Archiv für den Monat Februar 2015

Kia macht den Picanto noch pikanter

Kia Picanto Genf 2015

Soll bloß keiner behaupten, auf autothemen.com würden immer nur die großen und schnellen Schlitten gezeigt. Bester Beweis: Hier kommt der aufgefrischte Kia Picanto.

Der wird auf dem Genfer Salon erstmals dem europäischen Publikum vorgestellt und rollt Ende März schon zu den Kia-Händlern. Verändert wurden das Außendesign, das Interieur und der Motor.

Die Front- und Heckstoßfänger sollen „den kraftvollen Auftritt des überarbeiteten Kia Picanto“ ebenso unterstreichen wie der „Tigernasen“-Kühlergrill. Zu den „neuen Premium-Ausstattungselementen“ gehören die neueste Generation der 7-Zoll-Kia-Kartennavigation (lieferbar ab dritten Quartal 2015) und ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer.

Darüber hinaus werden drei neue Interieur-Varianten angeboten (Rot, Gelb, Braun), die jeweils mit einer Fußraumbeleuchtung kombiniert sind. Der 1,0-Liter-Benziner erfüllt nun die Abgasnorm Euro 6.

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Augen auf bei der Partner-Wahl

Partner Tepee

Seit 2008 läuft und läuft der Peugot Partner. Jetzt kommt die Ablösung. Die schaut besser aus. Und hat nichts an praktischer Intelligenz eingebüßt.

Wie bisher gibt es die kompakten Lastesel als Kastenwagen und als eher familien- und freizeitorientierten Tepee. Mit zwei Benzinern und fünf Diesel-Versionen von 75 bis 120 PS, ein neuer Dreizylinder-Benziner mit 110 PS wird Anfang nächsten Jahres nachgereicht.

Reichlich Platz und viel Variabilität gehören zu den Basis-Stärken des Peugeot Partner. Der Neue hat nichts verlernt, transportiert bis zu sieben Personen auf (hinten herausnehmbaren) Einzelsitzen. Zwischen 675 und 3000 Liter Gepäckvolumen passen rein, die Heckscheibe ist extra zu öffnen.

Beim Kasten sorgen zwei Längen für Volumina zwischen 3,3 und 4,1 Kubikmeter. Natürlich gibt es jetzt auch optional oder serienmäßig ein paar Sicherheitsassistenten – und eine Anbindung des Smartphones an die Bord-Info-Zentrale mit Touchscreen.

Der neue R8: Audi schärft seine Speerspitze

Audi R8 V10 plus

Der Mittelmotor-Sportler ist ein Kraftpaket sondersgleichen. Vor allem in der jetzt gezeigten 2. Generation, die in Genf Premiere feiert. Die wichtigsten Daten:

Der V10-5.2 FSI im neuen R8 steht in zwei Versionen zur Wahl – mit 540 und 610 PS. Das Topmodell beschleunigt in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter bis 330 km/h Spitze.

Der Sound des frei saugenden V10, dessen maximales Drehmoment bei 6.500 1/min bereit steht, ist laut Audi „noch voller und schärfer“ geworden. Eine Siebengang S tronic und ein neu entwickelter Quattro‑Antrieb bringen die Kraft auf die Straße. Die Verteilung der Antriebsmomente passt sich den jeweiligen Fahrbedingungen an – im Extremfall können sie zu 100 Prozent auf die Vorder- oder Hinterachse fließen. Der neue Performance‑Modus im Fahrdynamiksystem Audi drive select ermöglicht die Anpassung der wichtigsten fahrdynamischen Parameter auf den Reibwert der Straße.

Der Verkauf des neuen Audi R8 startet im Sommer 2015. Die Preise betragen165.000 Euro für den R8 V10 und 187.400 Euro für die Top‑Version R8 V10 plus.

Die zweite Generation des Audi R8 ist gleichzeitig Basis für weitere Modelle. Der Elektro-Hochleistungssportwagen R8 e‑tron kommt in seiner neuen Evolutionsstufe auf 340 kW Leistung und 920 Nm Drehmoment. Er spurtet in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Dank neuer Batterietechnologie konnte die Reichweite im Vergleich zum ersten Technikträger mehr als verdoppelt werden – sie beträgt jetzt über 450 Kilometer.

Der Rennwagen Audi R8 LMS ist nach dem neuen GT3‑Reglement, das weltweit ab 2016 gilt, entwickelt. Bereits dieses Jahr absolviert er seine ersten Werkseinsätze.

Der VW Touran macht sich fesch

VW Touran

Die dritte Generation des Touran wirkt deutlich flotter und knackiger als der Vorgänger. Ein richtiger Feger für die junge Familie ist er geworden.

Auch das Interieur wurde komplett überarbeitet, es ist dank der neu entwickelten Fold-Flat-Sitzanlage mit Isofix Halteösen auf allen Plätzen multivariabel nutzbar. Ein Kofferraumvolumen von 1.040 Litern (dachhoch beladen bis zur zweiten Sitzreihe) und insgesamt 47 Ablagen sorgen für hohe Alltags- und Urlaubstauglichkeit.

Der komplett neue Touran ist der erste Van auf der Basis des Modularen Querbaukastens (MQB). Damit verbunden sind zahlreiche konstruktive und konzeptionelle Vorteile, wie ein auffallend langer Radstand, sehr kurze Karosserieüberhänge und eine gute Raumausnutzung.

Trotz einer gewachsenen Außenlänge und erhöhten Anforderungen an Sicherheit und Komfort wurden gegenüber dem Vorgänger 62 kg Gewicht eingespart. Die jeweils drei Benziner (TSI) mit 110, 150 und 180 PS und Diesel (TDI) mit 110,  150 und  190 PS sind um bis zu 19 Prozent sparsamer. Stets serienmäßig an Bord: das Start-Stopp-System und der Rekuperationsmodus.

Premiere ist in Genf, dann soll der Neue auch schon bald anrücken.

So wird der Audi A9 Avant

Audi prologue Avant

„Ein Design von dynamischer Eleganz und die neuesten Highend-Technologien“: So beschreibt man bei Audi das Showcar Audi prologue Avant. Und als „Ausblick in die Zukunft„.

Die verspricht schön zu werden. Mit 5,11 Meter Länge, 3,04 Meter Radstand, 1,97 Meter Breite und 1,40 Meter Höhe baut der Audi prologue Avant noch etwas größer als das zweitürige Coupé Audi prologue. Vier Einzelsitze, vier Türen sowie eine große Heckklappe runden das Konzept ab, das in Genf debütiert.

Den Antrieb übernimmt ein 3.0 TDI‑Motor mit 353 PS, eine starke E‑Maschine, die in die Achtstufen‑tiptronic integriert ist, steuert bis zu 100 kW bei. Die Systemleistung beträgt 455 PS, das Systemdrehmoment 750 Nm. Die Achtstufen‑tiptronic leitet die Kräfte des Motors auf den permanenten Allradantrieb quattro.

Das Showcar sprintet in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, sein Top‑Speed ist auf 250 km/h begrenzt. Im Mittel verbraucht der Audi prologue Avant nach der NEFZ‑Norm für Plug‑in‑Hybridfahrzeuge auf 100 Kilometer nur 1,6‑Liter Kraftstoff – ein CO2‑Äquivalent von 43 Gramm pro Kilometer. Die Lithium‑Ionen‑Batterie im Heck, die 14,1 kWh Energie speichert, ermöglicht im rein elektrischen Betrieb einen Aktionsradius von 54 Kilometer.

C 450 und C 63: AMG macht der C-Klasse Beine

Mercedes AMG C 63 S
Mercedes AMG C 63 S. Fotos: autothemen.com

AMG baut untenrum das Portfolio aus – und legt obenrum kräftig nach. Gemeint sind die neuen Modelle C 450 AMG 4Matic und C 63 und C 63 S. Munter sind sie alle. Und wie!

Fangen wir beim neuen Einstieg in die sportliche Welt der Affalterbacher an: C 450 bedeutet laut AMG-Chef Tobias Moers „ein AMG-typisches Fahrerlebnis für einen noch größeren Kundenkreis“. Der 3.0 Liter V6-Turbo mit 33:67 Kraft auf Vorder- und Hinterrädern bringt es auf 367 PS und einen Normverbrauch von 7,6 Litern.

4,9 Sekunden für den 100er-Sprint sind eine klare Ansage: Es geht voran im Neuen, und wie. Nicht wirklich brachial, aber schon sehr nachdrücklich. Bei 250 Sachen wird abgeregelt. Voll AMG ist die vom C 63 adapptierte Fahrwerkstechnologie. Wer Sport+ einschaltet, hat schon etwas sehr Munteres unter dem Allerwertesten. Aber erst ab Juni – dann ist Markteinführung.

Quasi ab sofort ist die Limousine des C 63 zu haben, das T-Modell folgt im April. Vier bis fünf Türen, gut Platz und Kraft bis zum Abwinken – so präsentiert sich der kompakte Sportler, den Moers als „sportlichstes Familienauto im Segment oder Sportwagenschreck“ bezeichnet. 476 PS als C 63, deren 510 als „S“ – das hat in Verbindung mit der C-Klassen-Karosse schon einen sympathischen Hauch von kontrollierter Gewalt an sich. Beim ersten Ausflug auf der Rennstrecke bei Portimao/Portugal machte der 911er-Schreck unglaublich Laune – präzise, sauschnell, knackig. Und dann dieser Sound: bratzelnd, bollerend, sprotzend, bellend und röhrend.

Das Fahrwerk, die Motorsteuerung und die Lenkung lassen sich natürlich per Knopfdruck einstellen und ganz nach persönlichem Gusto programmieren. Suchtfaktor hoch – so lautet die erste Diagnose. Mann, das geht ab, als wäre die Trägheit der Masse vorübergehend für ungültig erklärt worden

In 4,1 und 4,0 Sekunden auf 100, ein Heckantrieb mit elektronischer Differenzialsperre für das Mercedes-typische Aus-der-Kurve-Beschleunigungsgefühl – das macht wirklich sehr großen Spaß. Im Landstraßen- und limitierten Autobahnbetrieb zeigte der Bordcomputer gute zwölf Liter an. Die Norm liegt bei 8,2 bis 8,4 Liter.

Mit dem AMG Drivers Package dürfen die beiden Versionen auch 290 Sachen rennen – Sie wissen: Wir sprechen von der C-Klasse. Aber von einer sehr speziellen. Auch was die Kosten angeht. 76.100,50 und 84.371,00 Euro sind für die Boliden fällig. Inklusive MwSt…..

G 500 4×4 hoch 2: Der Oberkraxler mit Stern

Showcar G 500 4x4²
Das Showcar G 500 4×4² debütiert in Genf. Ob das PC im Nummernschild für Politically Correct steht? Fotos: Mercedes

Die wollen doch auch mal nur spielen: Ein sympathischer Zug, den die oft so ernsten Perfektionisten mit Stern hier zeigen. Das Showcar G 500 4×42 ist technisch perfekt – und wirkt gleichzeitig wie ein lebensgroßer Bubentraum.

„Besser als eine G-Klasse kann höchstens eine G-Klasse sein.“ Sagen die Mercedes-Mannen und treten mit dem Nachfolger des Über-Geländegängers G 63 AMG 6×6 den Beweis an: Für den G 500 4×42 nahmen sie den Allrad-Triebstrang samt der Portalachsen des 6×6, entfgernten eine Achse und kombinierten das Ganze mit einem neuen variablen Fahrwerk und der G-Serienkarosserie.

Dazu der Vierliter-V8 422 PS, 22 Zoll-Räder mit 325/55-Bereifung, ein bisschen Karbon und ein paar nette Zutaten für den Innenraum. Voila – so schaut ein Oberhammerkraxler im Sterne-Trimm aus.

Die Offroad-Daten im Vergleich zum serienmäßigen Mercedes-Benz G 500, der ja auch schon als gnadenlos guter Kletterer bekannt ist, zeigen, was das seriennahe Show-Teil drauf hat. Zum Genießen für Kraxel-Fans:
G 500 4×42
G 500 Station Wagen lang
Bodenfreiheit
450 mm
210 mm
Böschungswinkel v/h
52° / 54°
36° / 27°
Rampenwinkel
47°
21°
Kippwinkel
30°
28°
Wattiefe
1000 mm
600 mm
Steigfähigkeit
100 %
100 %
Radstand
2850 mm
2850 mm
Spurweite vorn/hinten
1774 mm
1475 mm
Rad-/Reifenkombination
9,5 J x 22
325/55 R22
7,5 J x 18
265/60 R 18
„Ob und wann die Entscheidung zur Serienfertigung des Mercedes-Benz G 500 4×42 fällt, hängt von der Resonanz auf das seriennahe Showcar ab“, heißt es bei Mercedes.

208: Peugeot bringt ein Drei-Liter-Auto

Peugeot 208/2015

Viel zu aufwändig, viel zu teuer: Diese Argumente gegen Spritspartechnik zählen in Kürze nicht mehr. Denn der aufgefrischte Peugeot 208 bringt den Normverbrauch von 3 Litern ins normale Modellprogramm.

Zumindest in der Version 1.6 l BlueHDi 100 S & S, die es, gekoppelt an ein Fünfgang-Schaltgetriebe, auf nur 79 Gramm CO2 pro Kilometer und auf einen Kraftstoffverbrauch von nur 3,0 Liter auf 100 Kilometer bringt.

Die restlichen Diesel mit 75 bis 120 PS sind auch nicht gerade Schluckspechte, die Benziner leisten zwischen 68 und 208 PS. Wenn der neue Peugeot 208 nach seiner Premiere auf dem Genfer Salon im Juni anrollt, hüllt er sich in ein überarbeitetes Blechkleid und schicke Farben (s. Fotos!). Und natürlich bietet er moderne Assistenz- und Vernetzungssysteme wie ein richtig Großer.

 

Note A für den neuen Nokian WR D4

Nokian WR D4
Zeigt viel Proviel, pardon, Profil: Der neu Nokian WR D4. Fotos: Autothemen

Manchmal geht es bei Autothemen-Terminen nicht um Autos – sondern um Zubehör. Wie jetzt im Icepark Obertauern, bei der Präsentation des neuen Nokian-Winterreifens WR D4.

Der ist, man ahnt es bereits, der Nachfolger des noch aktuellen D3 und kommt im nächsten Herbst in den Handel. Seine Väter aus dem finnischen Nokian (ja, ja, auch die von Nokia kommen von da) attestieren ihm Fähigkeiten wie dem eierlegenden Wollmilchschwein. Also: Super auf Eis und Schnee und Nässe und Matsch und auf dem Trockenen.  Und überhaupt!

Sowas kann man schnell mal behaupten. Aber die Winter-Profis aus dem hohen Norden haben natürlich auch klare Belege dafür parat: Nämlich in Form der zwei Labels für Energieeffizienz/Rollwiderstand und Nassgrip.

Bei Ersterem schafft Nokian eine für Winterreifen ziemlich gutes C. Und bei der Nässe sogar ein A – das erste überhaupt für Winterpneus.

Dass der WR D4 ein guter Winterreifen ist, zeigte sich im Icepark Obertauern beim flotten Tanz über festgefahrenen Schnee und reichlich glattes Eis mit 1er und 5er BMWs. Die Pneus vermittelten ein wirklich gutes Gefühl und ermöglichten sehr ordentliche Kurvengeschwindigkeiten.  Wie sie sich im letztlich Vergleich mit der etablierten Konkurrenz schlagen, müssen natürlich Vergleichstest ergeben.

Mercedes-Maybach Pullman: Luxus pur

Mercedes-Maybach Pullman (VV 222) 2015

Mercedes hat die S-Klasse gestretcht – schon wieder, und diesmal auf stolze 6,50 Meter. Herausgekommen ist ein echter Rolls-Royce– und Bentley-Marktbegleiter, ein Untersatz für Staatsmänner und sonstige vermeintlich wichtige und reiche Zeitgenossen.

Und so sehen es die Stuttgarter selbst:
„Der Mercedes-Maybach Pullman bietet äußerst großzügige Platzverhältnisse kombiniert mit einzigartigen Ausstattungsdetails, die sich durch besondere handwerkliche Perfektion auszeichnen. Selbstverständlich bietet Mercedes-Maybach seinen Kunden einzigartige Möglichkeiten zur individuellen Ausstattung ihrer hochkarätigen Limousinen. Dazu zählen auch die aufwendigen, in mehreren Schichten ausgeführten Maybach-Lacke.
Mit einer Länge von 6.499 mm legt der Pullman gegenüber der Mercedes-Maybach S-Klasse noch einmal um 1.053 mm zu. Der Radstand beträgt stattliche 4.418 mm. Der Pullman ist mit 1.598 mm zudem über 100 mm höher als eine Mercedes S-Klasse, was zu einer erlebbaren Vergrößerung der Kopffreiheit führt.
Der V12-Biturbo-Motor des Mercedes-Maybach Pullman hat eine Leistung von 390 kW (530 PS). Der Hubraum beträgt 5.980 cm3, das maximale Drehmoment 830 Nm ab 1.900/min
.“

Mercedes-Maybach Pullman (VV 222) 2015