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Note A für den neuen Nokian WR D4

Nokian WR D4
Zeigt viel Proviel, pardon, Profil: Der neu Nokian WR D4. Fotos: Autothemen

Manchmal geht es bei Autothemen-Terminen nicht um Autos – sondern um Zubehör. Wie jetzt im Icepark Obertauern, bei der Präsentation des neuen Nokian-Winterreifens WR D4.

Der ist, man ahnt es bereits, der Nachfolger des noch aktuellen D3 und kommt im nächsten Herbst in den Handel. Seine Väter aus dem finnischen Nokian (ja, ja, auch die von Nokia kommen von da) attestieren ihm Fähigkeiten wie dem eierlegenden Wollmilchschwein. Also: Super auf Eis und Schnee und Nässe und Matsch und auf dem Trockenen.  Und überhaupt!

Sowas kann man schnell mal behaupten. Aber die Winter-Profis aus dem hohen Norden haben natürlich auch klare Belege dafür parat: Nämlich in Form der zwei Labels für Energieeffizienz/Rollwiderstand und Nassgrip.

Bei Ersterem schafft Nokian eine für Winterreifen ziemlich gutes C. Und bei der Nässe sogar ein A – das erste überhaupt für Winterpneus.

Dass der WR D4 ein guter Winterreifen ist, zeigte sich im Icepark Obertauern beim flotten Tanz über festgefahrenen Schnee und reichlich glattes Eis mit 1er und 5er BMWs. Die Pneus vermittelten ein wirklich gutes Gefühl und ermöglichten sehr ordentliche Kurvengeschwindigkeiten.  Wie sie sich im letztlich Vergleich mit der etablierten Konkurrenz schlagen, müssen natürlich Vergleichstest ergeben.

Der verdoppelte Bremsweg

Bremsen
Wer mit Sommerreifen bremst, verliert – vielleicht sogar sein Leben. Grafik: Continental

In absehbarer Zeit wird es wieder rutschig auf unseren Straßen. Continental hat eine interessante Info-Grafik für alle gebaut, die immer noch glauben, ohne Winterreifen durch Eis und Schnee zu kommen.

Viele Worte muss man darüber ja gar nicht verlieren. Einfach anschauen, einfach kurz nachdenken  – und es ist klar, was auf die Felgen muss.

autothemen.com wünscht einen unfallfreien Winter!

Nokian siegt beim GTÜ-Winterreifentest

GTÜ-Winterreifentest 2014
Foto: Tschovikov/GTÜ

Das Ergebnis ist knapp – aber letztlich doch eindeutig: Der Vertreter der finnischen Reifenbäcker Nokian gewann beim großen Test der aktuellen Winterpneus.

Die GTÜ unterzog gemeinsam mit dem ACE und dem ARBÖ zehn aktuelle Winterpneus der Größe 205/55 R 16 auf einem VW Golf dem Wintercheck. Alle getesteten Markenreifen absolvierten das Programm auf Schnee und Nässe ohne größere Ausrutscher, die Unterschiede sind eher gering. Auch bei einer Vollbremsung auf trockener Straße aus Tempo 100 kamen alle getesteten Reifen nach spätestens 40 Metern zum Stehen. Im Vergleich zu Sommerreifen bedeutet das lediglich eine halbe bis eine ganze Wagenlänge mehr. Und selbst auf dem trockenen Handlingparcours ist der Unterschied zu Sommerpneus nicht mehr so gravierend wie noch vor einigen Jahren.

Als Testsieger mit der GTÜ-Bestnote „sehr empfehlenswert“ ging der neue Nokian WR D3 (394 Euro/Satz, jeweils durchschnittliche Verkaufspreise, ermittelt vom Bundesverband Reifenhandel im September 2014 ) durchs Ziel. Der finnische Reifen spielte seine Stärken vor allem bei den Disziplinen Traktion, Bremsen und Handling auf Schnee voll aus. Auch die Sicherheitsprüfungen auf nasser und trockener Piste absolvierte der Nokian-Reifen ohne Tadel. Den zweiten Platz mit ebenfalls „sehr empfehlenswert“ belegte der Continental TS 850 (470 Euro/Satz). Der hat vor allen Mitbewerbern in der Testdisziplin „Nässe“ die Nase vorn.

Auf den Plätzen drei und vier folgen nach Gesamtpunktzahl die „sehr empfehlenswerten“ Winterreifen Goodyear Ultra Grip 9 (452 Euro/Satz) und der Dunlop Winter Sport 4D (454 Euro/Satz), die sich in allen winterspezifischen Bereichen wacker schlugen. Nur knapp dahinter auf den Plätzen fünf bis zehn mit der GTÜ-Bewertung „empfehlenswert“ die aktuellen Winterreifen Semperit Speedgrip 2 (402 Satz/Euro), Pirelli Snowcontrol 3 (444 Euro/Satz), Hankook Winter i*cept RS (390 Euro/Satz, Vredestein Snowtrac 5 (434 Euro/Satz), Bridgestone Blizzak LM 32 (420 Euro/Satz) und Kumho I‘ZEN KW23 (350 Euro Satz).

Jetzt darf der Winter kommen. Muss aber nicht unbedingt gleich sein…

GTÜ-Winterreifentest 2014: Ergebnistabelle
Grafik: Kröner/GTÜ