Archiv für den Monat Juli 2014

Start frei für den S 500 Plug-in Hybrid

Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID (W 222) 2013, Lack: Magnetitschwarz metallic

Eine top ausgestattete Luxus-Limousine mit einem Normverbrauch von 2,8 Litern? Klingt eher unrealistisch – ist aber so: Der Mercedes S 500 Plug-in Hybrid schafft diesen Wert im eher theoretischen Norm-Zyklus.

Ab sofort kann er bestellt werden, von 108.944,50 Euro (ja, die 50 Cent müssen bei den Schwaben sein!) aufwärts. Ab September wird er ausgeliefert

Der Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID bietet eine Systemleistung von 442 PS und 650 Nm Drehmoment, sprintet in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und kann rein elektrisch bis zu 33 km weit fahren. Der zertifizierte Verbrauch beträgt 2,8 Liter/100 km, das entspricht einer Emission von 65 g CO2/km. Schlüsselelemente dieser beeindruckenden Leistung sind der V6-Biturbo und der intelligente Hybridantrieb. Sein neuer Hochvolt-Lithium-Ionen Akku kann über eine Ladedose rechts im hinteren Stoßfänger extern geladen werden.

Das vorausschauende Energiemanagementsystem wählt automatisch die ideale Kombination aus Verbrennungsmotor und E-Maschine und passt seine Strategie dabei nicht nur dem Ladezustand der Batterie, sondern sogar vorausschauend dem Verkehr oder der Strecke an. Wer möchte, kann aber auch manuell eingreifen und mit Hilfe von vier Betriebsmodi und drei Fahrprogrammen das Hybrid-Zusammenspiel selbst regeln. Das so genannte haptische Fahrpedal liefert dem Fahrer dabei Rückmeldung über den Einschaltpunkt des Verbrennungsmotors oder signalisiert per Doppelimpuls, wann er zum Segeln und Rekuperieren den Fuß vom Fahrpedal nehmen sollte. Der Energiefluss wird in allen Betriebszuständen im Kombiinstrument und im Zentraldisplay angezeigt.

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Golf Edition zum 40. Geburtstag

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Volkswagen feiert seinen Bestseller zum 40. Geburtstag mit einem eleganten Sondermodell: dem Golf Edition. Dieser ist ab sofort bestellbar, die Preise beginnen bei 27.700 Euro.

„Das hochwertige Interieur des neuen Golf Edition ist geprägt von einer Sportsitzanlage in der Farbe Volcano-Braun mit Nappa-Lederwangen und Alcantara-Sitzmittelbahn“, jubeln die Wolfsburger übers Jubiläums-Modell. Hinzu kommen ein schwarzer Dachhimmel, schwarze Säulenverkleidungen sowie das eingeprägte Logo Wolfsburgs auf den Sitzen. Abgerundet wird der stilvolle Auftritt des Golf Edition durch beleuchtete Einstiegsleisten und ein Lederlenkrad sowie eine Lederschaltabdeckung, die jeweils mit einer farbigen Doppelnaht versehen sind.

Insgesamt stehen acht Farblackierungen zur Auswahl. Erstmals kommt auch die Trendfarbe „Light Brown Metallic“ zum Einsatz, die einen gelungenen Kontrast zu den glanzgedrehten 17-Zoll-Felgen des Typs „Singapore“ (optional: 18-Zoll-Felgen „Serron“) und den abgedunkelten Heck- und Seitenscheiben bildet. Chromplaketten mit Schriftzug „Edition“ weisen ebenfalls auf das Jubiläumsmodell hin. Der Golf Edition verfügt über die Multifunktionsanzeige „Premium“ und Assistenzsysteme wie die automatische Distanzregelung ACC und den „Blind Spot-Sensor inkl. Ausparkassistent“. Dieses System, das ab sofort auch als Sonderausstattung für alle Golf erhältlich ist, informiert den Fahrer über Fahrzeuge im „Toten Winkel” und warnt zusätzlich beim rückwärts Ausparken vor sich nähernden Fahrzeugen. Für mehr Fahrkomfort und Sicherheit sorgen im Golf Edition zusätzlich Top-Xenon Scheinwerfer mit Tagfahrlicht und das Licht- und Sichtpaket (u.a. mit automatischer Fahrlichtschaltung und Scheibenwischer-Intervallschaltung inkl. Regensensor) sowie das Spiegelpaket.

Zur Ausstattung des Jubiläums-Sondermodells gehören ferner das Radiosystem „Composition Media“ mit 14,7 cm großen Bildschirm, insgesamt acht Lautsprecher und Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte über SD-Kartenslot, USB-Schnittstelle und Mediabuchse AUX-IN. Zum bequemen Telefonieren während der Fahrt gibt es ie integrierte Mobiltelefonvorbereitung.

Der Golf Edition basiert auf der Ausstattungslinie Highline und weist neben den skizzierten exklusiven Inhalten einen Preisvorteil von 825 Euro auf.

Jetzt kann man den Smart auch bestellen

smart fortwo, BR C453, 2014 / smart forfour, BR W453, 2014

Zwei Wochen nach der Weltpremiere in Berlin startet jetzt der Verkauf der neuen Smart-Generation.

Der Fortwo bleibt preisgleich zu seinem Vorgänger bei 10.895 Euro, der Forfour startet ab 11.555 Euro, jeweils mit 52-kW-Motorisierung und Schaltgetriebe. Ausgeliefert werden die ersten smart Modelle am 22. November. Die Topmotorisierung, der Turbomotor mit 66 kW/90 PS, folgt im Dezember 2014, das Doppelkupplungsgetriebe twinamic im Frühjahr 2015.
„Bereits in der Einstiegsversion bieten Smart Fortwo und  Forfour eine umfangreiche Sicherheits- und Komfortausstattung“, so ein Sprecher. Dazu zählen unter anderem Tagfahrlicht in LED-Technik, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, optischer Schließrückmeldung und Wegfahrsperre, Tempomat mit Limiter (variable Geschwindigkeitsbegrenzung), Außentemperaturanzeige mit Frostwarnung, Kombiinstrument mit monochromem Display in LCD-Technologie und Bordcomputer sowie elektrische Fensterheber vorne.

Der neue Smart Fortwo.
Der neue Smart Fortwo.

TomTom geht mit der Start-Serie an den Start

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Die TomTom Start-Serie mit komplett neuem Hardware- und Software-Design soll aktuelle Innovation wie erstklassige Navigation und Lifetime Maps auch in die Einsteigerklasse bringen.
Die Serie richtet sich vor allem Autofahrer, die ihr Navigationsgerät nicht regelmäßig, für Fahrten zu unbekannten Destinationen und hauptsächlich in ihrer Freizeit nutzen.
Das neue Start verbindet „verlässliche Navigation mit der bekannten und beliebten Nutzererfahrung von TomTom“, so eine Firmensprecher. Autofahrer können einfach auf die Karte tippen, um eine Route zu planen, oder ihr Ziel rasch mit der Schnellsuche-Funktion finden. Die neu gestaltete Routenleiste zeigt Autofahrern zudem wichtige Reiseinformationen auf einen Blick.
Die Geräte gibt es mit 11 cm, 13 cm oder 15 cm Displaydiagonale ab 139,95 Euro.

XE – der sparsamste Jaguar ever

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Der neue Jaguar XE soll in punkto Gewichtseinsparung und Energieeffizienz neue Standards in der Mittelklasse setzen. „Aufbauend auf der neuen Jaguar Modular-Plattform verfügt der XE als einziges Modell seines Segments über eine zu rund 75 Prozent aus Aluminium-Werkstoffen gefertigte Karosserie“, heißt es bei den Briten.
Die große Expertise von Jaguar im Großserienbau von Aluminium-Modellen setzt mit der Einführung des neuen Jaguar XE einen neuen Meilenstein im Karosseriebau. Er kombiniert aussergewöhnliches Design mit außergewöhnlichem Fahrkomfort – er wird ein „true driver’s car“ in seinem Segment sein.
Die erzielte Gewichtsreduktion lässt den XE zum sparsamsten Jaguar aller Zeiten werden, mit einem Kraftstoffverbrauch und CO2- Emissionen von unter vier Liter/100 km (im europäischen NEFZ-Zyklus) und unter 100 g/km.
Speziell für den neuen Jaguar XE hat das Unternehmen eine neue hochfeste Aluminium-Legierung mit der Bezeichnung RC5754 entwickelt. Der neue Werkstoff verfügt über einen höheren erhöhten Anteil an recyceltem Aluminium und trägt mit dazu bei, die von Jaguar für das Jahr 2020 angestrebte Recycling-Quote von 75 Prozent zu erreichen. Der in Großbritannien entworfene und entwickelte Jaguar XE wird als erster Jaguar im Land Rover Stammwerk Solihull in den West Midlands vom Band laufen. Die Motoren für die in einem neuen Fertigungskomplex montierte Sportlimousine liefert das gleichfalls brandneue Motorenwerk im nahen Wolverhampton.
Die Weltpremiere des neuen Jaguar XE findet am 8. September in London statt.

Der neue Mercedes Vito greift den VW Bulli an

Mercedes Vito

„Nichts ist scheisser als Platz 2“ – ein cooler Spruch, der auch in der Autoindustrie seine Berechtigung hat. Beispiel Mercedes: Da machen und machen die Schwaben wie narrisch – und am Schluss ist immer der Niedersachse vorn. Gemeint ist in diesem Fall natürlich das alte Duell VW Bus T5 gegen Mercedes Vito/Viano/V-Klasse. Aber jetzt wollen es die Stuttgarter wissen.

Die Aussichten für den Vito, der ab sofort bestellt werden kann und ab Herbst ausgeliefert wird, stehen im ewigen Duell nicht schlecht. Denn Mercedes hat die ganze Trickkiste durchwühlt, um dem Rivalen Paroli bieten zu können. Etwa mit den drei Antriebsarten: Erstmals ist der Transporter und Kastenwagen Vito auch mit Frontantrieb zu haben, quasi als leichte Einstiegsvariante gekoppelt an einen 1.6-Liter-Diesel mit 88 oder 114 PS. Der Wegfall der Kardanwelle spart satte 120 Kilo, was sich deutlich im Verbrauch und bei der Zuladung bemerkbar machen soll.

Dazu gibt es noch den gewohnten Heck- und Allradantrieb, wiederum gekoppelt an einen 2.1-Liter-CDI mit 136, 163 und 190 PS, die teils optional, teils serienmäßig statt des Sechsgang-Handschalters mit einer komfortablen Siebengang-Automatik anrollen.

Drei Längen, zwei Radstände, drei unterschiedliche Ausstattungslinien der Tourer genannten, bestuhlten Vito-Versionen – die Auswahl für Handwerker, Kurier- oder Taxifahrer (und für junge Großfamilien) ist groß. Mercedes-Boss Dieter Zetsche und sein Nutzfahrzeuge-Vorstandskollege Volker Mornhinweg betonten zwar immer wieder, wie solide und Pkw-mäßig der neue Vito doch sei. Aber technisch gibt es trotz diverser serienmäßiger und optionaler Assistenzsysteme doch erhebliche Unterschiede zur V-Klasse: Der Vito ist lauter, weil weniger Dämmmaterial verwendet wurde, die Materialien innen sind einfacher gehalten und auch beim Fahrwerk sollen Unterschiede zu bemerken sein.

Muss ja auch, denn durch den Trick mit dem Frontantrieb, der nicht nur Kilos, sondern auch Euros spart, kann Mercedes den Einstiegspreis beim Vito deutlich runtersetzen.

17.990 Euro nett (ohne MwSt.) sind ein Wort.

Text/Fotos: Rudolf Huber

 

Ein Earbook mit Mercedes-Oldtimern

„Mercedes-Benz Classic Life #1“ heißt eine Neuerscheinung, die in der „Earbook“-Abteilung des Edel-Verlangs in Kooperation mit Mercedes-Benz Classic entstanden ist. Das aufwendig gestaltete Buch kostet 49,90 Euro.
„Klassische Automobile von Mercedes-Benz strahlen eine Faszination aus, die direkt ins Herz geht“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Diese Faszination gibt es jetzt in Buchform. Die Autoren bringen ausgewählte Classic-Ereignisse des Jahres 2013 lebendig aufs Papier: mit unterhaltsamen Geschichten und spektakulären Fotos.“
Dem Leser begegnen auf 216 Seiten Reportagen von Rennen und Rekordfahrten, Gespräche mit Visionären und Porträts wegweisender Innovationen. Die Themen verknüpfen Tradition und Gegenwart.
Der Spannungsbogen reicht von Bertha Benz’ erster Automobil-Fernfahrt mit dem Benz Patent-Motorwagen im August 1888 bis zur ersten autonomen Fahrt 125 Jahre danach: mit der neuen Mercedes-Benz S-Klasse (Baureihe 222) von Pforzheim nach Mannheim.
Das Buch im Format 28 mal 28 Zentimeter (ISBN:978-3-943573-10-7) enthält eine Vinyl-Schallplatte mit acht speziell ausgewählten Jazz-Titeln.

Die heißen Renner vom Eifel Rallye Festival 2014

Knapp 200 Oldies aus der Rallye-Szene der 60er, 70er und 80er Jahre kamen Ende Juli nach Daun in die Eifel, um es mal wieder so richtig krachen zu lassen. Ich habe mir das Spektakel angeschaut – und gestaunt, wie fit Fahrer und Gerät noch sind.

Hier eine kleine Auswahl der Racer vom Eifel Rallye Festival 2014.  Fotos: Rudolf Huber

 

Abheben im Skoda Rallye-Oldie

SKO_0433Foto: Skoda

Erst vor Kurzem hatten wir es hier von Erlebnissen, die man im Leben zum ersten Mal macht. Nach dem Schifferlfahren am Starnberger See hier die ganz neue Erfahrung als Aushilfs-Copilot auf einer Oldie-Rallye.

Der siebenfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle sitzt am Steuer des 1976er Skoda 130 RS, ich sitze daneben – eingehüllt in feuerfeste Unterwäsche inklusive Kopfhaube und feuerfesten Socken, drüber habe ich einen Rennoverall, auf dem Kopf einen Helm mit Gegensprechanlage.

Wir stehen am Start zu einer Schotter-Sonderprüfung beim Eifel Rallye Festival in Daun. Hier sind knapp 200 Rallye-Oldies samt ihrer wagemutigen Reiter versammelt. 3, 2, 1, – und los. Matthias Kahle gibt dem 136 PS starken Skoda die Sporen, dass mit Hören und Sehen vergeht. Mit Vollgas rast er durch enge Kurven im Wald, schlägt Haken. Wir kommen aufs freie Feld, jetzt geht es erst richtig los. Eingeschnürt vom Sechspunkt-Gurt schaue ich kurz auf die Instrumente. Knapp 8000 Touren, 160 Sachen – auf dem Feldweg! Aber angeblich geht ja der Tacho etwas vor.

Wasserdurchfahrt, es spritzt wie verrückt, Sprung-Schikane – und der Skoda hebt ab, landet krachend wieder auf den Rädern. Matthias Kahle stellt die tschechische Heckschleuder erst rechts, dann links an – und saust am nächsten Waldstück mit Karacho in eine Lücke, die ich dort gar nicht gesehen hatte.  Unglaublich, was so ein Gerät drauf hat, wenn denn der richtige Mann am Steuer sitzt.

Nach der Sonderprüfung beruhigt sich der Puls langsam wieder, uns ist verdammt heiß in unserer Renn-Kluft. Bei mir ist eher die Aufregung schuld dran. Matthias Kahle schwitzt wegen seiner Schwerstarbeit am Steuer und an den Pedalen. Full Speed hatte er drauf, verrät er mir hinterher grinsend. „Bloß an manchen Ecken nicht das volle Risiko.“

Ich strecke den Daumen hoch – und bedanke mich herzlich für diese Erfahrung im und jenseits des Grenzbereichs.

Text: Rudolf Huber

Die Schaltzentrale im Skoda 130 RSFoto HuberBlick in den Motorraum des Skoda 130 RS Foto HuberSkoda 130 RS Foto: Huber

Fotos (3): Rudolf Huber

Regenritt im Porsche 918 Spyder

Man kann nicht immer doppelt Glück haben im  Leben. Im Porsche 918 Spyder mitfahren dürfen und dann auch noch eine trockene Fahrbahn auf dem Aldenhoven Test Center bei Jülich – das wäre ja fast schon zuviel des Guten.

Es schüttete also nach Kräften. Und trotzdem war die Mitfahrt im Hybrid-Supersportler mit 887 PS (0 bis 100 mit Weissach-Paket in 2,6, 0 bis 200 in 6,7 Sekunden, Vmax 345 km/h) ein phänomenales Erlebnis. Als wenn einem ein Pferd in den Rücken tritt – so erlebt der Copilot auch auf nassem Untergrund den Start im Race-Modus. Das Ding geht ab, als hätte der Fahrer einen wirklich lebenswichtigen Termin.

918 Stück des Ausnahme-Geräts werden insgesamt gebaut, weit mehr als die Hälfte sind schon verkauft. Ein echter Hammer angesichts des Basispreises von 768.026 Euro (mit gewichtssparendem Weissach-Paket ab 839.426 Euro). Das passgenaue Taschen-Set für den Mini-Kofferraum kostet übrigens 17.731 Euro. Dafür kaufen sich Normalos schon einen sehr netten Gebrauchten.

Aber normal ist der 918 Spyder ja auch wirklich nicht. Sondern einsame Spitze.

Text und Foto: Rudolf Huber