Archiv der Kategorie: Sportwagen

Mach 1 oder Mach-E? Hauptsache Mustang!

Ein echter Hardrocker-Verbrenner, fünf Liter Hubraum, V8-Motor, 460 PS und 529 Newtonmeter: der Mustang Mach 1. © Rudolf Huber

Welches Pferdchen darf es denn sein? Ein echter Hardrocker-Verbrenner, fünf Liter Hubraum, V8-Motor, 460 PS und 529 Newtonmeter (Nm) maximales Drehmoment, 267 km/h Spitze? Oder ein flüsterleiser Kraftprotz mit bis zu 351 PS und maximal 580 Nm, ultrastark im Antritt und im Nu auf 180 Sachen? Keine Frage: Wir probieren heute einfach beide aus. Nämlich den Benzin-Mustang Mach 1. Und den Elektro-Mustang Mach-E.

Der Mach 1 ist sozusagen die Spitze des Gesamtkunstwerks Mustang in Europa. Mehr Technik, mehr Performance und ein noch coolerer Auftritt ist nicht drin. Und beim Blick auf die Details, die gegenüber dem normalen Pferdchen aus den USA geändert wurden, ist das auch verständlich. Ein paar Beispiele: Hochleistungsfähiges Open-Air-Induktionssystem mit speziellem Ansaugkrümmer, 87 Millimeter große Drosselklappen und eine Kombination aus Niedrigdruck-Zentralrohr- und Hochdruck-Direkteinspritzung.

Flach, lang, stark: Der Mach 1 ist die Spitze des Mustang-Angebots in Europa. © Rudolf Huber ´

Weiter im Text: Extra gekühlte, manuelle 6-Gang-Schaltbox mit Schaltwegverkürzung und besonders belastbarer Zweischeibenkupplung oder 10-Gang-Automatikgetriebe mit verstärktem Drehmomentwandler. Frontsplitter unterhalb der Bugschürze und einteiliger Heckspoiler. Üppig dimensionierte Bremsanlage mit Sechs-Kolben-Bremssätteln und stärkerer Bremskraftverstärker. Radaufhängungs-Komponenten aus dem Mustang Shelby GT350 und GT500 plus das elektronisch geregelte, verstellbare MagneRide-Fahrwerk. Und, und, und.

Old School: das Cockpit des Ford Mustang Mach 1. © Ford

Unterm Strich ist der Mach 1 jedenfalls ein Sportgerät reinsten Wassers. Sanft können andere, das Urgestein geht aus dem Stand ab wie ein ungezähmter Hengst, klingt mehr als nur kernig und aggressiv und verkürzt dank seiner technischen Basis Überholvorgänge auf ein Minimum. Und das auch schon im Fahrprogramm „Normal“ – „Rennstrecke“ und „Drag Strip Mode“ sind wirklich nur was für abgesperrte Strecken. Aber immerhin gibt es ja auch „Schnee/Nässe“, dabei legt die Elektrik dem Mustang hilfreiche Zügel an. Und ja: Der Donnerkeil mit dem animierten Pferdchen im Display ist in 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Kostenpunkt: ab 60.800 Euro.

Flüsterleiser Kraftprotz mit bis zu 351 PS und maximal 580 Nm: der Mustang Mach-E. © Rudolf Huber

Szenenwechsel, wir nehmen im eine Etage höhergelegten Mustang Platz. Der Mach-E ist ein waschechtes Crossover-SUV mit gut Platz für Passagiere und Gepäck (Kofferraum hinten 402, vorne 100 Liter), mit einem sehr modernen und gelungenen Auftritt und mit reichlich Kraft ohne Krawall. Er leistet je nach Ausführung 269, 294 oder die schon erwähnten 351 PS, ist mit Heck- und Allradantrieb, mit einem und mit zwei Motoren und mit Akkus mit 68 und 88 kWh zu haben, die laut normierter Messung Reichweiten zwischen 400 und 610 Kilometer ermöglichen sollen.

Dass das im realen Fahrbetrieb eher nicht so ganz möglich ist, ist klar. Aber mit der für E-Autos grundsätzlich angebrachten entspannten Fahrweise sind durchaus auch längere Trips drin, die der Computer im Mach-E wunderbar in Sektionen zerteilt – und damit die Tankpausen vorgibt. Alternativ kann man sich das schon lange vor Fahrtantritt per FordPass-App ausrechnen und ins Auto übertragen lassen.

Alltagstauglich mit viel Platz für Passagiere & Gepäck: der Mach-E. © Rudolf Huber

Wie fährt er, der E-Mustang? Ziemlich überzeugend. Auf Wunsch auch sehr munter, auf Wunsch in zwischen 7,0 und 5,8 Sekunden auf 100 Sachen. Der ab Ende nachgereichte Mach-E GT mit 487 PS ist übrigens in 3,7 Sekunden auf 100. Begleitet wird die viele Kraft von einem sympathisch abgestimmten Fahrwerk, einer zielgenauen Lenkung und hohem Sitzkomfort. Ebenso eindrucksvoll wie einfach zu bedienen ist das riesige, hochkant gestellte Tablet. Reichlich Assistenzsysteme hat Ford auch eingebaut. Und auch die Angst vor dem Laden wollen die Autobauer noch unsicheren Interessenten nehmen: Mit dem FordPass Charging Network, das Zugang zu mehr als 165.000 Ladepunkten in 21 europäischen Ländern ermöglichen soll. An Schnellladern läuft übrigens Strom mit bis zu 150 kW in die Akkus, das soll in zehn Minuten eine Reichweite von 119 Kilometern bringen.

Sehr modern: Das Mach-E-Interieur mit riesigem Tablet. © Rudolf Huber

Die Preisliste für den Mustang Mach-E startet bei 46.900 Euro, das derzeitige Spitzenmodell mit Allrad und großem Akku liegt bei 63.700 Euro. Text: Rudolf Huber

Frischzellenkur: BMW peppt sein Erfolgstrio auf

BMW läutet die Sommer-Festspiele ein – mit einer Auffrischungsaktion für zwei erfolgreiche Leistungsträger.

von Rudolf Huber/mid Fotos: BMW

So spendieren die Münchner ihrem Erfolgs-Duo X3 (Foto unten) und X4 (Foto oben) ein deutliches Update. Neben Veränderungen speziell an der Front und bei der Sichtbarkeit der SUV-Gene geht es bei den Allradlern auch beim Interieur zur Sache. Modifiziert werden auch X3 M Competition und X4 M Competition.

X3 und X4 übernehmen die Mittelkonsole der aktuellen 4er Reihe. Das frei stehende, zentrale Control-Display mit Touchfunktion bietet jetzt serienmäßig eine Bildschirmdiagonale von 10,25 Zoll, optional 12,3 Zoll. Zur Serienausstattung zählen auch Sportsitze mit neuen Bezügen und eine Klimaautomatik mit 3-Zonen-Regelung.

„Um den Kunden eine übersichtlichere Konfiguration mit weniger Konflikten zu ermöglichen und den Weg zu ihrem individuellen Fahrzeug einfacher zu gestalten, wurde die Komplexität der Ausstattungslinien und der Sonderausstattungen bewusst um 30 Prozent reduziert“, heißt es aus München

In einem Rutsch hat BMW auch gleich seinen Vorzeigesportlern X3 M Competition und X4 M Competition (s. oben) eine Auffrischung verpasst. Neben den neuen Design-Details der zahmeren Brüder und M-typischen Modifikationen ging es dabei natürlich auch um die Performance. So ermöglicht das um 50 auf 650 Newtonmeter gesteigerte maximale Drehmoment des mit 375 kW/510 PS leistungsstärksten Reihensechszylinders von BMW eine um 0,3 auf jetzt 3,8 Sekunden verbesserte Zeit beim Standardsprint von 0 auf 100 km/h.

„Der X3 M Competition und der X4 M Competition bewegen sich damit auf dem Niveau leistungsstarker Sportwagen“, heißt es bei den Bayern. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Bei Kauf des M Drivers Package sind 285 km/h drin. Die Markteinführung der Competition-Modelle beginnt im August 2021.

Sommerfrisch geht es auch beim 4er Gran Coupé (s. oben) weiter. BMW zeigt jetzt erste Fotos und nennt Daten zur zweiten Generation, die zum Marktstart im November 2021 zunächst als 430i und M440i xDrive und in den volkstümlicher eingepreisten Versionen 420i und 420d loslegen soll.

Wenig überraschend: Das Gran Coupé mit dem typischen, großen Kühler der 4er-Familie ist in allen Dimensionen gewachsen. Und zwar zum Teil deutlich. Also etwa um 143 Millimeter in der Länge, 27 Millimeter in der Breite und 53 Millimeter in der Höhe. Die Spurweiten legten vorn um 50 auf 1.595 Millimeter und hinten um 29 auf 1.623 Millimeter zu. Und auch der Radstand liegt mit 2.856 Millimetern um 46 Millimeter über dem des Vorgängers. Was logischerweise bedeutet: Das Platzangebot, Kopf- und Beinfreiheit sind ebenso gewachsen wie der jetzt 470 bis 1.290 Liter große Kofferraum.

Das Motorensortiment im Detail: Der Reihensechszylinder des M440i xDrive Gran Coupé leistet 275 kW/374 PS. Der Vierzylinder des 420i Gran Coupé bringt es auf 135 kW/184 PS. Und ein 140 kW/190 PS starker Vierzylinder-Diesel treibt den 420d Gran Coupé mit Heck- oder Allradantrieb an.

Und die Preise? Auch die nennt BMW schon. Los geht es im November mit 45.800 Euro für den 420i, am teuersten ist mit mindestens 67.200 Euro der M440i xDrive.

Bugatti Chiron Super Sport: Der Preis ist heiß

Mehr Komfort und Eleganz bei noch mehr Leistung und höherer Geschwindigkeit. Dieser Anspruch steckt hinter dem neuen Bugatti Chiron Super Sport, den die elsässische Sportwagen-Schmiede in Kürze bauen und ab Anfang 2022 ausliefern will. Der Preis des Hypersportwagens: 3,2 Millionen Euro netto.

Zur Verbesserung der Aerodynamik trieb Bugatti hohen Aufwand, schließlich soll der flache Bolide auch bei Tempo 440 noch satt und sicher auf der Straße liegen. Unter anderem wurde nach dem Design-Mantra „Form Follows Performance“ das Heck deutlich verlängert, und zwar um etwa 25 Zentimeter.

Um die Wirkung des vergrößerten Diffusors zu erhöhen und ihm mehr Platz zu geben, wurde die sonst mittig liegende Auspuffanlage übereinander liegend an die Seite versetzt. Der 8,0-Liter-W16-Motor wurde für den Chiron Super Sport grundlegend überarbeitet, die Leistung stieg um 100 auf 1.600 PS. Gleichzeitig sank das Gewicht des Fahrzeugs um 23 Kilo.

„Turbolader, Ölpumpe und Zylinderkopf mit Ventiltrieb passten die Ingenieure ebenso an wie Getriebe und Kupplung“, heißt es bei Bugatti. „Für noch größere Längsbeschleunigung und noch emotionaleres Fahrgefühl haben wir die Drehzahl angehoben“, sagt Michael Kodra, Leiter Antriebsentwicklung. Für spürbar mehr Agilität dreht der Antrieb nun 300 Umdrehungen höher, bis zu 7.100 Umdrehungen pro Minute. 1.600 Newtonmeter Drehmoment liegen nun von 2.000 bis 7.000 statt bis 6.000 Umdrehungen an.

Durch die gesteigerte Leistung, erreicht unter anderem durch größere Turbolader mit effizienteren Verdichterrädern, schaltet das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe unter Volllast und voller Beschleunigung erst bei 403 km/h vom sechsten in den siebten Gang. Von 0 auf 200 km/h beschleunigt der Chiron Super Sport in 5,8 Sekunden, auf 300 km/h in 12,1 Sekunden.

Härtere Federn stabilisieren das gesamte Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit, dazu stimmten die Ingenieure das elektronisch geregelte Fahrwerk neu ab. Wie in Echtzeit regelt es innerhalb von sechs Millisekunden die Einstellungen und passt sich dem Fahrverhalten an. Dazu stehen die Fahrmodi EB, Handling, Autobahn und Topspeed zur Wahl.

„Selbst in sehr schnell gefahrenen langgezogenen Kurven bleibt das Heck ruhig und neutral, der Chiron Super Sport lässt sich dadurch sehr entspannt fahren. Unser Fokus liegt bei absoluter Fahrstabilität mit gleichzeitigem maximalem Komfort bei Top-Speed“, erklärt Jachin Schwalbe, Leiter Fahrwerkentwicklung bei Bugatti.

Übrigens: Die 3,2 Millionen netto bedeuten in Deutschland eine Mehrwertsteuer von schlappen 608.000 Euro, brutto kommt der Chiron Super Sport folglich auf 3,808 Millionen Euro. Das bedeutet: Bugatti stellt jede Pferdestärke mit 2.380 Euro in Rechnung.

Rudolf Huber/mid

Porsche Cayenne GTS: Achter mit Wumms

Cayenne GTS
mid Zuffenhausen – Der Porsche Cayenne GTS hat ordentlich Muskeln, und die sind sehr fein verpackt. © Rudolf Huber

Die GTS-Modelle von Porsche sind generell etwas für automobile Feinschmecker. Sie sind kräftiger und einen Tick leistungsorientierter als die S-Versionen, kommen aber etwas dezenter daher als die Turbos.

Bei der neuen GTS-Variante von Cayenne und Cayenne Coupe ist das exakt genauso. Die großen Porsche haben ordentlich Muskeln, aber die sind sehr fein verpackt, so das Vorab-Fazit des Motor-Informations-Dienstes (mid) nach der ersten Ausfahrt.

Was die Fans möglichst vieler Zylinder besonders freut: Die Zuffenhauser sind für den neuen GTS vom Sechs- auf den Achtzylinder-Antrieb zurückgeschwenkt. Der Vierliter-Biturbo leistet 338 kW/460 PS und liefert ein Drehmoment von maximal 620 Newtonmetern (Nm). Dass sich damit, gerade in Verbindung mit einer willigen und fein abgestuften Achtgang-Automatik, einiges anfangen lässt, ist klar. Schon in der Theorie sind die 4,5 Sekunden für den Sprint bis 100 km/h in Verbindung mit dem Sport Chrono-Paket eindrucksvoll. Die Spitze von 270 km/h auch. Doch was der Antrieb in der Realität mit den mehr als zwei Tonnen „Lebendgewicht“ des Cayenne GTS anstellt, ist ein ganz eigenes Erlebnis.

Caenne GTS
mid Zuffenhausen – Das Fünf-Meter-SUV aus Schwaben kommt mit drei unterschiedlichen Bremsanlagen daher. © Rudolf Huber / mid

Orchestriert vom Sound der komplett neu entwickelten Sportauspuffanlage katapultiert sich das Fünf-Meter-SUV nach vorne, als könnte es kurzfristig die Massenträgheit abschalten. Das maximal zulässige Landstraßentempo ist gefühlt in einem Augenzwinkern erreicht – und es geht schier unermüdlich weiter. Noch im Bereich der Höchstgeschwindigkeit wirkt der GTS eher wie ein hochgelegter Sportler und nicht wie ein hochbeiniger Vielzweck-Untersatz.

Der Verbrauch pendelt sich beim ersten Aufgalopp auf Landstraßen, Autobahnen und schwäbischen Ortschaften mit Heerscharen von Tempo-Blitzern auch dank der adaptiven Zylinderabschaltung bei rund 14 Liter je 100 Kilometer ein. Der Normverbrauch der nach Euro 6d-ISC-FCM zertifizierten Sport-SUV liegt laut dem wenig aussagekräftigen NEFZ-Fahrzyklus bei 11,2 bis 11,4 Liter.

Damit das GTS-Ausführen zur komplett runden Angelegenheit wird, haben die Porsche-Ingenieure auch beim Fahrwerk kräftig Hand angelegt. Die Karosserie über dem serienmäßigen Stahlfederfahrwerk mit der betont sportlich ausgelegten Dämpferregelung Porsche Active Suspension Management (PASM) ist um 20 Millimeter tiefergelegt, ein Übriges fürs ungetrübte Kurvenvergnügen tun das Torque Vectoring Plus und die 21 Zoll großen RS Spyder Design-Räder.

Es ist immer wieder verblüffend, wie fix, mühelos und präzise sich der schwere Brocken um enge Ecken zirkeln lässt. Bei den Bremsen hat der GTS-Interessent die Wahl zwischen Grauguss, Stoppern mit Wolframcarbid-Beschichtung oder der Keramikbremse. Und dann gibt es natürlich noch die Dreikammer-Luftfederung mit zehn Millimeter Tieferlegung, die Hinterachslenkung und die elektromechanische Wankstabilisierung.

Innendrin verwöhnen Alcantara am Dachhimmel, auf den Sitzmittelbahnen, den Armauflagen von Mittelkonsole und Türen plus feines Leder und dunkel gebürstetes Aluminium. Serienmäßig sind vorne Sportsitze mit Acht-Wege-Verstellung eingebaut, die laut Prosche „durch die zusätzliche Erhöhung der Seitenwangen optimalen Halt bei dynamischen Kurvenfahrten“ geben – was absolut der Realität entspricht.

Im Bereich Sicherheit und Assistenzsysteme, Vernetzung und Konnektivität sind die beiden neuen GTSler auf dem hohen Level der anderen Cayenne-Modelle. Preislich beginnt der Spaß bei 114.087 Euro für den Cayenne GTS und bei 118.490 Euro für das Cayenne GTS Coupe. Ausgeliefert werden die neuen Mitglieder der Cayenne-Familie ab Juli 2020.

Rudolf Huber / mid

Technische Daten Porsche Cayenne GTS:

– Motor / Hubraum: V8-Biturbo / 3.996 ccm

– Leistung: 338 kW/460 PS bei 6.000 – 6.500 U/min

– Drehmoment: 620 Nm bei 1.800 – 4.500 U/min

– Getriebe: 8-Gang Tiptronic S

– Antrieb: Allrad

– Länge / Breite (m. Außenspiegeln) / Höhe: 4,93 / 1,68 / 2,19 m

– Leergewicht: 2.145 kg

– Kofferraum: 772 – 1.708 l

– Beschleunigung: 0 auf 100 (mit Sport-Chrono-Paket) in 4,5 sek.

– Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h

– Verbrauch: 11,2 – 11,4 l/100 km

– CO2: 255 – 260 g/km

– Emissionsklasse: Euro 6d-ISC-FCM

– Preis: ab 114.087 Euro

Ein höllisch starkes Trio

Bugatti 1
EB110, Veyron und Chiron (v. l.) werden leicht blasphemisch „Heilige Dreifaltigkeit der Bugatti-Moderne“ genannt. Foto: Bugatti

Auch in Krisenzeiten bleibt die Faszination von Supersportwagen ungebrochen. Und das natürlich auch für uns Normalos, die sich nie im Leben einen der sündteuren Boliden leisten könnten. Bugatti hat jetzt das Ergebnis eines Foto-Shootings der ganz speziellen Art in Dubai veröffentlicht, das eindeutig Lust auf reichlich Leistung macht.

Bugatti Dubai
Die drei Bugatti-Boliden beim Trip durch die Wüsten Dubais. Foto: Bugatti

Über Bugattis bewährte und permanent optimierte Zutaten für Supersportler verfügt jeder aus dem höllisch starken Flitzer-Trio: Allradantrieb, vier Turbolader und ein Monocoque aus Carbon. EB110, Veyron und Chiron gelten als Meilensteine des Automobilbaus der 1990er-, 2000er- und 2010er-Jahre.

Bugatti Dubai
Eine seltene Sammlung: die drei Bugatti-Modelle EB110, Veyron und Chiron in trauter Dreisamkeit. Foto: Bugatti

Die drei Fahrzeuge in der eigenen Garage beherbergen und sie je nach aktueller Tagesform genüsslich ausführen zu können – davon träumen Bugatti-Enthusiasten und -Besitzer weltweit. Das Besondere an den Boliden: Sie sind nicht nur begehrte Sammlerobjekte, sondern gleichzeitig auch eine krisensichere Wertanlage.   HU

BMW M3 CS: Das Beste zum Schluss

BMW M3 CS, Foto: BMW
BMW M3 CS, Foto: BMW

Der flotte Viertürer hat mir bei dynamischen Touren durch den Münchner Norden ebenso gut gefallen wie auf dem BMW-Trainingsgelände in Maisach bei Fürstenfeldbruck.

mid-Autor Rudolf Huber am Steuer des M3 CS. Foto: BMW
mid-Autor Rudolf Huber am Steuer des M3 CS. Foto: BMW

Und hier kann man sich einen guten Eindruck davon verschaffen. Mehr….

Wahnsinns-Modus: Das müssen Sie für Ihren Tesla Roadster anzahlen

Tesla Roadster Foto: Tesla
Tesla Roadster Foto: Tesla

Tesla hat vor ein paar Tagen die deutschen Reservierungslisten für den Roadster Nr. 2 geöffnet. Wer zu den Ersten gehören will, der einen besitzt, muss ordentlich in Vorleistung gehen.

Der Wahnsinn auf Rädern. Nicht nur, was die Fahrleistungen angeht. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen sind ziemlich heftig. O-Ton Tesla:

„Reservierungen für einen Founders-Series Roadsters erfordern eine erste Anzahlung von 4.000 € per Kreditkarte sowie eine Banküberweisung von 211.000 € innerhalb von 10 Tagen. Reservierungen gelten erst, nachdem die Überweisung bei uns eingegangen ist.“

Tesla Roadster Daten
Tesla Roadster Daten Foto: Tesla

Angeblich soll der Roadster, der 2010 starten soll, ja rund 250 000 Euro kosten.

Tesla Roadster Innenraum
Tesla Roadster Innenraum Foto: Tesla

Die 43 000 Euro Reservierungsgebühr für den normalen Roadster wirken dagegen fast schon irgendwie preiswert… Und die 1000 Euro fürs Model 3 wie ein echtes Schnäppchen…

McLaren Senna: Leichter, stärker, teurer

McLaren Senna
McLaren Senna Foto: McLaren

Die Briten-Flunder ist das extremste McLaren-Straßenauto, das es je gab. Hier in Stichpunkten die Basisdaten des Hochleistungs-Sportlers.

Es trägt den Namen des legendären Formel-1-Piloten Ayrton Senna, der seinen Status als ultimativer straßenzugelassener McLaren für die Rennstrecke ehrt.

McLaren Senna
McLaren Senna Foto: McLaren

Der Senna ist mit 1.198kg das leichteste McLaren Straßenauto seit dem legendären McLaren F1.

Sein 4,0-Liter-Doppelturbolader V8 ist der stärkste McLaren-Straßenfahrzeug-Verbrennungsmotor aller Zeiten, mit 800 PS und 800 Nm.

McLaren Senna
McLaren Senna Foto: McLaren

Sein Leistungsgewicht von 668 PS pro Tonne sorgt für Power in jeder Lebenslage.

Er ist laut seiner Erbauer „die reinste Verbindung zwischen Fahrer und Auto eines jemals straßenzugelassenen McLaren“.

McLaren Senna
McLaren Senna Foto: McLaren

Seine aggressive Erscheinung verkörpert die „form-follows-function“-Designphilosophie von McLaren.

Der Mittelmotor mit Heckantrieb ist die optimale Konfiguration für dynamische Höchstleistungen. Die Aerodynamik-Anbauten stellen alles bisher dagewesene in den Schatten.

McLaren Senna
McLaren Senna Foto: McLaren

Sein Preis: unglaubliche 922 250 Euro – allerdings inklusive Steuern.

Die Produktion ist auf 500 Stück limitiert, alle handgefertigt im McLaren Production Centre in Woking, Surrey, England ab Q3 2018.

McLaren Senna
McLaren Senna Foto: McLaren

Und jetzt die ganz schlechte Nachricht: Alle 500 sind längst verkauft…

Das ist die neue Alpine A110

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Die neue Alpine A110 feiert in Genf Weltpremiere. Foto: Hersteller

Kurz vor der Weltpremiere auf dem Genfer Auto-Salon veröffentlicht Alpine erste Bilder des neuen Seriensportwagens A110.

Der Zweisitzer signalisiert schon mit seinem Namen, dass er ganz in der Tradition der berühmten blauen Berlinette von 1962 steht. Mit der A110 avancierte die von Jean Rédélé gegründete Marke aus Dieppe zur nahezu unschlagbaren Macht im Rallye-Sport.

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Die neue Alpine A110 feiert in Genf Weltpremiere. Foto: Hersteller

Plattform und Karosserie des von Grund auf neu konzipierten Seriensportwagens A110 werden komplett aus Aluminium gefertigt. Neben dem niedrigen Gewicht gehören kompakte Abmessungen und die exzellente Aerodynamik zu den Kernmerkmalen des neuen Modells. Vorgestellt wird die neue A110 auf dem Genfer Auto-Salon am 7. März in Halle 4.

Ronaldo testet den Bugatti Chiron

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Daumen hoch: Ronaldo und der Bugatti Chriron. Foto: Bugatti

Kurz vor Auslieferungsstart des Chiron hat Bugatti einen echten Champion gebeten, den neuen ultimativen Supersportler der französischen Luxusmarke aus Molsheim einer finalen Testfahrt zu unterziehen.

Fußball-Superstar Christiano Ronaldo, mehrfacher Weltfußballer des Jahres, amtierender Europameister, Träger zahlreicher weiterer Auszeichnungen und großer Sportwagenfan, setzte sich in Madrid ans Steuer, um das 1.500 PS-Geschoss genau unter die Lupe zu nehmen.

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Hat erkennbar Spaß: Ronaldo im Bugatti Chriron. Foto: Bugatti

Sein Fazit: „Nach eingehender Prüfung: Freigabe erteilt!“ Dann kann’s ja losgehen…

Hier geht’s zum Film: https://youtu.be/4TAIclkNDwk

Schätze aus dem Depot

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Porsche-Depot Foto: Rudolf Huber

Museen zeigen immer nur Teile der verfügbaren Kostbarkeiten. Viele Schätze ruhen aus welchen Gründen auch immer sanft im Depot. Das ist bei Porsche nicht anders.

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Porsche-Depot Foto: Rudolf Huber

Bei einer spannenden Führung durch die „Vorratshallen“ der Marke in einem Gebäude in Stuttgart tauchten gleich derart viele eindrucksvolle Zeugen der Porsche-Vergangenheit auf, dass sie in einen Beitrag gar nicht reinpassen.

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Porsche-Depot Foto: Rudolf Huber

Drum hier ein Auftakt, dem noch diverse weitere „Lieferungen“ folgen werden. Auch Insider werden dabei staunen – und vielleicht ganz neue Facetten der Sportwagenbauer kennenlernen.

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Porsche-Depot Foto: Rudolf Huber

Viel Spaß!

Mercedes-Maybach 6: Die Elektro-Vision

Vision Mercedes-Maybach 6, 2016
Vision Mercedes-Maybach 6. Foto: Daimler

Mehr Luxus und Technologie geht (aktuell) nicht: Mit der extravagant-futuristischen Studie Vision Mercedes-Maybach 6 sorgen die Stuttgarter in Pebble Beach für Furore.

Endlose 5,70 Meter Länge bei einer Höhe von nur 1,33 Meter, fließende Linien, kleines, weit nach hinten gesetztes Greenhouse: Mit einer atemberaubenden Studie will Mercedes am 21. August auf dem Concours d’Elegance im kalifornischen Pebble Beach für Furore sorgen. Den ganz besonderen Kick geben der Vision Mercedes-Maybach 6 aber nicht etwa der an einen Nadelstreifenanzug erinnernde Kühlergrill, die Flügeltüren oder das Heck im Stil einer Luxusyacht. Sondern der E-Antrieb und ein ganzes Paket von feinst verpackter Zukunftstechnologie.

Vision Mercedes-Maybach 6, 2016
Vision Mercedes-Maybach 6. Foto: Daimler

Der 2+2-Sitzer steckt bis unters flach gezogene Dach voller Innovationen. Seine vier Permanentmagnet-Synchron-Elektromotoren bringen es zusammen auf 550 kW/750 PS, der klassische 0-bis-100-Sprint ist in weniger als vier Sekunden absolviert, die Spitze ist auf 250 km/h begrenzt. Dank üppiger Akkupacks im Unterboden soll die Reichweite bei mehr als 500 Kilometern liegen. Statt des gewohnten Zwölfzylinders ist unter der langen Haube unter anderem ein Kofferraum untergebracht.

Das Design soll laut Mercedes „cool und hot, technoid und reduziert“ rüberkommen, von den schmalen Leuchten über die teiltransparenten 24 Zoll-Felgen bis zur zweigeteilten Heckscheibe. Eine „Hommage an die glorreiche Zeit der Aero-Coupés“ soll die Vision Mercedes-Maybach 6 sein und diese Tradition in die Zukunft führen. Und das mit technischen Feinheiten, wie sie in dieser Konzentration noch nie zu sehen waren. So wird etwa quasi die ganze Breite der Frontscheibe zum Head-up-Display, überwachen Sensoren in den Sitzen die Vitalfunktionen der Passagiere und steuern Belüftung, Heizung und Massagefunktion, die Außenspiegel verwandeln sich in Kameras. Interieur-Farben wie Roségold und Ulmenholz am Boden sorgen zusammen mit den „hyperanalogen“ Instrumentenanzeigen, in denen „echte“ Zeiger über ein rundes Display mit Kristall-Optik gleiten, für ein ganz spezielles Ambiente. Und im durchsichtigen Mitteltunnel wird der elektrische Energiefluss für die Passagiere sichtbar gemacht.

Der flache Akku im Unterboden hat eine nutzbare Kapazität von rund 80 kWh. Zukunftsweisend soll der „Tankvorgang“ ablaufen: Dank einer Schnellladefunktion mit Ladeleistungen bis zu 350 kW soll in nur fünf Minuten genügend Saft für rund 100 Kilometer zusätzliche Reichweite an Bord sein. Aufladen lässt sich die Batterie per Kabel an öffentlichen Ladestationen, an Haushaltssteckdosen oder induktiv, also berührungsfrei.

Die Auto-Show am Big Apple

GLC Coupé
Mercedes GLC Coupé, Designer Robert Lesnik. Foto: R. Huber

International gesehen ist die New York International Auto Show (NYIAS) keine große Nummer mehr. Weil aber bis zum 3. April gut eine Million Besucher ins Javits Center strömen, zeigen die Hersteller doch allerlei Weltpremieren.

Besonders massiv ist Mercedes mit seiner Tochter AMG dabei. Das GLC Coupé, das C 63 Cabrio und weitere rasante Neuheiten zieren den großen Stand in New York. Audi hat den R8 Spyder entblättert, BMW präsentiert den langen 7er und hat erfreulich viele Plug-in-Versionen ins Rampenlicht gestellt.


Ein fescher Bursch ist der Mazda MX-5 mit Klapp-Hardtop, das wohl mindestens 2000 Euro mehr kosten wird als die Mütze aus Stoff. Nissan hat den GT-R kräftig auf Vordermann gebracht, Toyota zeigt ganz umweltbewusst den neuen Prius Plug-in. Und die Amerikaner? Die schwelgen in Protz und PS, als gäbe es kein Morgen. Muscle Cars, so weit das Auge reicht. Fürs grüne Gewissen muss der kleine Elektro-Parcours im Tiefgeschoss herhalten, gleich neben den Maxi-Geländegängern von GMC und Co.

Mercedes SL: Feinschliff für die Roadster-Ikone

Mercedes-Benz SL, R 231, 2015
Mercedes-Benz SL 500.


Neuer Auftritt für eine automobile Ikone: Ab April 2016 kann der technisch und optisch deutlich optimierte Mercedes-Benz SL ab 99.097,25 Euro bestellt werden.

Kraftvollere Motoren, Automatik-Getriebe 9G-Tronic, Dynamic Select mit fünf Fahrprogrammen und Active Body Control mit Kurvenneigefunktion heben die Legende auf ein neues dynamisches Niveau. Die Alltagstauglichkeit wurde mit dem beim Anfahren jetzt bis 40 km/h bedienbaren Verdeck und der automatischen Restkofferraum-Abtrennung gesteigert.


Die wichtigsten Motor- und Leistungdaten in der Übersicht:

SL 400
SL 500
Zylinder Zahl/Anordnung
6/V
8/V
V-Winkel (Grad)
60
90
Bohrung/Hub (mm)
88,0/82,1
92,9/86,0
Hubraum (cm3)
2.996
4.663
Zahl der Turbolader
2
2
Ladeüberdruck bei Volllast (bar)
1,80
0,9
Verdichtungsverhältnis
10,5:1
10,5:1
Motorgewicht trocken (kg)
179,2
222,5
Einspritzverfahren
strahlgeführte Benzin-Direkteinspritzung
Ventile pro Zylinder
4
4
Zahl der Nockenwellen
4
4
Nennleistung (kW/PS bei 1/min)
270/367 bei 5.500-6.000
335/455 bei 5.250
Nenndrehmoment (Nm bei 1/min)
500 bei 2.000-4.200
700 bei 1.800-3.500
Verbrauch kombiniert ab (l/100 km)
7,7
9,0
CO2-Emission kombiniert ab (g/km)
175
205
Effizienzklasse
D
E
Beschleunigung 0-100 km/h (s)
4,9
4,3
Höchstgeschwindigkeit (km/h)*
250
250
*elektronisch begrenzt