Archiv für den Monat Februar 2016

Prius VI.: Liebe oder Hass

Man mag ihn und schätzt ihn wegen seines Öko-Ansatzes. Oder man lehnt ihn radikal ab. Viel mehr Raum bietet sich bei Toyotas Hybrid-Pionier Prius nicht. Das wird in Generation vier nicht besser.


Im Gegenteil: Denn die kommt optisch noch radikaler daher als die drei auch schon gewöhnungsbedürftigen Vorgänger. Was der große Polarisierer aus Japan sonst noch kann, erfahren Sie nach einem Klick auf diesen Link. Viel Spaß!

Audi: Star-Shuttle ohne Fahrer

Im Blitzlichtgewitter der Berlinale hat Audi kräftig fürs pilotierte Fahren getrommelt. Bei der Eröffnungs-Gala der Internationalen Filmfestspiele rollte ein fahrerloser Audi A8 L W12 an den roten Teppich – an Bord war Filmstar Daniel Brühl.

Die pilotiert fahrende Luxuslimousine nahm den Schauspieler und seine Freundin Felicitas Rombold an ihrem Hotel in Berlin in Empfang und fuhr sie direkt zum Berlinale Palast. Zur Orientierung nutzte der A8-Technikträger markante Bauobjekte entlang der Fahrstrecke und glich die Informationen mit einer präzisen Landkarte ab. Diese wiederum synchronisiert der Wagen mit den Daten der Eigenbewegungsberechnung. „Der Abgleich ermöglichte es dem pilotierten VIP‑Shuttle, sich sicher zu bewegen“, heißt es bei Audi.

„Wir entwickeln und testen unsere Technologien zum pilotierten Fahren unter allen Bedingungen“, sagt Audi-Entwicklunsgvorstand Stefan Knirsch. „Dass wir auf der Rennstrecke und auf der Autobahn sicher pilotiert fahren können, haben wir schon bewiesen. Auf der Berlinale haben wir jetzt eine komplexe innerstädtische Verkehrssituation mit höchstem Komfort bewältigt.“

Das Ziel war es, die Vorfahrt an den Roten Teppich ähnlich zu gestalten, wie es ein versierter Chauffeur getan hätte – weich und sanft beim Anfahren und Bremsen oder auch beim Halten am Bordstein.

Schon seit Jahren erprobt Audi die Systeme für das pilotierte Fahren unter zunehmend anspruchsvolleren Bedingungen. Die ersten Tests fanden 2009 auf einem US-amerikanischen Salzsee statt. Ein Jahr später bezwang ein Audi TTS ohne Fahrer den Pikes Peak in den Rocky Mountains. Zum ersten Mal pilotiert auf öffentlichen Straßen fuhren Audi‑Versuchsträger 2013 in Nevada. Im selben Jahr demonstrierte die Marke das pilotierte Parken – der Fahrer stieg an der Einfahrschranke des Parkhauses aus, das Auto parkte selbsttätig ein. Mit einer Smartphone-App beorderte der Fahrer es später wieder zur Ausfahrt zurück.

Vor allem, wenn der Fahrer über- oder unterfordert ist, können die Systeme für das pilotierte Fahren laut Audi künftig einen wertvollen Sicherheitsbeitrag leisten. Die vorausschauende Technik erlaube ein noch effizienteres Fahren, reduziere Stress und erhöhe den Komfort, wenn sie die Fahraufgabe zeitweise übernehme. Zudem erlaube sie dem Fahrer, seine Zeit im Auto freier zu gestalten.

Focus RS: Verwandlungskünstler

Er kann den Krawallbruder mit viel Dynamik und das brave Alltagsauto mit Reserven. Der Ford Focus RS ist faszinierend vielseitig. Und eigentlich ein Sonderangebot!

Ford Focus RS 145
Ford Focus RS 2016 Foto: Ford

Natürlich ist Leistung nicht alles. Aber mehr Kraft hat eigentlich selten geschadet. Besonders, wenn sie wie im Falle des wilden, schnellen und ein bisschen krawalligen Ford Focus RS zum absoluten Super-Schnäppchenpreis geboten wird. Klingt jetzt vielleicht ein wenig seltsam, ist aber wirklich so. Denn wenn man einfach mal den Preis pro PS als Basis nimmt, schneidet der fünftürige Sportler phänomenal gut ab.

Ford Focus RS 060 - Kopie
Ford Focus RS 2016 Foto: Ford

Eine kleine Rechenaufgabe: Der Einstiegs-Focus mit 85 PS starkem Benziner kostet 16 450 Euro – das sind 193,52 Euro pro PS. Der neue RS mit 350 PS kostet 40 000 Euro. Das sind nach Adam Riese gerade mal 114,29 Euro pro Pferdestärke. Und einen Allradantrieb gibt es neuerdings noch obendrauf.
Ford Focus RS 036 - KopieNach dieser Rechenaufgabe nähern wir uns dem Kraftsportler in der Focus-Familie schon ein wenig entspannter. Die Designer und die Strömungstechniker haben ihm ein funktionales Kleid geschneidert, das die viele Kraft an jeder Kante und Sicke erahnen lässt. Riesiger Kühlergrill, große Luftschächte für die Bremsen vorne, hinten ein ganz speziell geformter Spoiler und ein massiver Diffusor zwischen den beiden dicken Auspuff-Endrohren: Schaut stark aus, ist aber kein Selbstzweck, heißt es bei Ford. Das alles war nötig, um dem 1,5-Tonner die nötige Luft zum Atmen und Kühlen und den nötigen Abtrieb bei hohem Tempo zu verpassen.

Im Inneren empfangen den Piloten und seine bis zu vier Mitfahrer eine Reihe sportlicher Zutaten wie Leder und Velours, dazu ein paar Zusatzinstrumente zur Kontrolle der Motor-Befindlichkeiten. Klima, Audio-Anlage, Touchscreen mit Navi und Smartphone-Koppelungsmöglichkeit – alles drin, der RS ist ein echtes Alltagsauto mit Extra-Bumms. Die fünf Türen und der anständig dimensionierte Kofferraum machen ihn auch Schwiegermutter-tauglich, allerdings sollte man sich dann am Gaspedal tunlicht ein wenig zurückhalten.

Aber lesen Sie hier die Geschichte doch an anderer Stelle fertig – nett aufbereitet von den Abendzeitung München-Kollegen. Viel Spaß!