Schlagwort-Archive: Rennstrecke

BMW M3 CS: Das Beste zum Schluss

BMW M3 CS, Foto: BMW
BMW M3 CS, Foto: BMW

Der flotte Viertürer hat mir bei dynamischen Touren durch den Münchner Norden ebenso gut gefallen wie auf dem BMW-Trainingsgelände in Maisach bei Fürstenfeldbruck.

mid-Autor Rudolf Huber am Steuer des M3 CS. Foto: BMW
mid-Autor Rudolf Huber am Steuer des M3 CS. Foto: BMW

Und hier kann man sich einen guten Eindruck davon verschaffen. Mehr….

Advertisements

Focus RS: Verwandlungskünstler

Er kann den Krawallbruder mit viel Dynamik und das brave Alltagsauto mit Reserven. Der Ford Focus RS ist faszinierend vielseitig. Und eigentlich ein Sonderangebot!

Ford Focus RS 145
Ford Focus RS 2016 Foto: Ford

Natürlich ist Leistung nicht alles. Aber mehr Kraft hat eigentlich selten geschadet. Besonders, wenn sie wie im Falle des wilden, schnellen und ein bisschen krawalligen Ford Focus RS zum absoluten Super-Schnäppchenpreis geboten wird. Klingt jetzt vielleicht ein wenig seltsam, ist aber wirklich so. Denn wenn man einfach mal den Preis pro PS als Basis nimmt, schneidet der fünftürige Sportler phänomenal gut ab.

Ford Focus RS 060 - Kopie
Ford Focus RS 2016 Foto: Ford

Eine kleine Rechenaufgabe: Der Einstiegs-Focus mit 85 PS starkem Benziner kostet 16 450 Euro – das sind 193,52 Euro pro PS. Der neue RS mit 350 PS kostet 40 000 Euro. Das sind nach Adam Riese gerade mal 114,29 Euro pro Pferdestärke. Und einen Allradantrieb gibt es neuerdings noch obendrauf.
Ford Focus RS 036 - KopieNach dieser Rechenaufgabe nähern wir uns dem Kraftsportler in der Focus-Familie schon ein wenig entspannter. Die Designer und die Strömungstechniker haben ihm ein funktionales Kleid geschneidert, das die viele Kraft an jeder Kante und Sicke erahnen lässt. Riesiger Kühlergrill, große Luftschächte für die Bremsen vorne, hinten ein ganz speziell geformter Spoiler und ein massiver Diffusor zwischen den beiden dicken Auspuff-Endrohren: Schaut stark aus, ist aber kein Selbstzweck, heißt es bei Ford. Das alles war nötig, um dem 1,5-Tonner die nötige Luft zum Atmen und Kühlen und den nötigen Abtrieb bei hohem Tempo zu verpassen.

Im Inneren empfangen den Piloten und seine bis zu vier Mitfahrer eine Reihe sportlicher Zutaten wie Leder und Velours, dazu ein paar Zusatzinstrumente zur Kontrolle der Motor-Befindlichkeiten. Klima, Audio-Anlage, Touchscreen mit Navi und Smartphone-Koppelungsmöglichkeit – alles drin, der RS ist ein echtes Alltagsauto mit Extra-Bumms. Die fünf Türen und der anständig dimensionierte Kofferraum machen ihn auch Schwiegermutter-tauglich, allerdings sollte man sich dann am Gaspedal tunlicht ein wenig zurückhalten.

Aber lesen Sie hier die Geschichte doch an anderer Stelle fertig – nett aufbereitet von den Abendzeitung München-Kollegen. Viel Spaß!

Im GTS auf den Spuren der Targa Florio

109 Jahre alt ist die ruhmreiche und legendäre Geschichte der Targa Florio. Porsche lud jetzt zum Revival. Mit der kompletten Flotte der aktuellen GTS-Modelle.

Wobei sich einer natürlich ganz besonders gut machte auf den noch rund 100 der einst 148 Kilometer langen, ursprünglichen Strecke kreuz und quer durch Sizilien: Der 911 5 Targa 4 GTS. Targa heißt Schild, Florio war der Begründer des Rennens, ein reicher Sizilianer. Porsche Targa gibt es seit 1965: die Porsches mit herausnehmbarem Dachmittelteil.

Dass das exakt 1965 losging, ist natürlich kein Zufall: Ein Jahr zuvor hatten die Stuttgarter das Rennen mit dem ersten GTS der Marke überhaupt, dem 904 Carrera, gewonnen.

Targa Florio heute – das ist eine Mischung aus Nostalgie und Faszination. Die zum Teil verfallenen Tribünen von Cerda, das liebevoll gepflegte kleine Museum in Collesano: Kleine Erinnerungsstücke an eine Zeit, in der bis zu 800 000 Zuschauer ohne jede Sicherheitsabsperrung die Strecken säumten, in der die Besten der Besten mit unglaublichen Geschwindigkeiten durch die Dörfer und über die bis zu 1100 Meter hohen Pässe fegten. Immer wieder gab es schreckliche Unfälle. 1977 war Schluss für die Targa Florio, Auslöser war ein tödlicher Fahrfehler.

Es war knallharte Arbeit am Steuer der Rennwagen ohne jede Elektronik und ohne Airbags oder sonstige Sicherheits-Ausstattung. Heute, am Steuer eines Targa GTS oder eines Panamera GTS, kann man das nur noch sehr bedingt nachvollziehen. Sehr viel Kraft, perfektes Fahrwerk, Servolenkung, Klimaanlage: Das macht die winkligen, ausgewaschenen Straßen mit den zum Teil riesigen Schlaglöchern und Verwerfungen zum Vergnügen, zur Herausforderung. Blühende Landschaften, Ausblicke auf immer noch zum Teil schneebedeckte Gipfel, schroffe Felsen und sanfte Täler, verwunschene Dörfer und Städte: Die Targa Florio-Strecke ist ein automobiler Hochgenuss.

Porsche konnte das Rennen insgesamt elf Mal gewinnen, zum ersten Mal 1956 in einem 550 RS 1500. Kein Wunder, dass sich dessen Nachfahren auch im Jahr 2015 auf Sizilien anfühlen, als wären sie eigens für diese unglaublichen Straßen gebaut.

Alle Fotos: autothemen.com, zum Vergrößern Anklicken.