Fiat bäckt den Freemont cross

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Der Fiat Freemont in der neuen Cross-Version. Fotos: R. Huber

Er ist so etwas wie ein heimlicher Hit: Immerhin knapp 10 000 Freemont hat Fiat in Deutschland verkauft. Jetzt kommt der Siebensitzer auch als Cross-Version an.

Der Freemont ist ein per Badge-Methode in Europa assimilierter Ami. Das ist jetzt mal ganz wertfrei gemeint, aber doch interessant für Interessenten. Er bietet ziemlich viel Platz fürs Geld, denn er ist in Deutschland schon ab 27 190 Euro zu kriegen.

Bis zu sieben Sitze hat er,  sechs davon sind umklappbar: „Den Ikea-Test besteht er immer“, sagt man bei Fiat über den Raumwagen. Bei voller Bestuhlung bleiben allerdings gerade mal 145 Liter Kofferraumvolumen, als Fünfsitzer schaut es besser aus: 540 bis 1461 Liter, das ist in etwa das, was Kompakt-Kombis zu bieten haben.

Die Cross-Version ist wie beim gerade vorgestellten Fiat Panda Cross gleichzeitig die Top-Ausstattung des Freemont: Den Einstieg markiert hier der Zweiliter-Diesel mit 140 PS und vollem Verwöhnprogramm ab 32 490 Euro. Mit Allrad geht natürlich auch, aber nur in der 170 PS-Version für 37 490 Euro, der stärkere Motor mit Frontantrieb ist ab 33 990 Euro zu haben.

Gegenüber der Normalversion wurde die Optik ein bisschen rustikaler, serienmäßig sind 19 Zoll-Alus, dazu innendrin neue Stoff-Leder-Sitzbezüge und Leder an Lenkrad und Schaltknauf.

Beim ersten Kennenlernen konnte der Cross seine US-Herkunft nicht verleugnen. Man sitzt hoch und bequem, hat alles im Blick, Platz ist reichlich da. Und die Automatik gibt den Cowboy. Anders ausgedrückt: Wer es gerne eher entspannt angehen lässt und immer viel(e) im Auto dabei hat, kann im Freemont durchaus sehr glücklich werden.

Der Komfort-Faktor ist hoch, die Bedienung eher einfach. Und eine Portion Freiheit und Abenteuer fahren auf jedem Meter mit – trotz Fiat-Logo vorne wie hinten…

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Audi A6 und S6: Bestseller verbessert

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Knackiger denn je: Der überarbeitete Audi A6, hier als Limousine mit TFSI-Motor. Fotos: R. Huber

In drei Jahren wurden gut eine halbe Million A6/S6 verkauft, so Audi-Sprecherin Silvia Saporetti. Durch eine umfassende „Produktpflege“ soll die Erfolgsstory weiter dynamisiert werden. Im November kommen die optisch in Richtung mehr Dynamik und mehr Sportlichkeit überarbeiteten Versionen von A6/A6 Avant und S6/S6 Avant zu den Händlern. Die wichtigsten Änderungen spielten sich im Verborgenen ab, so Baureihen-Spezialist Renald Lassowski. Die Neuen sind effizienter (bis zu 22 Prozent weniger Verbrauch), stärker (alle Motoren leisten mehr und erfüllen die Euro 6-Abgasnorm) und hochwertiger (was sich vor allem an den Scheinwerfern und dem Infotainment-System zeigt). Drei TFSI und fünf TDI-Aggregate hat Audi jetzt im Einsatz, sie leisten von 110 bis 245 kW und liefern 320 bis 650 Nm maximales Drehmoment. Eine feine Palette, bei der eigentlich jeder Interessent was finden Nettes dürfte. 10 neue „Ultra“-Modelle hat Audi im Einsatz, die nicht für besonders engagierte Fußball-Fans interessant sind, sondern für Sprit-Knauser. Der am wenigsten durstige Benziner, der 1.8 TFSI ultra, kommt auf einen Normverbrauch von 5,7 Liter. Der 2.0 TDI ultra mit 110 und 140 kW schlürft minimal 4,2 Liter. Der stärkere davon bekommt zunächst exklusiv besonders feine Teile implantiert: Nämlich Federn aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die gegenüber ihrem Metall-Pendant mal eben 4,6 Kilo Lebendgewicht einsparen, was sich wiederum auch positiv aufs Fahrverhalten und auf den Verbrauch auswirkt. Die Achtstufen-tiptronic ist dem 3.0 TDI clean diesel mit Biturbo-Aufladung vorbehalten. Für alle anderen Motorisierungen ist die Siebengang S tronic optional oder ab 160 kW serienmäßig zu haben.  Der neue Sechsgang-Handschalter wird im 1.8 TFSI und bei den beiden 2.0 TDIverbaut. Dazu kommen natürlich noch diverse Allrad-, pardon, quattro-Versionen, der Allroad und natürlich der S6 mit 450 PS, der es in 4,4 Sekunden auf 100 schafft. Noch ein bisschen schneller kann diese Übung der RS6 Avant mit 560 PS: 3,9 Sekunden. Die Phalanx der Sicherheits- und Komfort-Assistenten wurde geschlossen, etwa Side- und Lane-Asstist sind jetzt kombiniert und mit Nachtsicht samt Tier- und Menschenerkennung aufgemaschelt. Ein Fall für sich ist der Rechner fürs Vernetzen von Fahr-, Verkehrs- und Infodaten: Der bringt jetzt acht Milliarden Rechenschritte hin. Und zwar nicht pro Woche, sondern in der Sekunde. Rasante Sache, mit der laut Audi alle „Online-, Media-, Sprachsteuerungs-, Navigations- und Telefonfunktionen“  befeuert werden. Das Bediensystem MMI plus denkt beim Navigieren mit, lässt sich auch per Handschrift oder Sprache bedienen. Faszinierend die Darstellung von Google Earth und Google Street View beim Navigieren auf dem hochauflösenden Display und zwischen den beiden Haupt-Instrumenten direkt im Blickfeld des Fahrers. Dank des schnellen Online-Standards LTE können die Insassen per eingebautem WLAN-Hotspot mit bis zu acht mobilen Geräten surfen und mailen. Im Idealfall sollten es die Beifahrer sein. Die können sich dann auch per Online Media Streaming Millionen Musiktitel ins Auto holen. Eigentlich schade, dass man vernünftigerweise immer nur ein Lied gleichzeitig anhören sollte. Serienmäßig ist Xenon-Licht, optional gibt es LED- oder Matix-LED-Technik . Jetzt noch die Preisfrage: Der A6 kostet als Limousine  ab 38 400, als Avant ab 40 900 Euro. Fazit: Der A6 fährt sich nach der Überarbeitung cooler und angenehmer denn je. Und sein Interieur, die Materialien und die Verarbeitung setzen Maßstäbe. Selten so wohl gefühlt!

Deutschland findet das Supermodell

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Das Supermodell 2014. Alle Fotos: Delius Klasing Verlag

Nach der Suche nach dem „Supermodell 2014“ wurde jetzt der Hauptgewinner gekürt. Und das war mindestens so aufregend wie bei DSDS!

Keine langen Beine, keine blonde Mähne, keine Model-Maße: Bei dieser Wahl ging es um ganz andere Vorzüge.

Denn bei der Firma Claas in Harsewinkel wurden die Auszeichnungen zum „Modellfahrzeug des Jahres 2014″ in 22 Kategorien vergeben. Unter den insgesamt 162 Kandidaten wurde der VW T1 „Kleinschnittger“ in 1:18 von Schuco als „Supermodell des Jahres 2014“ über alle Kategorien ausgezeichnet.

Im Rahmen der Preisverleihung standen die Auto-Miniaturen im Mittelpunkt, die von den Leserinnen und Lesern des Magazins „Modell Fahrzeug“ zum „Modellfahrzeug des Jahres 2014“ gewählt worden waren.

Dass der Bus so heftig bepackt zur Siegerehrung anrückte, hat natürlich einen historisch belegten Grund: Denn Super-Bastler und Kleinstwagen-Hersteller Kleinschnittger lieferte seine F125-Minimobile mit Sechs-PS-Einzylindermotörchen auf einem T1-Kleinbus mit Rampe an.

Hier das Supermodell (oben) und alle weiteren Sieger (Bildergalerie unten).

Viel Spaß beim Durchklicken!

Audi bietet Karten-Update online

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Dank Online-Update sind die Navi-Karten immer auf dem aktuellsten Stand. Foto: Audi
Audi-Fahrer finden den Weg besser: Als erster Automobilhersteller in Europa bieten die Ingolstädter jetzt ein Online-Update für die Navigationskarte an. Und zwar ein blitzschnelles.
Als Teil des „connect“-Pakets steht der neue Service über die superschnelle LTE‑Verbindung ab sofort in den überarbeiteten Modellreihen Audi A6 und Audi A7 Sportback zur Verfügung.
Voraussetzung ist die Nutzung der MMI Navigation plus. Weiterhin können Kunden die Daten auch am Rechner über die myAudi-Plattform downloaden und via SD‑Karte in das Auto übertragen. Die dritte Möglichkeit ist die Installation beim Audi‑Händler.Wenn ein neues Kartenupdate bereit steht, erhält der Fahrer einen Hinweis über die MMI Navigation plus. Die Updates erfolgen im Abstand von sechs Monaten, die ersten fünf sind kostenfrei. Der Kunde kann dabei selbst entscheiden, ob er die komplette Europa‑Karte oder nur einzelne Regionen aktualisieren möchte. Die Navigation funktioniert während des gesamten Online-Updates ohne Einschränkung.

Der Panda Cross im ersten Schnee

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Kleiner Dreckbär im ersten Schnee: Der neue Fiat Panda Cross auf der Urschlag-Alm. Fotos: R. Huber

Selten hat ein Erstkontakt so gut gepasst: Am Laimer Urschlag überm Wolfgangsee musste der neue Fiat Panda Cross beweisen, dass er auch auf Matsch & Schnee eine gute Figur macht.

Angetreten zum allrädrigen Winterauftakt war der knapp 19 000 Euro teure Zweizylinder-Panda namens 0.9 TwinAir Turbo mit zwei Zylindern, der im Cross fünf PS mehr als üblich leistet, also 90 muntere Pferdchen. Weil auch noch der erste Gang kürzer übersetzt ist, saust der Kraftzwerg munter knurrend los und lässt sich auch locker im zweiten Gang durch enge und steile Schotter-Serpentinen treiben.

Ein Drehknopf hinterm Schalthebel lässt sich auf Automatik (Allrad nur bei Bedarf), Offroad (Dauer-Allrad mit elektronischem Sperrdifferenzial) und Hill Descent Control (Tempobegrenzer beim steilen Abwärtsfahren) einstellen. Die Bodenfreiheit wurde ein bisschen erhöht, Böschungs- und Rampenwinkel gegenüber dem normalen 4×4-Panda vergrößert.

Das Ergebnis ist, vor allem im dicken Matsch und auf dem ersten Schnee, ein ungemein lustvolles. Der kleine Flitzer lässt sich geschwind ums Eck scheuchen und verbreitet auf jedem Meter gute Laune.

Neben dem Benziner bietet Fiat dem Panda Cross auch mit 80 PS starkem Diesel an, der knapp 20 000 Euro kostet. Serienmäßig ist beim Benziner eine Sechsgang-Handschaltung, der Diesel hat nur fünf Gänge.

Die Ausstattung ist ziemlich üppig – schließlich markiert der Cross das Topmodell der Panda-Baureihe. ESP mit Sperrdifferenzial, Klimaanlage, Entertainment-System, Alu-Felgen, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel und Zentralverriegelung mit Plipp gehören zum Beispiel dazu.

Was auffällt: Klar ist der Panda Cross winzig und wirkt mit seiner Offroad-Beplankung eher putzig als ernsthaft. Aber er ist trotzdem ein vollwertiger Allradler mit einem zeitgemäßen Antrieb und erstaunlichen Fähigkeiten jenseits des trockenen Asphalts.

Und Spaß macht er als kleiner Dreckbär auch noch reichlich.

Elektrisch und mit Stern

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Mercedes B-Klasse Electric Drive. Foto: R. Huber

Die Konkurrenz macht es mit i3 oder E-Golf vor. Jetzt zieht Mercedes mit der B-Klasse Electric Drive nach. Und stellt ein überzeugendes Auto auf die Räder – so der erste Fahreindruck.

Auffallend ist, dass der Stromer so völlig normal ist. Ein paar blaue Akzente an Kühler und Außenspiegeln, die Schriftzüge auf der Seite und hinten (s. Foto-Galerie zum Durchklicken): Keinem Passanten fällt beim Vorbeifahren etwa auf – bis auf die fast völlige Lautlosigkeit.

Wenn eine E-Maschine mit 180 PS und einem ansatzlosen Drehmoment von 340 Nm auf einen Kompaktvan (Pardon: Sportstourer) losgelassen werden, tut sich was. 7,9 Sekunden vergehen beim 100er-Sprint, bei 160 wird wegen der Reichweite abgeregelt.

Überhaupt die Reichweite: 204 km standen beim Start der kurzen Testfahrt auf der Uhr, nach rund 20 km mit mittlerem Tempo und einigen Rekuperations-Phasen waren es schon 60 km weniger…

Zurückhaltung ist also oberste Tugend beim elektrischen Fahren. Dazu kann man auch noch per Knopfdruck die Höchstleistung reduzieren und mit der Einstellung Eco Plus maximal effizient dahinrollen. Und man kann mit den Schaltpaddeln am Lenkrad die Rekuperationsstufe wählen – vom fast freien Segeln bis hin zur beinahe schon Vollbremsung beim Gaswegnehmen.

Platz gibt es reichlich, nur der Fußraum im Fond ist leicht verkleinert, ansonsten ist wegen des doppelten Bodens alles geräumig wie in jeder anderen B-Klasse. Wie gesagt: Die B-Klasse ist als Electric Drive zunächst vollwertiges Automobil. Und erst dann Antriebs-Avantgarde.

Ende des Jahres soll der Stromer anrollen, heißt es bei Mercedes. Für – hoffentlich – knapp unter 40 000 Euro. Ein Haufen Geld – aber das ist jetzt nicht wirklich überraschend.

Werden Rennfahrer alle arbeitslos?

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Der Audi RS 7 piloted driving concept. Fotos: Audi

„Pilotiertes Fahren“ – das klingt irgendwie so, als säße ein Pilot hinterm Steuer. Das Gegenteil ist der Fall: Ein pilotiertes Autos kann ganz alleine fahren. Etwa über den Hockenheimring. Werden die Rennfahrer etwa überflüssig?

Wie gut pilotiertes Fahren heute schon klappen kann, hat Audi beim Saisonfinale der DTM gezeigt. Der Audi RS 7 piloted driving concept umrundete den Grand Prix Kurs in Hockenheim – im Renntempo.

Dabei war er neueste Technikträger fahrerlos am physikalischen Limit unterwegs. In knapp mehr als zwei Minuten umrundete der Wagen ganz alleine die Rennstrecke.

„Die heutige Top-Performance des Audi RS 7 piloted driving concept unterstreicht unsere Kompetenz unseres Entwicklungsteams hinsichtlich des pilotierten Fahrens“, sagt Ulrich Hackenberg, Audi-Vorstand für Technische Entwicklung, der von Kicker-Star Bastian Schweinsteiger (Foto unten) assistiert wurde. „Die Ableitungen für die Serie gerade in puncto Präzision und Performance sind für unsere weiteren Entwicklungsschritte sehr wertvoll.“

Für die Orientierung auf der Strecke nutzte der Technikträger speziell aufbereitete GPS-Daten, die per WLAN per Hochfrequenzfunk ins Auto übertragen wurden. Parallel dazu filmten 3D-Kameras im Auto den Kurs und ein Rechenprogramm glich ihre Bildinformationen mit einem an Bord des Autos hinterlegten Datensatz ab. Dadurch konnte sich der RS 7 zentimetergenau orientieren.

„Das pilotierte Fahren ist eines der wichtigsten Entwicklungsfelder bei Audi: Die ersten erfolgreichen Entwicklungen reichen bereits zehn Jahre zurück“, heißt es bei den I ngolstädtern. „Die Ergebnisse aus den Erprobungen fließen kontinuierlich in die Serienentwicklung ein.“

Aus den aktuellen Testfahrten am physikalischen Limit würden die Audi-Ingenieure beispielsweise Erkenntnisse für die Entwicklung von automatischen Ausweichfunktionen in kritischen Fahrsituationen ableiten.

Keine X-Treme beim X-Perience

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Seat Leon X-Perience. Foto: R. Huber

Ein bisschen höher, ein bisschen Offroad-Zierrat, Allradantrieb und viel Platz: Der neue Seat Leon X-Perience ist ein klassischer Untersatz fürs Freizeit-Equipment.

Beim ersten Kennenlernen des geräumigen Allrad-Softroader-Kombis bewies der X-Perience, dass 27 Millim eter mehr Bodenfreiheit auf nicht so arg gepflegten Feldwegen schon den Unterschied zwischen Durchkommen und  Hängenbleiben ausmachen können. Er kann ein bisschen mehr als man ihm eigentlich zutraut. Das ist absolut positiv gemeint.

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Seat Leon X-Perience. Foto: R. Huber

Zu haben ist er mit dem 1,6-Liter-TDI mit 110 PS, der 4,7 Liter schlucken soll und 28.750 Euro kostet.  Dazu gibt es zwei Zweiliter-TDI mit 150 PS (29.740 Euro, 4,9 Liter) und 184 PS (33.060 Euro, 4,9 Liter) und einen 1,8-Liter-TSI mit 180 PS. Der kostet mindestens 30.140 Euro und schluckt laut Norm 6,5 Liter.

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Seat Leon X-Perience. Foto: R. Huber

Das Zubehör-Programm mit allerlei Verstau- und Transporthelfern empfiehlt den schicken Soft-Kraxler dann endgültig für die Rubrik Transport-Talent.

Der neue Mondeo legt los

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Die Krise hat seinen Start um zwei Jahre verzögert. Aber angestaubt ist der neue Ford Mondeo deswegen definitiv nicht, so ein erster Fahreindruck.

Er ist richtig schick geworden, das Gesamtpaket von Kühlerhaube bis Heckklappe (gilt besonders fürs Fließheck) wirkt klar, schön konturiert, in sich stimmig. Solide und trotzdem dynamisch – dieser Eindruck drängt sich auf.

Innen gibt es reichlich Platz, ein vereinfachtes Bediensystem, bei dem viel über den Touchscreen läuft, eine verständnisvolle Sprachsteuerung („Ich habe Hunger“ wird als Suche nach einem Lokal interpretiert) und eine gute Verarbeitung. Man muss sich ein bisschen reinarbeiten in die Menüs und Untermenüs, dann klappt das schon. Und: Man kann auch einige der anfangs sehr vielen Anzeigen zwischen Drehzahlmesser und Tacho oder im Navi-Display wegschalten. Weniger kann mehr sein.

Die Motoren bieten ab nächstem Jahr die Premiere des Dreizylinders als Einstiegsaggregat, zum Start geht es mit Benzinern und Dieseln bis 203 PS, ein Biturbo-TDCi mit 210 PS folgt ebenfalls.

Die Frage der Assistenzsysteme beantwortet Ford zufriedenstellend. Stolz sind die Kölner auf die Airbags in den äußeren hinteren Gurten – sowas hat sonst nur die S-Klasse. Das Fahrwerk ist nochmal ein bisschen besser als beim Vorgänger, beim Erstkontakt wirkte die Lenkung noch einen Tick zu wenig direkt, wenn es sehr zügig um enge Kurven ging.

Die Preise hat Ford mehr oder weniger gleich gelassen. Das bedeutet: Los geht es bei 27.150 Euro, der Turnier kostet 1000 Euro mehr.

Das X wird auch schon 15

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Wie doch die Zeit vergeht: Vor eineinhalb Jahrzehnten kam das erste X-Modell von BMW auf den Markt. Und damit ging es richtig los…

Am Anfang stand das X. Als Hinweis auf den Allradantrieb fand dieser Buchstabe bereits Mitte der 1980er-Jahre erstmals Verwendung in der Modellbezeichnung eines BMW Automobils. Seine doppelte Symmetrie war das ideale Sinnbild für die Übertragung des Antriebsmoments auf alle vier Räder. Vor 15 Jahren wurde das X zum Symbol für eine völlig neue Fahrzeugkategorie. Als weltweit erstes Sports Activity Vehicle betrat der BMW X5 die Bühne, eroberte bald darauf nicht nur die Straßen, sondern auch unbefestigtes Terrain und erschloss zusätzliche Zielgruppen für die Marke BMW.  Der X5 war der Grundstein für die echte Erfolgsgeschichte der BMW X-Modelle.

15 Jahre später ist aus dem Pionier einer neuen Fahrzeuggattung eine komplette BMW X Familie geworden. Das Angebot der Marke umfasst inzwischen fünf BMW X Modelle. Hinzu kommen die beiden allradgetriebenen Hochleistungssportwagen der BMW M GmbH, der BMW X5 M und der BMW X6 M.

Audi ruft die Design-Revolution aus

Das Audi-Showcar fuer Los Angeles ? Aufbruch in eine neue Design-Aera
Die Audi-Designstudie für Los Angeles. Foto: Hersteller

In Los Angeles auf der Autoshow soll es passieren. Audi ruft offen zur Revolution auf. Zu einer in Sachen Design. Die Ingolstädter wollen endlich in neuem Lichte erscheinen.

Audi präsentiert nämlich auf der Los Angeles Auto Show, die am 19. November beginnt, das erste Showcar, das die Handschrift des neuen Designchefs Marc Lichte trägt.

Der 45‑jährigen Lichte will „mit einer hochemotionalen, neuen Formensprache die technische Kompetenz und kompromisslose Produktqualität von Audi vermitteln“ und das Design „noch stärker zum Ausdruck progressiver Technik machen“.

Die Konzeptstudie auf der Los Angeles Auto Show markiert also einen Neubeginn im Audi‑Design – im Exterieur sowie im Interieur. Das erste noch gut getarnte Foto zeigt schon mal, wo die Reise hingehen soll.

Lichtes arbeitete bisher bei Konzernmutter VW, etwa an den Serienmodellen Golf 5, 6 und 7, Passat 6, 7 und 8, Touareg und Phaeton.

Seat Leon X-Perience – der sanfte Kraxler

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„Die Leon-Familie ist fast komplett“, sagt Seat-Kommunikator Dominik Hoberg. Jüngster Zugang beim 2012 gestarteten schönen Spanier mit deutschen Technik-Wurzeln ist der X-Perience.

Der ist einfach ein bisschen höher (27 Millimeter mehr Bodenfreiheit als der „normale“ ST), hat ein paar optische Modifikationen an den Stoßfängern und kommt zunächst grundsätzlich mit Allradantrieb nach Deutschland.

Starttermin: 18. Oktober. Startpreis, so der neue Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Bauer: 28.750 Euro, dafür gibt es den 1.6-Liter-TDI mit 110 PS.

Ansonsten im Angebot: Ein 1.8-TSI mit 180 PS (30.140 €) und zwei Zweiliter-TDI mit 150 (29.740 €) und 184 PS (33.060 €). Eine Version mit Frontantrieb wird nachgereicht.

Der Leon X-Perience ist ein schickes Allzweck-Auto, das dank der Haldex-Kupplung auch für den gemäßigten Schotter- und Offroad-Einsatz taugt. Und es ist ein weiteres Mosaiksteinchen beim Aufbau einer treuen Leon-Klientel, die den Wagen in allen Varianten zum „zweiten starken Standbein“ Seats neben dem Ibiza gemacht hat. Der X-Perience steht, so Dominik Hoberg bei der Präsentation in Sitges bei Barcelona, „für einen herausfordernden jugendlichen Abenteuergeist“.

Wenn das so ist, muss er eigentlich ein Erfolg werden.
Text: R. Huber, Fotos: Seat

Dieser G bringt es auf den Punkt

Gunther Holtorf und „Otto“. Fotos: Holtdorf/Mercedes/ho
Gunther Holtorf und „Otto“. Fotos: Holtdorf/Mercedes/ho

Eine beeindruckende Leistung von Mann und Maschine: Gunther Holtdorf hat mit einem Mercedes G-Modell 26 Jahre lang die Welt bereist und 215 Länder besucht. Der Pfadfinder mit Stern hat jetzt knapp 900.000 Kilometer auf dem Tacho – und ist fit wie ein Turnschuh.

Am vergangenen Samstag pilotierte Gunther Holtorf seinen liebevoll „Otto“ getauften G zurück in die schwäbische Heimat. Das Marathonmobil erhält einen Platz im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim, wo es sich ab 21. Oktober im Bereich der Klassiker den Besuchern präsentiert.

Als Weltrekordler wird „Otto“ auch bei Guinness World Records verewigt. Da der Zieleinlauf der einmaligen Weltreise just zum 35. Geburtstag der G-Klasse erfolgt, erscheinen zeitgleich die besonders exklusiven Sondermodelle G 350 BlueTEC Edition 35 und G 500 Edition 35.

Bevor „Otto“ seinen endgültigen Platz im Mercedes-Benz Museum erhält, wird er ab Ende Februar 2015 noch einmal für zwei Jahre auf Reisen geschickt – durch die Mercedes-Benz Center und Niederlassungen in Deutschland und Europa.

Eine speziell für das Fahrzeug entwickelte Wanderausstellung begleitet „Otto“ und erzählt von seinen interessantesten Stationen und eindrucksvollsten Erlebnissen. Start der Tournee ist voraussichtlich in München im Februar 2015 – weitere Termine unter http://www.mercedes-benz.com.

Ausführliche Informationen zur „ROUND-THE-WORLD-RECORD-TOUR 1989 – 2014“ sind außerdem zu finden unter www.ottosreise.de

 

Der verdoppelte Bremsweg

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Wer mit Sommerreifen bremst, verliert – vielleicht sogar sein Leben. Grafik: Continental

In absehbarer Zeit wird es wieder rutschig auf unseren Straßen. Continental hat eine interessante Info-Grafik für alle gebaut, die immer noch glauben, ohne Winterreifen durch Eis und Schnee zu kommen.

Viele Worte muss man darüber ja gar nicht verlieren. Einfach anschauen, einfach kurz nachdenken  – und es ist klar, was auf die Felgen muss.

autothemen.com wünscht einen unfallfreien Winter!

Der Mazda2 wird richtig erwachsen

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Der neue Mazda2. Fotos: Hersteller

Eigentlich war er schon für den Autosalon in Paris erwartet worden. Aber Mazda hat noch ein wenig gezögert – und hat jetzt erst erste Fotos und Daten zum neuen Mazda2 bekanntgegeben.

Optisch orientiert sich das jüngste Familienmitglied am Konzeptfahrzeug Mazda Hazumi, das auf dem Genfer Salon im Frühjahr gezeigt wurde. Der nur als Fünftürer lieferbare neue Mazda2 wächst mit einer Länge von 4,06 m gegenüber seinem Vorgänger um 14 cm bei unveränderter Breite und einer um zwei Zentimeter auf 1,49 m gewachsenen Höhe. Der Radstand beträgt jetzt 2,57 m. Das Leergewicht bleibt unverändert bei 970 kg, einem der niedrigsten Werte im B-Segment.

Das auf den Fahrer zugeschnittene Interieur-Konzept  kommt bereits im Mazda3 zum Einsatz. Erstmals in dieser Klasse ist ein Head-up Display an Bord, das die wichtigsten Informationen wie die aktuelle Geschwindigkeit und Sicherheitswarnhinweise ins Blickfeld des Fahrers projiziert. Das Konnektivitätssystem MZD Connect bindet das Smartphone ins Fahrzeug ein, sodass Insassen während der Fahrt verschiedene Funktionen nutzen und auchonline gehen können. Der Innenraum überzeugt laut Mazda nicht nur vorne mit viel Platz, sondern bietet auch im Fond einen Bestwert bei der Beinfreiheit.

Für den Antrieb ist erstmals der vollständig neue und besonders saubere 1.5 l-Dieselmotor zu haben: Der Vierzylinderleistet 77 kW/105 PS und liefert zwischen 1.400 und 3.200 U/min ein maximales Drehmoment von 220 Nm. Laut Norm begnügt er sich mit einem Kraftstoffverbrauch von 3,4 Litern auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 89 Gramm pro Kilometer entspricht. Das Triebwerk erfüllt auch ohne spezielle Stickoxid-Abgasnachbehandlung die Euro 6 Abgasnorm.
Außerdem wird der 1.5 l SKYACTIV-G Vierzylinder-Benziner angeboten, der in drei Stufen ein Spektrum von 55 kW/75 PS bis 85 kW/115 PS abdeckt. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch liegt je nach Leistung und Getriebe zwischen 4,5 und 4,9 Liter je 100 Kilometer (CO2: 105 bis 115 g/km).

Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig ein Fünf- oder Sechsgang-Schaltgetriebe, optional ist eine Sechsstufen-Automatik verfügbar. Der SKYACTIV-G 115 wird serienmäßig mit dem Kondensator-basierten Bremsenergie-Rückgewinnungssystem i-ELOOP ausgeliefert, das „den Kraftstoffverbrauch insbesondere unter realen Bedingungen senkt“, wie Mazda betont. Alle Benziner erfüllen ebenfalls die Euro 6 Abgasnorm.

Der neue Mazda2 übernimmt das SKYACTIV Fahrwerk seiner größeren Brüder. Die Japaner: „Das Ergebnis ist eine für dieses Segment ungewöhnliche Stabilität und bemerkenswerter Komfort.“

Neu sind neben den optionalen Voll-LED-Scheinwerfern zahlreiche Technologien wie die i-ACTIVSENSE Assistenzsysteme bei. Erstmals in einem Mazda Modell in Europa wird beispielsweise eine Ausparkhilfe angeboten, die die nicht einsehbaren Bereiche hinter und neben dem Fahrzeug in einem breiteren Umfeld mittels der Radarsensoren des Spurwechselassistenten überwacht. Ergänzend sind ein City-Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent sowie ein Fernlichtassistent lieferbar.