. Wer mag, kann mit dem 1,5-Tonner sehr zügig unterwegs sein. Und auch vergleichsweise wirtschaftlich: Auf tempolimitierter Langstreckentour durch Österreich genehmigte sich der AZ-Testwagen mit 6,1 Litern ziemlich genau den Normverbrauch von 6,0 Litern pro 100 Kilometer. Unterm Strich waren es dann akzeptable und dem Fahrspaß geschuldete 7,4 Liter.

Die Sportlenkung sorgt für eine annähernd perfekte Rückmeldung, die Abstimmung des Fahrwerks passt mit ihrer dezent sportlichen Note ebenfalls. Trotz des Antriebskonzepts sind die BMW-Gene gerade bei zügiger Fortbewegung am deutlichsten zu spüren.

Munterer Zeitgenosse: Der bewährte Zweiliter-Benziner von BMW bringt es auf 192 PS.
Munterer Zeitgenosse: Der bewährte Zweiliter-Benziner von BMW bringt es auf 192 PS. Foto: Rudolf Huber

Ausstattung und Basis-Preis

Dass die Bayern ziemlich lange Aufpreislisten haben, ist keine Neuigkeit. So auch beim X2. Der ist in der Basis ganz ordentlich ausgestattet, etwa mit Klimaanlage, 17-Zoll-Alus, Freisprecheinrichtung oder Regensensor, Abstands- und Kollisionswarnung und City-Notbremssystem. Doch wer mehr will, muss blechen. Und das Angebot ist verlockend – von diversen Assistenzsystemen übers LED-Licht bis zum Head-up-Display. Ein fünfstelliger Zusatzbetrag kommt da sehr schnell zusammen. Und der macht den schon in der Basis mindestens 39.200 Euro teuren X2 sDrive20i ebenso schnell zum ausgesprochenen Luxus-Crossover.“

 

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Mazda6 – eine schicke Alternative

Mazda6 Kombi Foto R. HuberMazda spendiert seinem erfolgreichen Mittelklässler Mazda6 ein kräftiges Auffrischungsprogramm, um ihn up to date zu halten.

Die Kombi-Version haben wir von autothemen intensiv im Alltag getestet. Hier der ausführliche Testbericht aus der Abendzeitung München.

So knackig ist der neue 3er BMW

3er BMW
Der neue 3er BMW. Foto: R. Huber

15,5 Millionen Autokäufer können nicht irren. Seit 1975 baut BMW den 3er, er ist das wichtigste Modell der Münchner und die meistverkaufte Premium-Sportlimousine der Welt.

Wir haben den 3er schon ausführlich gefahren – hier der Bericht für den mid in der Abendzeitung München.

Suzuki Swift Sport: Echter Sportsfreund

Swift Sport
Suzuki Swift Sport. Foto: autothemen.com

Nur knapp eine Tonne Lebendgewicht, kombiniert mit einem knackigen Fahrwerk und einem munteren Turbomotor – dieses Rezept garantiert eine Menge Fahrspaß.

So wie im Falle des seit diesem Sommer angebotenen Suzuki Swift Sport. Champions Yellow heißt die starke Lackierung, in der der heißblütige Japaner zum Autothemen-Test anrollte.

Die Farbe passt gut zum Swift Sport, weil sie gleich auf den ersten Blick klar macht, was Sache ist. Nämlich ordentlich Dampf in allen Lebenslagen. Schon der Vorgänger mit Saugmotor war ein munterer Geselle, doch dank des Turbos hat die Leistung um vier auf jetzt 140 PS zugenommen. Das maximale Drehmoment wuchs aber um 70 auf 230 Nm, ein echter Quantensprung, der sich bei jedem Tritt aufs Gaspedal positiv bemerkbar ist.

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Suzuki Swift Sport. Foto: autothemen.com

Der Swift Sport geht so richtig gut. Wenn man mal die Beschränkungen des Stadtverkehrs hinter sich gelassen hat, sorgen seine unmittelbar verfügbaren Muckis für spontanen Antritt, schnelle, sichere Überholmanöver und auf der Autobahn für eine Spitze jenseits der 200 km/h. Für Freunde der genauen statistischen Daten: 0 bis 100 km/h in 8,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 210 Sachen.

Das klingt zwar für eingefleischte Sportwagen-Fans noch nicht wirklich umwerfend, aber der Sport-Suzuki ist rundum derart gut gelungen, dass das Gesamtergebnis auch bei ihnen für ein dickes Grinsen sorgt. Etwa, wenn der flinke Swift wie im Autothemen-Test frühmorgens den noch völlig leeren Jaufenpass hochdüst, sich willig in jede Spitzkehre wirft und auch ohne große Schaltarbeit anschließend wieder munter Fahrt aufnimmt.

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Suzuki Swift Sport. Foto: autothemen.com

Das Sechsgang-Getriebe ist gut auf die dynamische Motorcharakteristik abgestimmt, allenfalls könnte der höchste Gang noch einen Tick länger übersetzt sein, denn der Fahrer ertappt sich beim Cruisen ständig dabei, nochmal hochschalten zu wollen. Beim Verbrauch gibt sich der Sport-Swift eher zurückhaltend, trotz einiger flotter Etappen kamen letztlich überschaubare 6,9 Liter Super heraus.

Das Fahrwerk gibt sich sehr stabil, die Rückmeldung von der Lenkung ermöglicht ein flinkes Kurvengeschlängel. Und die Bremsen verzögern deutlich und sehr gut dosierbar. Optisch kann sich der schnelle Kleine auch jeseits des knallgelben Lacks gut in Szene setzen, Seitenschweller im Carbon-Look, Frontschürze mit Spoiler-Lippe, Dachkantenspoiler, Heckschürze samt Diffusor und zwei Auspuff-Endrohre, Alu-Sportpedale und unten abgeflachtes Sportlenkrad inklusive.

Suzuki Swift Sport
Suzuki Swift Sport. Foto: autothemen.com

Die Sport-Schalensitze sind eher knapp geschnitten und passen Normalgewichtigen wie maßgeschneidert. Ein paar rote Blenden bringen etwas Farbe in den von Kunststoff-Schwarz dominierten Innenraum. Über den 7-Zoll-Touchscreen lassen sich Smartphones via Apple CarPlay oder Android Auto koppeln, der adaptive Abstandstempomat, Klimaautomatik, Sitzheizung für die Vordersitze, Multimedia-System samt Navi, Müdigkeits- und Spurhalte-Assistent, Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, 17 Zoll große Alufelgen und eine Reihe weiterer Zutaten gehören zum Serienpaket, das ab 21.400 Euro beim freundlichen Suzuki-Händler zu haben ist.

Dass der Fünftürer in Sachen Platzangebot und Kofferraum (265 bis 579 Liter, ziemlich hohe Ladekante) weitestgehend identisch mit den „normalen“ Swifts ist, macht ihn zum Alltagsfreund mit hohem Spaß-Potenzial.

Kia Picanto, pikant angerichtet

Kia Picanto X-Line
Trotz nur 3,67 Meter Außenlänge wirkt der Kia Picanto in der etwas höhergelegten Version X-Line durchaus erwachsen. Foto: Rudolf Huber

Die Kombination aus kleinem Auto und kräftigem Motor hat durchaus ihre Reize – das zeigt sich bei meinem AZ-Test des Kia Picanto mit dem neuen Turbobenziner.

Klein, knuffig, kräftig – diese drei Begriffe kennzeichnen den Kia-Winzling Picanto ziemlich perfekt. Vor allem, wenn er als 1.0 T-GDi in der dynamisch-schicken Version X-Line antritt. Die AZ hat ausprobiert, wie sich der Mini-Koreaner im Alltag macht.

Klein

Bei einer Länge von von 3,67 und einer Breite von 1,63 Metern trifft diese Klassifizierung auf den Punkt. Beeindruckend ist, was die Kia-Ingenieure daraus gemacht haben. Denn mit vier Passagieren fühlt man sich in den asiatischen Kleinstwagen pudelwohl, zur Not können es hinten auch mal drei Personen aushalten. Und der Kofferraum ist mit einem Volumen von 255 bis 1010 Litern eine echte Ansage in dieser Klasse. Damit lässt sich im Alltagsleben schon einiges anfangen. Stichwort: rollende Einkaufstasche.

Knuffig

Das Design des Picanto mit seinem Kia-typischen Tigernasen-Kühlergrill, den schwarz abgesetzten Kühlluftöffnungen, der Rundum-Beplankung und dem Pseudo-Unterfahrschutz samt Sportauspuff mit Doppel-Endrohr wirkt gar nicht überzogen oder aufgesetzt, sondern auf sympathische Weise pfiffig und stimmig. Auch beim Interieur wird der schwarze Einheits-Look durch farbliche Akzente aufgehübscht. Das ist zwar reine Kosmetik, doch auch die Substanz passt: Die Bedienung ist simpel und total funktional, die Instrumente und der große Bildschirm in der Mitte sind gut ablesbar.


In der Version X-Line, die den leicht höhergelegten und angesagten Crossover-Look ins kleinste Segment bringt, ist von Haus aus so ziemlich alles drin, was die Ausstattungsliste hergibt. Als Extra wird der autonome Notbremsassistent und das Navi fürs 7-Zoll-Display angeboten. Letzteres ist kein Muss, denn die Wegführung kann auch vom Smart- oder iPhone via Android Auto oder Apple CarPlay eingespielt werden. Drin sind unter anderem die Klimaautomatik, Parksensoren hinten, eine Rückfahrkamera, ein Smart Key-System, beheizbare Vordersitze und ein heizbares Lenkrad. Darauf greifen wir aber (hoffentlich) erst in ein paar Monaten zurück.

Kräftig

In Schwung gebracht wird die Version 1.0 T-GDi von einem immerhin 100 PS starken Einliter-Dreizylinder mit Turbo-Beatmung, der den rund eine Tonne schweren Picanto ordentlich flott macht. Die Lebensäußerungen des Dreier-Triebwerks dringen als sympathisches Knurren ins Innere, das Fünfganggetriebe ist gut auf die Kraftentfaltung des Motors abgestimmt. Ab knapp unter 2000 Touren wird er richtig lebhaft, in Zahlen: Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, 0 bis 100 km/h in 10,1 Sekunden. Das ist für die Wagenklasse wirklich ordentlich, angesichts des an die Leistung angepassten Fahrwerks kommt nie das Gefühl von Übermotorisierung auf – auch in sehr flinken Kurvenkombinationen.

Mit 4,7 Liter je 100 Kilometer gibt Kia den Normverbrauch an, im AZ-Test meldete der Bordcomputer Werte um die sechs Liter – weil’s einfach Spaß macht, die dynamischen Fähigkeiten auch einzusetzen. Bleibt die Preisfrage. Als X-Line ist der 100 PS-Picanto mit 84 PS-Benziner ab 16 990 Euro zu haben, die 100 PS-Variante kostet ab 17 290 Euro. Das ist zweifellos relativ viel für einen Kleinstwagen. Aber dafür gibt es neben dem pfiffigen Look und der guten Ausstattung ja auch noch sieben Jahre Garantie obendrauf.

Technische Daten Kia Picanto 1.0 T-GDI

Fünftüriger, fünfsitziger Kleinstwagen, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimetern: 3.670/1.625/1.485/2.400, Leergewicht 1.020 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.405 kg, Kofferraumvolumen: 255 bis 1.010 l, Wendekreis: 9,40 Meter, Tankinhalt: 35 Liter, Preis: ab 17.290 Euro

Motor: Dreizylinder-Turbobenziner, Hubraum: 998 ccm, Leistung: 74 kW/100 PS bei 4.500 U/min, max. Drehmoment: 172 Nm bei 1.500 U/min, Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h, 0 bis 100 km/h: 10,1 s, Normverbrauch: 4,7 l/100 km, CO2-Ausstoß: 104 g/km, Fünfgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb.

Mondial HPS 125i: Der Spaß-Newcomer

Mondial HPS 125i
Retro-Schick: Die Mondial im Cafe-Racer-Stil mit Upside-Down-Gabel und kurzem Auspuff. Foto: Rudolf Huber

Die Wiedergeburt einer großen Marke: Immer wieder wird das versucht, mal mit mehr, mal ohne Erfolg. Im Falle von Mondial schaut es aber ziemlich gut aus, so mein Fazit im Testbericht, den ich für die AZ geschrieben habe.

Denn die einst florierende Zweiradmarke F. B Mondial aus Italien hat nach großen (Renn-)Erfolgen um die Hälfte des letzten Jahrtausends den Schritt in die Neuzeit mit einem ganz speziellen Produkt angetreten: der Mondial HPS 125i. Und die ist ein Hingucker allerersten Ranges.


Wer mit dem kleinen Café Racer irgendwo stehenbleibt, muss sich auf viele Gespräche mit enthusiastischen Zeitgenossen einstellen. Wie schnell, wieviel Kubik, wie teuer – und: was für ein Design! So laufen die meisten Unterhaltungen ab. Wobei die Antwort in Sachen Hubraum meist für Verblüffung sorgt. Ein Achtelliter, gerade mal 13,6 PS, die erst bei bei 9.750 U/min parat stehen – kaum zu glauben, wo die die Mondial doch eigentlich wie ein richtiges Motorrad ausschaut, dank ihres kurzen Doppel-Auspuffs im Scrambler-Look, der schicken braunen Sitzbank, dem markanten Tank und der verchromten Außenspiegel in den Lenkerenden. Letztere sind zwar sehr schick, verbreitern die kleine Italienerin aber auf über einen Meter – das macht das Durchschlängeln schwieriger.

Mondial HPS 125i
Die 125er-Mondial kostet 3.495 Euro – wirkt auf den ersten Blick aber wie ein ausgewachsenes Race-Bike im Fifties-Style. Foto: Rudolf Huber

Drehen, drehen, drehen – das ist die Devise beim Mondial-Reiten. Erst knapp über 10.000 Touren greift der Drehzahlbegrenzer ein, und wer flott vorankommen will, muss zumindest in dessen Nähe kommen. Die sechs Gänge sind ordentlich abgestuft und lassen sich leicht einlegen, insgesamt wirkt der Ritt auf der HPS (für Hipster!) auch dank des guten, eher straffen Fahrwerks und der beherzt zugreifenden Bremsen wie ein kleiner Ausflug in die guten alten Moped-Zeiten – entsprechende Geräuschkulisse des exakt 124 Kubik großen Motors aus dem Piaggio-Konzern inklusive. Allerdings hatten die Zündapps und Kreidler vergangener Jahrzehnte noch keinen Knopf für den Elektrostarter am Lenker.

Bis zu 110, 115 km/h signalisiert der Tacho im cool designten, aber nicht besonders gut ablesbaren Rundinstrument maximal. Wer mit zu niedrigen Drehzahlen unterwegs ist, wird durch kräftiges Ruckeln zur Ordnung gerufen. Ein, zwei Gänge runtergeklickt – schon bewegt sich die Italienerin mit den Enduroreifen und der aufregenden hinteren Schutzblechgestaltung wieder im Wohlfühl-Sektor.

Gute drei Liter Sprit wurden beim AZ-Test aus dem 9,5 Liter fassenden Tank gezapft. Das ist natürlich der vielen Dreherei geschuldet. Wie sich die Mondial-Bauer den Zwei-Personen-Betrieb vorstellen, wäre schön zu wissen. Soziusfußrasten gibt es jedenfalls. Aber den nötigen Platz auf dem schicken Sattel nicht. Aber schon aus Gründen der Performance ist es ja sowieso ratsam, der kleinen HPS nicht zu viel Gewicht aufzubürden.

 

Das betriebsbereit nur 133 Kilo schwere Bike mit 79 Zentimeter Sitzhöhe ist unterm Strich ein nettes Zweit- oder Drittgefährt, und dazu dank ihres Preises von 3.495 Euro ab Importeur MSA Motor Sport Accessoires in Weiden/Oberpfalz auch noch ein erschwingliches. Für diese Summe bekommt der Käufer reichlich Spaß unter dem Allerwertesten – und soziale Kontakte noch obendrauf. Eine wirklich gelungene Wiederauferstehung, die F. B Mondial hingelegt hat. Und eine, die auch erfahrenen Bikern auf jedem Meter ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Technische Daten F.B. Mondial HPS 125i

Leichtkraftrad; Gewicht 133 kg, Länge 2.025 mm; Sitzhöhe 790 mm; 2 Sitzplätze; wassergekühlter Einzylinder-Viertakt-Motor; Hubraum 124 ccm; Leistung 10 kW/13,6 PS; 6-Gang-Getriebe, Tankinhalt 9,5 l; Elektrostarter; Scheibenbremsen vorne und hinten; Preis 3.495 Euro.

So schlau ist die neue A-Klasse

Mercedes A-Klasse 2018
Schicker Vertreter der Premium-Kompaktklasse: der brandneue Mercedes A 250 in einer besonders feinen Ausstattung. Foto: Rudolf Huber

Was die Vernetzung und die Sprachsteuerung angeht, setzt aktuell der kleinste, brandneue Mercedes die Maßstäbe. Das hat sich beim Praxistest gezeigt, den ich für die Abendzeitung absolviert habe.

Optisch ein bisschen sportlicher und trotzdem alltagstauglicher, von Design her aus einem geluntgenen Guss – seit Kurzem tritt die dritte Generation der A-Klasse zum Dauer-Wettbewerb mit 1er BMW und dem A3 von Audi an. Die AZ hat ausprobiert, was der Kompakte mit Stern drauf hat. Kurz-Fazit vorab: Zumindest in einem Bereich schlägt der Stuttgarter aktuell seine Marktbegleiter um Längen.

Mercedes A-Klasse 2018
Die Anzeigen im Display hinterm Lenkrad lassen sich ganz nach Wunsch programmieren.

Aber fangen wir mit der Basis an: Der Neue ist länger, etwas breiter und einen Zentimeter niedriger als Generation zwei, trotzdem konnten die hinteren Türen etwas vergrößert werden, das ermöglicht einen einfacheren Einstieg und mehr Kopffreiheit – sehr angenehm, beim Vorgänger fühlte man sich doch recht beengt. Um exakt um 29 auf 370 Liter ist das Heckabteil gewachsen, dank der ebenfalls größeren Kofferraumklappe ist es auch angenehmer zu beladen. Anders ausgedrückt: Die Hauptkritikpunkte an seinem Kompakten hat Mercedes sowohl registriert, als auch darauf reagiert. Und sie abgestellt. Weiter…

 

Jet Elite: Honda geht in die Luft

Der neue HondaJet Elite. Foto: Honda
Der neue HondaJet Elite. Foto: Honda

Die Honda Aircraft Company hat im Rahmen eines Hangar-Events den neuen „HondaJet Elite“ vorgestellt. Und der kann alles besser als der Vorgänger.

So schafft das Flugzeug mit jetzt 2.661 Kilometern eine zusätzliche Reichweite von 396 Kilometern. Das macht ihn zum am weitesten fliegenden Flugzeug seiner Klasse. Gleichzeitig wurde die Lärmbelastung in der Kabine weiter reduziert.
Stolz ist man bei Honda auch über die „Over-the-Wing“-Triebwerksanordnung (OTWEM), welche die Leistung und den Treibstoffverbrauch des Flugzeugs durch einen reduzierten Luftwiderstand im Flug drastisch verbessern soll.

BMW M3 CS: Das Beste zum Schluss

BMW M3 CS, Foto: BMW
BMW M3 CS, Foto: BMW

Der flotte Viertürer hat mir bei dynamischen Touren durch den Münchner Norden ebenso gut gefallen wie auf dem BMW-Trainingsgelände in Maisach bei Fürstenfeldbruck.

mid-Autor Rudolf Huber am Steuer des M3 CS. Foto: BMW
mid-Autor Rudolf Huber am Steuer des M3 CS. Foto: BMW

Und hier kann man sich einen guten Eindruck davon verschaffen. Mehr….

Niro EV: der Korea-Stromer

Kia Niro EV. Foto: Kia
Kia Niro EV. Foto: Kia

Kia hat erstmal den Niro EV hergezeigt, und zwar auf der  „International Electric Vehicle Expo“ im koreanischen Jeju. Hier die ersten Bilder und Fakten.

Der Strom-Niro ist mit zwei verschiedenen Akkus erhältlich: In der Ausführung mit der 64 kWh starken Lithium-Polymer-Batterie wird er bei voll geladenem Akku eine Reichweite von über 450 Kilometern haben, mit dem kleineren Batteriesystem (39,2 kWh) sind es mehr als 300 Kilometern. Aufgepasst: Die Werte wurden schon nach dem neuen, praxisnahen Testzyklus WLTP ermittelt.

Wie das preisgekrönte Außen-Design des Niro Hybrid (Red Dot Award, iF Award) wurde auch die Optik des Elektromodells von den Kia-Designzentren in Kalifornien und Namyang (Korea) kreiert.

Kia Niro EV. Foto: Kia
Kia Niro EV. Foto: Kia

Der Niro EV ist optisch an die gleichnamige Studie angelehnt, die Kia im Januar auf der CES in Las Vegas vorgestellt hat. Zu seinen charakteristischen Designelementen gehören der Kühlergrill, der Lufteinlass und das pfeilförmige LED-Tagfahrlicht.