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Autos können auch vernünftig sein

AdV

Nicht immer schneller, immer stärker, immer teurer: Autos für ganz normale Nutzer stehen im Fokus des Wettbewerbs „Auto der Vernunft“. Die Sieger 2015:

Opel Corsa, VW Passat und VW Golf Sportsvan sind die »Autos der Vernunft« 2015. Gewählt wurden die drei Sieger von den Leserinnen und Lesern des Verbrauchermagazins Guter Rat und der Zeitschrift Superillu in den Kategorien »Kompakt«, »Limousine« und »Kombi/Van«.

Der Jurypreis »Innovation der Vernunft ging in diesem Jahr an die Dresdner Sunfire GmbH für ein Pilotprojekt, das aus Kohlendioxid, Wasserdampf und regenerativer elektrischer Energie flüssige Kraftstoffe herstellt. Bei der Produktion von einer Tonne Sprit werden der Atmosphäre dabei über drei Tonnen CO2 entzogen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Siegerautos seien ein starkes Indiz dafür, sagte Guter Rat- und Superillu-Chefredakteur Robert Schneider, dass die Leserjury auch in Zeiten sinkender Kraftstoffpreise auf niedrigen Verbrauch achtet.

Zudem werde ein möglichst breites Angebot an Sicherheitssystemen und die einfache Einbindung eines Smartphones in das Bordsystem für Autokäufer selbst bei Kleinwagen immer wichtiger. Hier habe sich offenbar der Opel Corsa den entscheidenden Vorsprung geholt. Der klare Doppelerfolg von VW honoriere unter anderem die vielen technischen Innovationen, die der Volkswagen-Konzern in jüngster Zeit vorangetrieben und so einer breiten Käuferschicht zugänglich gemacht habe.

Tatütata: Dieser Passat fährt bald Streife

Volkswagen gibt mit der Studie als GTE ersten Ausblick auf den neuen Passat als Polizeifahrzeug

VW gibt kurz vor dem Jahreswechsel einen Ausblick auf den neuen Passat im Polizei-Outfit. Er wird ab Frühjahr 2015 seine Karriere als wohl meistverkaufter Streifenwagen Deutschlands fortführen.

Das Fahrzeug entspricht laut VW-Sprecher Enrico Beltz mit blau-silberner Lackierung und Beklebung, Blaulicht und Martinshorn und mit dem aktuellsten Digitalfunk „allen einsatztaktischen Anforderungen“.

Als Ausblick in die Zukunft  ist der Antrieb zu verstehen. Denn die Studie fährt als Passat GTE mit der neuesten Plug-In-Hybrid-Technologie vor: Ob rein elektrisch, umweltschonend und nahezu lautlos oder mit kraftvollen 218 PS, bis zu 400 Nm Drehmoment und über 1000 Kilometer Reichweite.

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Der neue Polizei-Passat. Fotos: VW

 

VW Passat – die achte Ausbaustufe

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Der neue Passat.

Er ist außen ein bisschen kleiner als Generation 7, innen dafür deutlich größer. Und er schaut ganz einfach dramatisch viel besser aus. Die Businessklasse von VW ist weiter  auf dem Weg nach oben.

Gemeint ist natürlich der Passat, dessen achte Inkarnation Mitte November in Deutschland startet. AUTOTHEMEN hat schon die ersten Fahr-Tests damit unternommen. Vorab-Fazit: Das ist ein starkes Stück Automobil.

Man muss sich die Zahlen, die VW-Vorstand Hans-Jakob Neußer bei der Präsentation nannte, mal in aller Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Insgesamt wurden bisher vom Passat weltweit gut 22 Millionen Stück gebaut und verkauft. Und im letzten Jahr von der auslaufendenden siebten Generation satte 1,1 Millionen. Das gibt rein rechnerisch alle 29 Sekunden einen neuen Passat – oder 3000 Stück pro Tag von Montag mit Sonntag.

Der Passat ist VWs wichtigtes Modell, er ist das Dienstfahrzeug für den Außendienstler schlechthin, es ist ein Umsatz-Garant für die Wolfsburger. Deswegen muss auch die achte Ausbaustufe einfach laufen. Ernsthafte Zweifel daran hat man nach dem ersten Kennenlernen nicht. Denn der Neue schaut nicht nur richtig gut und wertig aus. Er ist es zweifelsohne auch.

Die richtigen Cuts an den richtigen Stellen, ein klein wenig die Außenmaße reduziert und den Radstand kräftig gestreckt (+ 78 mm), den Innenraum zugunsten der Beinfreiheit erweitert – und schon entsteht zusammen mit den breit gezogenen Belüftungsöffnungen vorne im Armaturenbrett und der vergrößerten Kopffreiheit auch im Fond ein deutlich großzügigeres Raumgefühl.

Die Wertigkeit der Materialien passt zum neuen Premium-Touch, oder das „Active Info Display“ vor dem Fahrer für die Instrumente oder die dazwischen gespiegelten Navi-Informationen. Die Kofferraum-Volumina wuchsen bei Limousine (+ 21 l auf  586 – 1152 l) und natürlich wieder Variant genanntem Kombi(+ 47 Liter auf 650 – 1780 l). Platz gibt es also wirklich reichlich.

Was es noch gibt, ist ein Hammer-Diesel. 240 PS produziert der an einen Allradantrieb und ein DSG-Getriebe gekoppelte stärkste Serien-Zweiliter-Biturbo-TDI von VW. Er schnurrt leise, setzt bei Bedarf ansatzlos zum Spurt an und läuft 238 Sachen. Der Suchtfaktor ist groß, das phänomenale Drehmoment von 500 Nm bei 1750 bis 2500/min immer wieder abzurufen. Drum klappte es auch beim Test nicht mit dem EU-Normverbrauch von 5,4 Litern. Es wurden dann doch 7,0 Liter draus.

Außerdem im Angebot in Sachen Motoren: Noch neun weitere Direkteinspritzer als TDI und TSI mit 120 bis 280 PS. Da dürfte jeder das passende Aggregat finden. Am sparsamsten ist zum Start der Zweiliter-TDI mit 150 PS (laut Norm 4,1 l). Noch dieses Jahr werden eine 190 PS-Variante und ein 1,6 Liter-TDI mit 120 PS folgen. Die Benziner leisten 125, 150, 180, 220 und die schon erwähnten 280 PS.

Wie üblich bei VW gibt es auch beim Passat drei Ausstattungsstufen, in Sachen Asstistenzsysteme wurde natürlich kräftig aufgerüstet, als Weltneuheiten verbauen die Niedersachsen etwa den Emergency Assist (Fahrzeugstopp im Notfall), dernTrailer-Assist (lotst einen Hänger wohin er soll) und den Stau-Assistenten.

Angenehm abgestufte Lenkung, schluckfreudige Federung (Fahrwerk serienmäßig, auf Wunsch oder abhängig von der Ausstattungsstufe mit Vierlenkerhinterachse und einstellbarer Härte) – das Fahren ist eine rechte Freude. Die sich durch reichlich Extras noch steigern lässt.

Aber das muss man sich dann natürlich auch leisten können. Ab 30 250 Euro kostet die Limousine (150 PS-TDI), als Variant ist der ebenso motorisierte Passat ab 31 325 Euro zu haben. Der Außendienstler, dessen Firmenwagen-Richtlinien das hergeben, kann sich über einen wirklich attraktiven und zeitgemäßen Untersatz freuen. Text und Fotos: R. Huber