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VW baut ein SUV-Cabrio

Erstes SUV-Cabriolet von Volkswagen.
Eine erste Skizze vom ersten SUV-Cabriolet von Volkswagen. Foto: VW

Die Wolfsburger wollen es wissen: Der Aufsichtsrat hat jetzt grünes Licht für ein echtes Lifestyle-Projekt der als dröge verschrieenen Niedersachsen gegeben.

Im Rahmen seiner großen Modelloffensive lanciert der Gigant aus dem Norden das erste SUV-Cabriolet der Marke. Es besiert auf dem T-Roc und wird ab dem ersten Halbjahr 2020 in Osnabrück gebaut.

Mit dem neuen Cabriolet bringt Volkswagen die offene Fahrzeugform nach dem Vorbild des offenen Range Rover Evoque in das aktuell besonders stark wachsende SUV-Segment und knüpft damit an seine knapp 70-jährige Cabriolet-Tradition an.

T-Roc
Der schicke VW T-Roc bekommt einen nach oben offenen Bruder. Foto: R. Huber

„Schon heute setzt der T-Roc neue Maßstäbe bei den Kompakt-SUV“, sagt Markenvorstand Herbert Diess. „Mit dem T-Roc Cabrio legen wir nun eine hochemotionale Variante nach.“

Bei Volkswagen geht es jetzt um die Wurst

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VW Currywurst-Ausstellung.

Und das ist jetzt einmal nicht im übertragenen Sinn gemeint. Denn eine neue Sonderausstellung des AutoMuseum Volkswagen widmet sich einem ganz besonderen Klassiker: Der Volkswagen Currywurst, die 1973 in der werkseigenen Fleischerei kreiert wurde.

Seitdem ist sie ein Muss des kulinarischen Angebots in den deutschen Betriebsrestaurants des Unternehmens und wird nahezu weltweit vermarktet. Die Ausstellung, die bis 29. Mai 2016 gezeigt wird, entstand in Kooperation mit der Betriebsgastronomie von Volkswagen sowie dem Deutschen Currywurst Museum in Berlin. Sie ist die erste Schau zur Werkskultur bei Volkswagen.

Sie schmeckt und schmeckt und schmeckt. Die Volkswagen Currywurst
VW Currywurst-Ausstellung.

Die Rezeptur der Volkswagen Currywurst ist und bleibt ein Geheimnis, das die Räume der werkseigenen Fleischerei nicht verlassen darf. Gleiches gilt für den original Volkswagen Ketchup, der zur Wurst gereicht wird. Der Herstellungsprozess reicht über das Kuttern und das Verpressen in den Kunstdarm mit dem Aufdruck „Volkswagen Originalteil“ bis zum Verpacken. In Deutschland offeriert nur die Lebensmittelkette Edeka die Volkswagen Currywurst, aber auch Volkswagen Händler im In- uns Ausland bieten diese Spezialität an. Die Vermarktung setzt sich sogar in Übersee fort – so gibt es in China und den USA lizensierte deutsche Fleischereien, welche die Wurst produzieren. Im vergangenen Jahr wurden so rund 7,2 Millionen VW-Currywürste verkauft.

Sie schmeckt und schmeckt und schmeckt. Die Volkswagen Currywurst
VW Currywurst-Ausstellung.

Die aktuelle Ausstellung beschäftigt sich natürlich auch generell mit dem Phänomen Currywurst. Dazu gehören zahlreiche „Curryositäten“ wie der Körri-Saft und eine Schnupperstation einzelner Gewürze, die in fast jeder Currymischung verwendet werden. Abgerundet wird dies von weiteren ungewöhnlichen Variationen des Deutschen Currywurst Museums Berlin. Diese Gewürzmischungen und die Volkswagen Currywurst sowie eine limitierte Auflage des originalen Volkswagen Ketchups mit einem exklusiven Label werden während der Dauer der Ausstellung im Shop erhältlich sein.

Sport-Golf mit Rucksack: Variant R

VW erweitert sein sowieso schon variantenreiches Variant-Angebot. Einer der Neuen ist der Variant R. Dem macht der schon aus der R-Limousine bekannte Zweiliter-TSI mit 300 PS ordentlich Beine, wie Autothemen auf der Rennstrecke ausprobiert hat.

Natürlich sind Allradantrieb und das DSG-Getriebe Standard. Und eine „Race“-Einstellung im Fahrmodusschalter gehört auch zum Sportler-Outfit. Und diese Taste hat es in sich: So angeschärft verwandelt sich der Kombi in einen echten Express-Transporter. Auf 100 Sachen sprintet er dank eines Launch Control-Starts wie im Rennwagen(Fahrschalter auf S, links Bremsen, rechts Vollgas – und ab!)  in nur 5,1 Sekunden, bei 250 km/h wird abgeregelt, 270 wären technisch auch drin, heißt es bei VW.

Beim Kurztest auf der Rennstrecke zeigte der Variant R sogar noch ein bisschen mehr Souveränität und Stabilität als sein kürzerer und leichterer Bruder mit Steilheck. Gemeine Schikanen, enge Kurvenkombinationen, dezenter Drift im ganz schnellen Bogen? Kein Problem – der Schnelllaster brettert über die Piste, als wäre das alles gar nichts Besonderes.

Der eher theoretische Normverbrauch liegt bei 7,0 Litern. Das Gepäckvolumen bei maximal 1620 Litern – das sind jetzt die Vernunft-Argumente für R-Interessenten. Viel Platz und viel Dampf ohne Einschränkungen bei der Alltagstauglichkeit – eine wirklich attraktive Kombination, die sich VW mit mindestens 42 925 Euro bezahlen lässt.

Happy Birthday – der VW Bulli ist 65!

VW Bulli wird 65

65 Jahre? Ist doch heutzutage kein Alter mehr. Bestes Beispiel: der VW Bulli. Der feiert jetzt halbrunden Geburtstag. Und ist fitter und erfolgreicher denn je.

Andere gehen mit 65 in Rente – er startet jetzt erst richtig durch! Der Bulli rennt und rennt und rennt… Vor 65 Jahren war Produktionsstart des ersten Transporters von Volkswagen. In den ersten Jahren wurde er in Wolfsburg gebaut, ab 1956 in Hannover. Es war zugleich der Beginn einzigartigen automobilen Lovestory. Denn heute hat die gesamte Baureihe Kultstatus. Ob Hippie oder Handwerker – alle fahren auf die T-Baureihe ab.

Alles beginnt 1947 mit einer Bleistiftskizze: Der holländische Autoimporteur Ben Pon sieht im Volkswagenwerk einen einfachen Plattenwagen, nimmt diesen als Grundidee – und kritzelt auf einen Notizzettel die Umrisse eines Transporters mit Käfergenen.

Zwei Jahre später präsentiert Volkswagenwerk-Geschäftsführer Heinrich Nordhoff vier Prototypen: zwei Kastenwagen, einen Kombi und einen Kleinbus. Einer davon geht an den Parfümhersteller 4711 in Köln. Der Rest ist Geschichte: Der VW Bus ist auf der Erfolgsspur, wird von Generation zu Gerneration noch erfolgreicher.

T1, T2, T3, T4 , T5: Der Autothemen-Mann ist sie alle gefahren. Und ganz ehrlich: Der bunte Campingbus namens Flora aus der Urzeit des Bullis, noch mit geteilter Frontscheibe und quasi keiner Heizung (oder wenn ja, mit reichlich ermüdenden Abgasen versetzt), spielt in der Erinnerung nach wie vor die Rolle als einer der emotionalsten Untersätze überhaupt.

Noch dieses Jahr rollt der T6 an – die Bulli-Fans sind gespannt!

Sport Coupé Concept GTE – die Zukunft von VW

VW Sport Coupé Concept GTE

Bei VW ist es Tradition: Am Vorabend des Genfer Automobil-Salons werden schon mal die Messestars entblättert. Diesmal das viertürige Sport Coupé Concept GTE.

Die Hightech-Studie soll einen Ausblick auf die neue VW-DesignSprache bieten und ist oberhalb des heutigen Volkswagen CC positioniert. Als „überzeugende Alternative zu den klassischen Limousinen des B- und C- Segments“.

Das Interieur des Sport Coupé Concept GTE setzt auf klares Design, ergonomische Perfektion und neue interaktive Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Der 380 PS starke Plug-In-Hybrid bietet laut VW „dank eines V6 TSI-Aggregats die Langstreckeneigenschaften eines Grand Tourismo und ermöglicht durch den Einsatz von zwei Elektromotoren und einer extern aufladbaren Batterie auch einen emissionsfreien Betrieb“. Der Durchschnittsverbrauch der 250 km/h schnellen Studie liegt bei 2,0 l / 100km.

Konstruktive Basis des Sport Coupé Concept GTE ist der Modulare Querbaukasten (MQB) von Volkswagen. Unter der großen Heckklappe findet sich ein 480 Liter großer Kofferraum.

Neben dem Sport Coupe Concept GTE präsentiert die Marke Volkswagen am Konzernabend in Genf den neuen Touran.

Bilder zum Vergößern anklicken!

Der VW Touran macht sich fesch

VW Touran

Die dritte Generation des Touran wirkt deutlich flotter und knackiger als der Vorgänger. Ein richtiger Feger für die junge Familie ist er geworden.

Auch das Interieur wurde komplett überarbeitet, es ist dank der neu entwickelten Fold-Flat-Sitzanlage mit Isofix Halteösen auf allen Plätzen multivariabel nutzbar. Ein Kofferraumvolumen von 1.040 Litern (dachhoch beladen bis zur zweiten Sitzreihe) und insgesamt 47 Ablagen sorgen für hohe Alltags- und Urlaubstauglichkeit.

Der komplett neue Touran ist der erste Van auf der Basis des Modularen Querbaukastens (MQB). Damit verbunden sind zahlreiche konstruktive und konzeptionelle Vorteile, wie ein auffallend langer Radstand, sehr kurze Karosserieüberhänge und eine gute Raumausnutzung.

Trotz einer gewachsenen Außenlänge und erhöhten Anforderungen an Sicherheit und Komfort wurden gegenüber dem Vorgänger 62 kg Gewicht eingespart. Die jeweils drei Benziner (TSI) mit 110, 150 und 180 PS und Diesel (TDI) mit 110,  150 und  190 PS sind um bis zu 19 Prozent sparsamer. Stets serienmäßig an Bord: das Start-Stopp-System und der Rekuperationsmodus.

Premiere ist in Genf, dann soll der Neue auch schon bald anrücken.

Golf Variant GTD – der Focus ST-Gegner

 

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Die Kölner sind mit dem Diesel-Focus ST Turnier vorgeprescht. Jetzt legen die Wolfsburger nach: Mit dem Golf GTD Variant. Das Duell wird spannend.

Seit 1982 steht das Kürzel GTD bei Volkswagen für „Gran Turismo Diesel“ und verspricht ebenso sportliches wie sparsames Fahren. Erstmals zieren die Buchstaben GTD nun auch den Golf Variant, der wie schon der Golf GTD über einen 184 PS (135 kW) starken TDI-Motor verfügt. Der neue Golf GTD Variant feiert auf dem Genfer Automobilsalon seine Weltpremiere und ist ab sofort ab 31.975 Euro bestellbar.

Auch der Golf GTD Variant soll sich, so der Wunsch seiner Väter, als Langstreckenikone zu etablieren: Sein 184 PS-starker TDI-Motor beschleunigt ihn in 7,9 Sekunden auf 100 km/h. Das maximale Drehmoment des 2-Liter-Aggregats liegt bei 380 Nm. Dabei ist der sportliche Kombi mit einem beeindruckenden Verbrauch von 4,4 Liter/100 km sehr effizient.

Der neue Volkswagen Golf GTD Variant

 

VW in Detroit: Cross Coupé und langer Tiguan

Die Studie Cross Coupé GTE.

VW-Chef Martin Winterkorn nutzt das Vorfeld der Detroit Motor-Show traditionell zu einer Bestandsaufnahme – und zu einem Ausblick.

Mit einem Konzernergebnis von 10,14 Millionen Fahrzeugauslieferungen im letzten Jahr (+ 4,2 Prozent) konnte er erstmals den Durchbruch der Zehn-Millionen-Schallmauer melden. Und er stellte eine seriennahe Studie vor, die nur wenige Stunden später in der Detroiter Cobo Hall Weltpremiere feierte: das Cross Coupé GTE.

Das fünfsitzige Gefährt ist mit einem Plug-in-Hybriden, mit Allradantrieb und einer Systemleistung von 265 kW/360 PS ausgestattet. Es liefert sehr sportliche Fahrleistungen (209 km/h Spitze, Spurt von 0 auf 60 Meilen pro Stunde/97 km/h in 6,0 Sekunden), ist sehr sparsam sein und kann dank der Lithium-Ionen-Batterie im Mitteltunnel 32 Kilometer rein elektrisch zurücklegen.

Für den Antrieb sorgen ein 3,6 Liter großer V6-Benziner und zwei Elektromotoren. Die seriennahe Studie, die auf dem letztes Jahr gezeigten Cross Blue aufbaut, ist der Ausblick auf die neue Midsize-SUV-Baureihe von VW. „Das Serienmodell wird in Chattanooga gebaut werden und im kommenden Jahr vorgestellt“, heißt es bei den Niedersachsen. Besonders stolz sind aufs Design des im Blauton „Grand pacific glacier“ lackierten Cross Coupé GTE. Es soll durch die hohe Frontpartie und die Silhouette mit weit nach hinten gesetzter A- und schräg gestellter C-Säule eine Kombination aus Dynamik und Robustheit auf die Straße bringen – bis hin zu den 22-Zoll großen Leichtmetallfelgen mit zehn hochglanzpolierten Speichen.

Ein weiteres Modell im SUV-Bereich kündigte der VW-Chef in Detroit ebenfalls an: Und zwar wird der lange diskutierte Tiguan mit verlängertem Radstand und deutlich mehr Platz für Passagiere und Gepäck jetzt definitiv kommen. Gebaut wird er in Nordamerika, im Jahr 2016 soll er auch nach Deutschland zu den Händlern rollen.

Tatütata: Dieser Passat fährt bald Streife

Volkswagen gibt mit der Studie als GTE ersten Ausblick auf den neuen Passat als Polizeifahrzeug

VW gibt kurz vor dem Jahreswechsel einen Ausblick auf den neuen Passat im Polizei-Outfit. Er wird ab Frühjahr 2015 seine Karriere als wohl meistverkaufter Streifenwagen Deutschlands fortführen.

Das Fahrzeug entspricht laut VW-Sprecher Enrico Beltz mit blau-silberner Lackierung und Beklebung, Blaulicht und Martinshorn und mit dem aktuellsten Digitalfunk „allen einsatztaktischen Anforderungen“.

Als Ausblick in die Zukunft  ist der Antrieb zu verstehen. Denn die Studie fährt als Passat GTE mit der neuesten Plug-In-Hybrid-Technologie vor: Ob rein elektrisch, umweltschonend und nahezu lautlos oder mit kraftvollen 218 PS, bis zu 400 Nm Drehmoment und über 1000 Kilometer Reichweite.

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Der neue Polizei-Passat. Fotos: VW

 

Klingt echt gut, Robbie!

Robbie Williams
Robbie beim ersten Auftritt in seinem neuen Job. Foto: VW

VW hat einen Superstar der internationalen Musikszene als neuen Marketingleiter verpflichtet: Robbie Williams.

Der ziemlich frischgebackene Vater ist der wichtigste Protagonist der Rundumschlags-Werbekampagne für die neuen „Club & Lounge“-Sondermodelle, die der Sänger auch gleich bei seinem ersten Auftritt im neuen Job der Öffentlichkeit vorstellte.

Unter dem Motto „Wie gut klingt das denn“ bewirbt Volkswagen die neuen Sondermodelle. Vom up! über die Golf-Familie bis zum Beetle und Tiguan – insgesamt stehen neun Modelle zur Auswahl. Der Vorverkauf ist bereits am 18. Dezember gestartet; ab Januar 2015 stehen die Modelle im Handel.

Im Internet unter http://www.klingt-gut.de werden die Fahrzeuge detailliert vorgestellt. Im Rahmen der Kampagne werden alle Kommunikationskanäle und -plattformen berücksichtigt. Auf gut Marketing-Denglisch sind das „Point-of-Sale-Aktivitäten im Handel und Kunden-Mailingaktionen, TV- sowie Radiospots ebenso wie die Microsite http://www.klingt-gut.de und verschiedene Social-Media-Kanäle sowie zahlreiche Out-of-Home-Werbeträger“. Beeindruckend, fürwahr!

Robbie Williams hatte seine neue Aufgabe vor kurzem schon angedeutet und ist sichtlich begeistert: „Marketingleiter bei Volkswagen – wie gut klingt das denn? Für mich ist das eine große Veränderung. Der Schritt aus der Pop-Welt in einen richtigen Job“, so Robbie augenzwinkernd zu seiner neuen Rolle bei Volkswagen.

Im Rahmen der Kooperation mit Spotify steht exklusiv für Volkswagen-Kunden und Interessierte die Funktion „Say it with a Playlist“ zur Verfügung. Dieser Service bastelt auf Grundlage persönlicher Nachrichten eine individuelle Playlist, die der Nutzer entweder über Facebook oder per E-Mail verschicken kann. Darüber hinaus stehen für jedes Sondermodell vorkonfigurierte Playlisten zur Auswahl, die gleichzeitig als Verknüpfung von Spotify und der Microsite http://www.klingt-gut.de dienen.

Was macht Robbie Williams bei VW?

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Eine spannende Frage, die auf dem Facebook-Kanal der Niedersachsen kräftig angeheizt wird. Dort ist ein interessanter Trailer zu sehen.

Und zwar in Form eines kurzen Videos, das mit den Worten vorgestellt wird:

„Bereit für eine große Überraschung? Die gibt’s am 23.12. um 19:58 Uhr hier bei Facebook und auf fast allen TV-Sendern!“

Also, ran an die Glotze!

Hammer the Pedal!

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Drei magische Buchstaben schmücken den Kühlergrill des neuen Polo GTI. Fotos: autothemen.com

Wir sind ja nun alle keine echten Rennfahrer. Aber als Autotester trotzdem immer wieder mal  auf Rennstrecken zugange. Mit dem neuen VW Polo GTI war das eine Erfahrung der besonders positiven Art.

Circuito de Valencia, dunkle Wolken am Himmel, aber trockene, rund 15 Grad warme Piste. Passt also perfekt, um den neuen Kraftsportler aus der großen Polo-Familie mal so richtig durch die Schikanen zu jagen.

Vorneweg ein Instruktor mit Walkie-Talkie, hintendrein die mehr oder weniger versierten Rennschüler. Nach einer sanften Einführungsrunde geht es los. Der Tagesbefehl lautet: „Hammer the Pedal!!!“ Das verstehen alle, auch die mitfitzenden finnischen und norwegischen Kollegen, denen man das wegen ihrer krassen Tempolimits gar nicht so zutraut.

„Hammer the Pedal!“ Also DSG auf S wie Sport, Sportversion des Fahrwerks rein, ESP ein wenig zurückfahren. Und der Spaß kann beginnen. Der Instruktor im 220 PS starken, aber schwereren Golf GTI kann die wilde Horde nur dank seiner deutlich ausgeprägteren Fahrkünste im Griff behalten. Wenn wir so gut fahren könnten wie der, hätte er trotz unserer „nur“ 192 PS seine liebe Mühe. Denn der Polo ist für den Kurs in Valencia wie gemacht: Vor der Kurve kurz runtergebremst, in der Kurve wieder voll aufs Gas, dank der voll auf Sport gestellten elektronischen Helfer für Fahrwerk, Lenkung und DSG katapultiert sich der Kleine geradezu zur nächsten Schikane. Und verhält sich dabei sowas von beherrschbar, dass man am Steuer fast schon glauben könnte, man wäre ein richtig toller Fahrer. Aber nur fast.

Dickes Grinsen nach fünf Runden – und ein noch dickeres, als der Beifahrer zum Fotografieren aussteigt und damit den Weg zum nächsten Durchgang frei macht.

Danke, Deisi!

Die 192 Pferdchen des Polo GTI stammen aus der selben Basis wie die beim Golf. Der turbobeatmete 1,8-Liter-TSI ist ein alter und bewährter Bekannter, er löst beim Polo GTI, der ab Februar ausgeliefert wird, den 1,4-Liter-Twincharger (Turbo + Kompressor) ab, der es auf 180 Pferde brachte. Endlich mal wieder ein Fall von Upsizing angesichts der global grassierenden Donwsizerei… Wie positiv sich das auswirkt, zeigt der Drehmomentvergleich: 320 statt 250 Nm – jetzt wird auch klar, warum der Tschi Ti Ei gar so flink aus der Ecke kommt. Für Statistiker: Leergewicht ab 1272 Kilo, 0 bis 100 in 6,7 Sekunden, Spitze 236 km/h. Mit dem Polo! Aber holla, wie der Spanier sagt!

Außerdem neu komponiert ist die ganze Fahrwerks-Einstellerei, die Tatsache, dass der GTI jetzt auch mit Sechsgang-Handschalter zu haben ist. Und natürlich, dass auch der GTI jetzt die Assistenz- und Vernetzungs-Segnungen des aktuellen Polo abgekriegt hat.  Dass er dank diverser Maßnahmen auf einen Normverbrauch von nur mehr 5,6 Liter kommt und mit auf soft geschalteten Systemen auch auf der ganz normalen Straße einen sehr erfreulichen Eindruck hinterlässt, muss man eigentlich gar nicht extra erwähnen. Ich tu’s trotzdem – der Vollständigkeit halber.

Und zu der gehören auch die Preise.  Also: Mit Handschalter 22 275, mit 7-Gang-DSG 23 750 Euro. Zwei Zusatztüren kosten 800 Euro, das Sport-Select-Fahrwerk (Normal/ Sport, sehr empfehlenswert) 285 Euro.

 

Golf R Variant: Vernunft und reichlich Power

Der neue Volkswagen Golf R Variant
Der vermutlich geräumigste Kompakt-Sportler: Der neue VW Golf R Variant. Fotos: VW

Mit dem Golf Variant kann man das vermutlich vernünftigste Auto der Welt kaufen. Oder in Kürze das rasanteste Vernunftauto schlechthin…

Diesen Titel dürfte sich der neue Golf R Variant verdienen, den VW auf der Los Angeles Auto Show präsentiert.

Und das ist eine Premiere der besonderen Art: Erstmals seit dem Bestehen der Baureihe gibt es den Golf R damit als Kombi. Der neue Raumsportler ist 300 PS stark. Der Turbomotor des Golf R Variant überträgt bis zu 380 Nm Drehmoment über ein serienmäßiges 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) an den permanenten Allradantrieb. Ein Sportfahrwerk (20 mm abgesenkt), die Progressivlenkung und das – für den Einsatz auf der Rennstrecke – deaktivierbare „ESC Sport“ gehören zum R-Paket. Optional gibt es die neueste Generation der adaptiven Fahrwerksregelung DCC samt Fahrprofilauswahl mit Race-Modus.

Aus dem Stand heraus beschleunigt der Golf R Variant in 5,1 Sekunden auf 100 km/h. Bei 250 km/h wird er abgeregelt. Im neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) genehmigt sich der sportlichste Golf Variant aller Zeiten lediglich 7,0 l/100 km.

Mit einem Stauvolumen von 605 Litern (bis zur Rücksitzlehne beladen) bietet der Volkswagen selbst mit fünf Personen an Bord einen beachtlich großen Kofferraum. Bis an die Lehnen der vorderen Sportsitze und unter das Dach beladen, wächst das Stauvolumen sogar auf 1.620 Liter.

VW Passat – die achte Ausbaustufe

Passat
Der neue Passat.

Er ist außen ein bisschen kleiner als Generation 7, innen dafür deutlich größer. Und er schaut ganz einfach dramatisch viel besser aus. Die Businessklasse von VW ist weiter  auf dem Weg nach oben.

Gemeint ist natürlich der Passat, dessen achte Inkarnation Mitte November in Deutschland startet. AUTOTHEMEN hat schon die ersten Fahr-Tests damit unternommen. Vorab-Fazit: Das ist ein starkes Stück Automobil.

Man muss sich die Zahlen, die VW-Vorstand Hans-Jakob Neußer bei der Präsentation nannte, mal in aller Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Insgesamt wurden bisher vom Passat weltweit gut 22 Millionen Stück gebaut und verkauft. Und im letzten Jahr von der auslaufendenden siebten Generation satte 1,1 Millionen. Das gibt rein rechnerisch alle 29 Sekunden einen neuen Passat – oder 3000 Stück pro Tag von Montag mit Sonntag.

Der Passat ist VWs wichtigtes Modell, er ist das Dienstfahrzeug für den Außendienstler schlechthin, es ist ein Umsatz-Garant für die Wolfsburger. Deswegen muss auch die achte Ausbaustufe einfach laufen. Ernsthafte Zweifel daran hat man nach dem ersten Kennenlernen nicht. Denn der Neue schaut nicht nur richtig gut und wertig aus. Er ist es zweifelsohne auch.

Die richtigen Cuts an den richtigen Stellen, ein klein wenig die Außenmaße reduziert und den Radstand kräftig gestreckt (+ 78 mm), den Innenraum zugunsten der Beinfreiheit erweitert – und schon entsteht zusammen mit den breit gezogenen Belüftungsöffnungen vorne im Armaturenbrett und der vergrößerten Kopffreiheit auch im Fond ein deutlich großzügigeres Raumgefühl.

Die Wertigkeit der Materialien passt zum neuen Premium-Touch, oder das „Active Info Display“ vor dem Fahrer für die Instrumente oder die dazwischen gespiegelten Navi-Informationen. Die Kofferraum-Volumina wuchsen bei Limousine (+ 21 l auf  586 – 1152 l) und natürlich wieder Variant genanntem Kombi(+ 47 Liter auf 650 – 1780 l). Platz gibt es also wirklich reichlich.

Was es noch gibt, ist ein Hammer-Diesel. 240 PS produziert der an einen Allradantrieb und ein DSG-Getriebe gekoppelte stärkste Serien-Zweiliter-Biturbo-TDI von VW. Er schnurrt leise, setzt bei Bedarf ansatzlos zum Spurt an und läuft 238 Sachen. Der Suchtfaktor ist groß, das phänomenale Drehmoment von 500 Nm bei 1750 bis 2500/min immer wieder abzurufen. Drum klappte es auch beim Test nicht mit dem EU-Normverbrauch von 5,4 Litern. Es wurden dann doch 7,0 Liter draus.

Außerdem im Angebot in Sachen Motoren: Noch neun weitere Direkteinspritzer als TDI und TSI mit 120 bis 280 PS. Da dürfte jeder das passende Aggregat finden. Am sparsamsten ist zum Start der Zweiliter-TDI mit 150 PS (laut Norm 4,1 l). Noch dieses Jahr werden eine 190 PS-Variante und ein 1,6 Liter-TDI mit 120 PS folgen. Die Benziner leisten 125, 150, 180, 220 und die schon erwähnten 280 PS.

Wie üblich bei VW gibt es auch beim Passat drei Ausstattungsstufen, in Sachen Asstistenzsysteme wurde natürlich kräftig aufgerüstet, als Weltneuheiten verbauen die Niedersachsen etwa den Emergency Assist (Fahrzeugstopp im Notfall), dernTrailer-Assist (lotst einen Hänger wohin er soll) und den Stau-Assistenten.

Angenehm abgestufte Lenkung, schluckfreudige Federung (Fahrwerk serienmäßig, auf Wunsch oder abhängig von der Ausstattungsstufe mit Vierlenkerhinterachse und einstellbarer Härte) – das Fahren ist eine rechte Freude. Die sich durch reichlich Extras noch steigern lässt.

Aber das muss man sich dann natürlich auch leisten können. Ab 30 250 Euro kostet die Limousine (150 PS-TDI), als Variant ist der ebenso motorisierte Passat ab 31 325 Euro zu haben. Der Außendienstler, dessen Firmenwagen-Richtlinien das hergeben, kann sich über einen wirklich attraktiven und zeitgemäßen Untersatz freuen. Text und Fotos: R. Huber

Touareg im frischen Glanz

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Dass der VW Touareg irgendwie alt ausgeschaut hätte, kann man echt nicht behaupten. Aufgefrischt wurde er trotzdem – und das merkt man ihm dann doch an.

Vor allem die Front und das Heck zeichneten die Designer ein bisschen knackiger, der große Geländegänger aus Wolfsburg wirkt ein bisschen präsenter und markanter. Alle Versionen haben jetzt Bi-Xenonscheinwerfer serienmäßig. Eine Multikollisionsbremse, wie man sie etwa aus dem Golf schon kennt, ist jetzt auch immer drin.  Und innen wurden ein paar Schalter erneuert, neue Farbkombinationen sind im Angebot.

Am kräftigsten langten die Ingenieure bei den V6-TDI-Motoren hin, den erklärten Lieblingen der Touareg-Käufer. In beiden Leistungsstufen sorgt ein SCR-Katalysator mit Harnstoff-Zusatz für Sauberkeit am Auspuff-Endrohr, die Maschinen erfüllen jetzt die Abgasnorm EU 6. Wer vom Gas geht, kann jetzt mit dem großen SUV segeln gehen, dabei wird der Motor von der serienmäßigen Achtgang-Automatik entkoppelt und nutzt die Bewegungsenergie statt des Dieselkraftstoffs. Das und weitere Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sorgen dafür, dass der Normverbrauch der 204 PS-Variante um 0,4 auf 6,6 Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden konnte. Der stärkere Motor leistet jetzt statt 245 PS 262 PS und schluckt nach Norm ebenfalls 6,6 Liter. Vorher waren es noch 7,2 Liter.

Durch Modifikationen am Fahrwerk wurde der Touareg einen Tick agiler und komfortabler. Man thront in ihm schon ein ganzes Stück entkoppelt vom Alltagsgeschehen, lässt sich auch von nicht ganz so guten Straßen kein bisschen stören. Dass er dabei auch noch massig Platz für Besatzung und Gepäck (Kofferraum-Volumen 697 bis 1642 Liter) bietet, ist nicht neu – sondern typisch Touareg. Und dass er sich, die entsprechende Zusatzausstattung vorausgesetzt, auch sehr ordentlich im Gelände durchkämpft, ebenfalls nicht.

Die Auslieferung des überarbeiteten Groß-VWs beginnt am 17.Oktober. Die Preisliste reicht von 52 125 Euro für den kleineren V6-TDI bis zu 79 450 Euro für den 340 PS starken V8-Diesel in Exclusive-Ausstattung. Der einzige Benziner, der Touareg Hybrid mit 333 PS starkem Benziner und 46 PS starkem E-Motor, schafft einen Normverbrauch von 8,2 Litern und kostet ab 77 525 Euro. Text und Fotos: R. Huber

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