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Der neue Mercedes Vito greift den VW Bulli an

Mercedes Vito

„Nichts ist scheisser als Platz 2“ – ein cooler Spruch, der auch in der Autoindustrie seine Berechtigung hat. Beispiel Mercedes: Da machen und machen die Schwaben wie narrisch – und am Schluss ist immer der Niedersachse vorn. Gemeint ist in diesem Fall natürlich das alte Duell VW Bus T5 gegen Mercedes Vito/Viano/V-Klasse. Aber jetzt wollen es die Stuttgarter wissen.

Die Aussichten für den Vito, der ab sofort bestellt werden kann und ab Herbst ausgeliefert wird, stehen im ewigen Duell nicht schlecht. Denn Mercedes hat die ganze Trickkiste durchwühlt, um dem Rivalen Paroli bieten zu können. Etwa mit den drei Antriebsarten: Erstmals ist der Transporter und Kastenwagen Vito auch mit Frontantrieb zu haben, quasi als leichte Einstiegsvariante gekoppelt an einen 1.6-Liter-Diesel mit 88 oder 114 PS. Der Wegfall der Kardanwelle spart satte 120 Kilo, was sich deutlich im Verbrauch und bei der Zuladung bemerkbar machen soll.

Dazu gibt es noch den gewohnten Heck- und Allradantrieb, wiederum gekoppelt an einen 2.1-Liter-CDI mit 136, 163 und 190 PS, die teils optional, teils serienmäßig statt des Sechsgang-Handschalters mit einer komfortablen Siebengang-Automatik anrollen.

Drei Längen, zwei Radstände, drei unterschiedliche Ausstattungslinien der Tourer genannten, bestuhlten Vito-Versionen – die Auswahl für Handwerker, Kurier- oder Taxifahrer (und für junge Großfamilien) ist groß. Mercedes-Boss Dieter Zetsche und sein Nutzfahrzeuge-Vorstandskollege Volker Mornhinweg betonten zwar immer wieder, wie solide und Pkw-mäßig der neue Vito doch sei. Aber technisch gibt es trotz diverser serienmäßiger und optionaler Assistenzsysteme doch erhebliche Unterschiede zur V-Klasse: Der Vito ist lauter, weil weniger Dämmmaterial verwendet wurde, die Materialien innen sind einfacher gehalten und auch beim Fahrwerk sollen Unterschiede zu bemerken sein.

Muss ja auch, denn durch den Trick mit dem Frontantrieb, der nicht nur Kilos, sondern auch Euros spart, kann Mercedes den Einstiegspreis beim Vito deutlich runtersetzen.

17.990 Euro nett (ohne MwSt.) sind ein Wort.

Text/Fotos: Rudolf Huber

 

Ein Earbook mit Mercedes-Oldtimern

„Mercedes-Benz Classic Life #1“ heißt eine Neuerscheinung, die in der „Earbook“-Abteilung des Edel-Verlangs in Kooperation mit Mercedes-Benz Classic entstanden ist. Das aufwendig gestaltete Buch kostet 49,90 Euro.
„Klassische Automobile von Mercedes-Benz strahlen eine Faszination aus, die direkt ins Herz geht“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Diese Faszination gibt es jetzt in Buchform. Die Autoren bringen ausgewählte Classic-Ereignisse des Jahres 2013 lebendig aufs Papier: mit unterhaltsamen Geschichten und spektakulären Fotos.“
Dem Leser begegnen auf 216 Seiten Reportagen von Rennen und Rekordfahrten, Gespräche mit Visionären und Porträts wegweisender Innovationen. Die Themen verknüpfen Tradition und Gegenwart.
Der Spannungsbogen reicht von Bertha Benz’ erster Automobil-Fernfahrt mit dem Benz Patent-Motorwagen im August 1888 bis zur ersten autonomen Fahrt 125 Jahre danach: mit der neuen Mercedes-Benz S-Klasse (Baureihe 222) von Pforzheim nach Mannheim.
Das Buch im Format 28 mal 28 Zentimeter (ISBN:978-3-943573-10-7) enthält eine Vinyl-Schallplatte mit acht speziell ausgewählten Jazz-Titeln.

Die heißen Renner vom Eifel Rallye Festival 2014

Knapp 200 Oldies aus der Rallye-Szene der 60er, 70er und 80er Jahre kamen Ende Juli nach Daun in die Eifel, um es mal wieder so richtig krachen zu lassen. Ich habe mir das Spektakel angeschaut – und gestaunt, wie fit Fahrer und Gerät noch sind.

Hier eine kleine Auswahl der Racer vom Eifel Rallye Festival 2014.  Fotos: Rudolf Huber

 

Abheben im Skoda Rallye-Oldie

SKO_0433Foto: Skoda

Erst vor Kurzem hatten wir es hier von Erlebnissen, die man im Leben zum ersten Mal macht. Nach dem Schifferlfahren am Starnberger See hier die ganz neue Erfahrung als Aushilfs-Copilot auf einer Oldie-Rallye.

Der siebenfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle sitzt am Steuer des 1976er Skoda 130 RS, ich sitze daneben – eingehüllt in feuerfeste Unterwäsche inklusive Kopfhaube und feuerfesten Socken, drüber habe ich einen Rennoverall, auf dem Kopf einen Helm mit Gegensprechanlage.

Wir stehen am Start zu einer Schotter-Sonderprüfung beim Eifel Rallye Festival in Daun. Hier sind knapp 200 Rallye-Oldies samt ihrer wagemutigen Reiter versammelt. 3, 2, 1, – und los. Matthias Kahle gibt dem 136 PS starken Skoda die Sporen, dass mit Hören und Sehen vergeht. Mit Vollgas rast er durch enge Kurven im Wald, schlägt Haken. Wir kommen aufs freie Feld, jetzt geht es erst richtig los. Eingeschnürt vom Sechspunkt-Gurt schaue ich kurz auf die Instrumente. Knapp 8000 Touren, 160 Sachen – auf dem Feldweg! Aber angeblich geht ja der Tacho etwas vor.

Wasserdurchfahrt, es spritzt wie verrückt, Sprung-Schikane – und der Skoda hebt ab, landet krachend wieder auf den Rädern. Matthias Kahle stellt die tschechische Heckschleuder erst rechts, dann links an – und saust am nächsten Waldstück mit Karacho in eine Lücke, die ich dort gar nicht gesehen hatte.  Unglaublich, was so ein Gerät drauf hat, wenn denn der richtige Mann am Steuer sitzt.

Nach der Sonderprüfung beruhigt sich der Puls langsam wieder, uns ist verdammt heiß in unserer Renn-Kluft. Bei mir ist eher die Aufregung schuld dran. Matthias Kahle schwitzt wegen seiner Schwerstarbeit am Steuer und an den Pedalen. Full Speed hatte er drauf, verrät er mir hinterher grinsend. „Bloß an manchen Ecken nicht das volle Risiko.“

Ich strecke den Daumen hoch – und bedanke mich herzlich für diese Erfahrung im und jenseits des Grenzbereichs.

Text: Rudolf Huber

Die Schaltzentrale im Skoda 130 RSFoto HuberBlick in den Motorraum des Skoda 130 RS Foto HuberSkoda 130 RS Foto: Huber

Fotos (3): Rudolf Huber

Regenritt im Porsche 918 Spyder

Man kann nicht immer doppelt Glück haben im  Leben. Im Porsche 918 Spyder mitfahren dürfen und dann auch noch eine trockene Fahrbahn auf dem Aldenhoven Test Center bei Jülich – das wäre ja fast schon zuviel des Guten.

Es schüttete also nach Kräften. Und trotzdem war die Mitfahrt im Hybrid-Supersportler mit 887 PS (0 bis 100 mit Weissach-Paket in 2,6, 0 bis 200 in 6,7 Sekunden, Vmax 345 km/h) ein phänomenales Erlebnis. Als wenn einem ein Pferd in den Rücken tritt – so erlebt der Copilot auch auf nassem Untergrund den Start im Race-Modus. Das Ding geht ab, als hätte der Fahrer einen wirklich lebenswichtigen Termin.

918 Stück des Ausnahme-Geräts werden insgesamt gebaut, weit mehr als die Hälfte sind schon verkauft. Ein echter Hammer angesichts des Basispreises von 768.026 Euro (mit gewichtssparendem Weissach-Paket ab 839.426 Euro). Das passgenaue Taschen-Set für den Mini-Kofferraum kostet übrigens 17.731 Euro. Dafür kaufen sich Normalos schon einen sehr netten Gebrauchten.

Aber normal ist der 918 Spyder ja auch wirklich nicht. Sondern einsame Spitze.

Text und Foto: Rudolf Huber

 

Zwei Weltpremieren im neuen Volvo XC90


Der neue Volvo XC90, der im August enthüllt wird, fährt mit der umfassendsten und modernsten serienmäßigen Sicherheitsausstattung der gesamten Automobilbranche vor. Zwei Weltneuheiten auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik sind für den siebensitzigen Premium-SUV verfügbar: ein System, das die Insassen vor Verletzungen schützt, falls das Fahrzeug von der Straße abkommt, sowie ein Kreuzungsassistent.

Die Weltneuheit Run off Road Protection mit Safe Positioning ist ein aktives und passives Sicherheitssystem. Der neue Volvo XC90 erkennt, wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt, und strafft automatisch die vorderen Sicherheitsgurte, um die Insassen sicher auf den Sitzen zu halten. Die Gurte bleiben solange fest angezogen, wie das Fahrzeug sich bewegt. Ein energieabsorbierender Bereich zwischen Sitz und Sitzrahmen beugt zudem Wirbelsäulenverletzungen vor. Dieser reduziert die vertikalen Kräfte, die bei einem harten Aufprall des Fahrzeugs abseits der Fahrbahn entstehen und auf die Passagiere einwirken können, um bis zu ein Drittel.

Der Volvo XC90 ist das weltweit erste Fahrzeug, das mit einem automatischen Notbremssystem für Kreuzungsbereiche (Foto) ausgerüstet ist. Das System bremst den Volvo XC90 automatisch ab, wenn der Fahrer beim Abbiegen in den Gegenverkehr zu steuern droht. Dies ist sowohl im belebten Stadtverkehr als auch auf Landstraßen ein typisches Unfallszenario. Der neue Volvo XC90 erkennt die potenzielle Unfallgefahr und bremst selbstständig, um einen Zusammenstoß zu vermeiden oder die Folgen eines Unfalls abzumildern.

Rückwärts gerichtete Radarsensoren erkennen einen bevorstehenden Heckaufprall und veranlassen ein Straffen der Sicherheitsgurte, um eine optimale Sitzposition der Passagiere zu gewährleisten. Zusätzlich wird der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs durch das schnelle Aufleuchten des Warnblinklichts gewarnt. Die Bremsen werden aktiviert, um die Auswirkungen des Aufpralls auf die Insassen zu verringern. In Verbindung mit den neuen Sitzen, die über die nächste Generation des Schleudertrauma-Schutzsystems (WHIPS) verfügen, trägt diese ganzheitliche präventive Schutzfunktion dazu bei, das Risiko von Halswirbelverletzungen zu verringern.

Der neue Volvo XC90 ist serienmäßig mit der jüngsten Generation des Überschlag-Schutzsystems Roll Stability Control (RSC) ausgestattet. Die Sensoren des Systems können Fahrsituationen erkennen, die das Risiko eines Überschlags in sich bergen. Sobald die ermittelten Werte auf die unmittelbare Gefahr eines Überschlags hindeuten, werden eines oder mehrere Räder kontrolliert abgebremst und die Motorleistung gedrosselt, um die Stabilität des Fahrzeugs wiederherzustellen. Ist ein Überschlag nicht mehr zu verhindern, werden die Vorhang-Airbags ausgelöst. Sie decken den seitlichen Bereich aller drei Sitzreihen ab und verhindern Kopfverletzungen der Passagiere. Alle sieben Sitze verfügen zudem über pyrotechnische Gurtstraffer, die ebenfalls bei einem Überschlag aktiviert werden.

„City Safety“ steht künftig für alle automatischen Notbremssysteme von Volvo – die alle auch zur Serienausstattung des Volvo XC90 zählen. City Safety erfasst Fahrzeuge sowie Fahrradfahrer und Fußgänger, die sich vor dem Fahrzeug befinden – bei Tag und erstmals auch bei Nacht. Das System warnt den Fahrer vor einem möglichen Zusammenstoß. Bleibt eine Reaktion des Fahrers aus, bremst das System das Fahrzeug selbstständig ab, um eine Kollision zu verhindern.

 Der Volvo XC90 ist das erste Fahrzeug mit serienmäßiger Verkehrszeichen-Erkennung. Das System wurde weiter verbessert und erfasst nun eine noch größere Anzahl verschiedener Verkehrszeichen, die auf der digitalen Instrumentenanzeige dargestellt werden.  Der Stau-Assistent erlaubt ein sicheres und komfortables Fahren bei zähfließendem Verkehr. Gaspedal, Bremsen und Lenkung werden automatisch gesteuert.  Das Blind Spot Information System (BLIS) warnt den Fahrer vor Fahrzeugen im toten Winkel und macht ihn darüber hinaus auf Fahrzeuge aufmerksam, die sich schnell von hinten nähern.

SsangYong setzt auf Crystal Plus

SsangYong erweitert seine Modellpalette – und präsentiert das Sondermodell Korando Crystal Plus. Der kompakte SUV basiert auf dem Korando Crystal und ist mit dem bewährten 110kW (149PS) starken 2,0-Liter Eco-Dieselmotor und manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet.
Wahlweise ist der Crystal Plus mit Zwei- oder Vierradantrieb erhältlich. Die frontangetriebene Version (2WD) liegt bei 19.990 Euro und ist damit preisgleich mit dem Korando Crystal Eco Diesel. Der Preis der Allradversion (4WD) beträgt 21.990 Euro und ist damit eines der mit Abstand günstigsten Angebote unter den Kompakt-SUVs seiner Klasse.
Wie alle Korando-Modelle ist auch der Crystal Plus in den bekannten sieben Außenfarben erhältlich. Im Vergleich zum Korando Crystal verfügt das Sondermodell zusätzlich über ein Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, eine Einparkhilfe hinten sowie Privacy-Verglasung mit abgedunkelten hinteren Seitenscheiben und getönter Heckscheibe. Der Korando Crystal Plus kann ab sofort bei allen SsangYong Händlern bestellt werden.

Rennen und Rekorde auf Schloss Dyck

Die Classic Days Schloss Dyck erleben vom 1. bis 3. August 2014 ihre neunte Auflage. Mercedes-Benz Classic bringt in diesem Jahr fünf originale Fahrzeuge aus 120 Jahren Motorsportgeschichte mit ins Rheinland: Rund um das Wasserschloss lässt die Marke unter dem Motto „Rennen und Rekorde“ das Forschungsfahrzeug C 111 in einer einzigartigen Variante mit V8-Motor (Foto), einen Mercedes-Benz 300 SLS (W 198) und einen Nardò-Rekordwagen Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 (Baureihe 201) fahren. Gelenkt werden die faszinierenden Boliden von prominenten ehemaligen Rennfahrerinnen und Rennfahrern. Ausgestellt werden die Wagen im Fahrerlager zusammen mit den Silberpfeilen Mercedes-Benz 750-kg-Rennwagen W 25 aus dem Jahr 1934 und Mercedes-Benz 2,5-Liter-Rennwagen W 196 R aus dem Jahr 1955.

Opel Adam flotter und sparsamer

Opel gibt Gas: Zwischen 2014 und 2018 kommen 17 neue Motoren zum Einsatz. Ein absolutes Highlight ist dabei der moderne Dreizylinder-Benziner mit nur einem Liter Hubraum aber wirkungsvoller Turboaufladung und feinsten Manieren: sauber, kultiviert und leise. Der Direkteinspritzer, der mit einem ebenfalls komplett neu entwickelten Sechsgang-Schaltgetriebe im Opel Adam und im Adam Rocks sein Debüt gibt, setzt neue Maßstäbe bei den Dreizylinder-Motoren. „Er ist nicht nur wirtschaftlich und überaus umweltfreundlich, er zeichnet sich auch durch einen außerordentlichen Antriebskomfort aus“, heißt es bei Opel. Geräusch- und Vibrationsverhalten sowie Laufkultur seien spürbar besser als bei vielen Vierzylindern.

Mit seinen kompakten Abmessungen entwickelt dieses Kraftpaket eine Leistung von 66 kW/90 PS oder alternativ 85 kW/115 PS und liefert in beiden Versionen 170 Newtonmeter Drehmoment über ein breites Drehzahlband bereits ab 1.800 min-1. Damit generiert der 1,0-Liter-Turbo mehr Durchzugskraft im niedrigen Drehzahlbereich als größere Triebwerke der gleichen Leistungsklasse. Gleichzeitig ist der neue Motor wesentlich sparsamer im Kraftstoffverbrauch und emittiert weniger CO2.

Smart Fortwo und Forfour – die neue Größe

Er ist nicht gewachsen, nicht um einen Millimeter, so Smart-Chefin Annette Winkler. Und trotzdem steht der neue Stadtflitzer völlig anders auf seinen Räder: Ein bisschen smarter, netter. Und viel breiter: Zehn Zentimeter mehr reduzieren zwar den Kuschelfaktor für die zwei Passagiere, schaffen aber ein ganz anderes Raumgefühl. Außerdem bekommt der Smart wieder eine Bruder: Den Forfour mit fünf Türen und einem pfiffigen Raumkonzept.

2,69 Zentimeter misst der kleine Smart, der Große kommt auf ebenfalls noch sehr stadttaugliche 3,49 Meter. Was die zwei Autos mit Heckmotor noch zusätzlich für den Einsatz in der Großstadt prädestiniert, ist ihr Wendekreis. 6,95 Meter sind es beim Fortwo, 8,65 beim Forfour. Das macht den Kleinen so schnell keiner nach.

Ebenfalls gewonnen hat das Innenraum-Design, die Smarts kommen flott und ein bisschen edel daher. Ganz neu ist ein wichtiges technisches Detail: die Getriebe. Statt der gewohnten Halbautomatik mit eingebautem Nickvorgang beim Schalten setzt Smart jetzt auf einen Fünfgang-Handschalter oder ein Doppelkupplungsgetriebe namens twinamic – das sollte für deutlich mehr Fahrkomfort sorgen.

Für den Antrieb sorgen Dreizylinder-Motoren mit 60, 71 PS und 90 PS. In Europa kommt die neue Smart-Generation im November auf den Markt. Der Preis für den smart fortwo mit Einstiegs-Motorisierung wird laut eines Firmensprechers „bei unter 11 000 Euro“ liegen, der Forfour kostet bei gleicher Motorisierung rund 600 Euro mehr. ber

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht VW-Werk in Chengdu

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Volkswagen Werk in Chengdu, im Südwesten Chinas, besucht. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, und Jochem Heizmann, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group China, begrüßten die deutsche Regierungschefin zusammen mit Xu Jianyi, dem Vorsitzenden FAW und Zhang Pijie, dem Präsidenten von FAW-Volkswagen.

„Unser Ziel ist es, überall auf der Welt langfristig und nachhaltig zu wirtschaften. So setzen wir auch an unseren 17 chinesischen Standorten hohe Umweltstandards und investieren in China mehr Geld denn je in die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien und Produkte. Volkswagen baut voll auf die Innovationskraft Chinas, denn dieser Markt setzt mit zukunftsweisenden Trends wichtige Impulse für unsere Industrie“, sagte Winterkorn.

Im Rahmen ihres Besuches besichtigte Merkel unter anderem den Fertigungsbereich des Werkes in Chengdu. Hier beginnt Nachhaltigkeit schon im Kleinen: Rund 90 Prozent der Materialien, die für die Produktion der Fahrzeuge benötigt werden, generiert das Werk von lokalen Zulieferern. Außerdem ist die Lackiererei in Chengdu die erste Anlage Asiens, die mit der umweltfreundlichen Technologie „EcoDry Scrubbers“ ausgestattet ist. Damit können bis zu 90 Prozent des Wasserverbrauches in der Bandlackieranlage gespart werden.

Erfrischende Premiere auf dem Wasser

Auch für altgediente Motor-Jounalisten gibt es noch Neuland zu erforschen – auch wenn das auf dem Wasser liegt. Etwa mit einem Suzuki-Außenborder.

Schon in der Theorie geht es sehr ungewohnt los. Suzuki DF15A, Lean Burn? Nie gehört. Was ein Jammer war, wie sich kurz darauf herausstellen sollte. Denn die etwas arg dröge klingende Bezeichnung steht für ein Motörchen, das erheblich Spaß machen kann. Aber davon später mehr.
Also: DF15A ist ein völlig neuer Außenborder von Suzuki Marine, der tragbar, leicht (44 Kilo) und sehr effizient ist. Er ist zusammen mit seinem größeren Bruder DF20A der erste Vertreter seiner Zunft, der mit einem Kraftstoff-Einspritzsystem ohne zusätzliche Batterie daherkommt. Was bei einem tragbaren und auch für Schlauchboote einsetzbaren Außenborder natürlich ein echter Vorteil ist.
DF15A bedeutet auch: Für das Ding braucht man keinen Führerschein. Einfach ans Schlauch- oder GFK-Boot geflanscht, Starterleine ziehen (das schaffen auch Frauen ohne trainierte Muckis) und flüsterleise schnurrt der Zweizylinder mit 327 Kubik los.
Vorwärtsgang rein, den Gasgriff gedreht (komisches Gefühl, so mit der linken Hand) – und ab geht’s auf dem Starnberger See. Aber wie. Das Bug des Schlauchboots hebt sich aus dem Wasser, das Motörchen schiebt und schiebt. Ungeahnt schnell schießt das Gerät übers Wasser. Überraschend: Schon winzige Bewegungen mit dem Handgelenk werden in deutliche Richtungswechsel umgesetzt.
Mann, macht das Spaß. Und das ohne Ampeln, Stop and Go und sonstige nervige Straßenzustände.
Und noch nicht mal so arg teuer ist das Ding: 3250 Euro sind dafür fällig, fürs Schlauchboot nochmal 1800 Euro. Dafür gibt es dann wirklich reichlich Wasserspaß.
Rudolf Huber

Ist der edel, Mann: Der neue VW Passat

Große Premierenparty in Berlin-Potsdam, VW-Chef Martin Winterkorn hat stolz die achte Generation des Bestsellers Passat gezeigt. Das Auto ist ab Herbst als Limousine und als Variant geringfügig kleiner, aber innen größer als der Vorgänger.
Und es sieht so richtig gut aus. Business Class ist der Anspruch bei VW, und das ohne Premium-Zuschlag. Die Wolfsburger haben ganz klar Mercedes und BMW im Visier, rücken aber auch dem Audi A4 ziemlich dicht auf den Pelz. Neben diversen Assistenzsystemen (darunter einem Hänger-Rangierer!!!) und einem optionalen, riesigen Bildschirm mit virtuellen Instrumenten gibt es auch einen Motor-Hammer: Den 240 PS starken Zweiliter-TDI, der an Allradantrieb und Siebengang-DSG gekoppelt ist. Die Preise steigen gegenüber dem Vorgänger leicht, die Limousine startet knapp unter 25.000 Euro. R. Huber

Neuer Renault Twingo günstiger als Vorgänger

Der komplett neu entwickelte Renault Twingo mit Heckantrieb und fünf Türen ist 400 Euro günstiger als der zweitürige Vorgänger. Als Motorisierung verfügt die Basisausführung Twingo Expression zum Preis von 9.590 Euro über den wirtschaftlichen Dreizylinder-Benziner SCe 70 eco2, der kombiniert nur 4,5 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer benötigt. Die Auslieferung des neuen Stadtwagens beginnt im September, bestellt werden kann ab sofort.

Zu den weiteren Vorzügen des neuen Twingo gehören außerordentliche Wendigkeit und höchste Variabilität: Der Wendekreis beträgt lediglich 8,6 Meter. Trotz der geringeren Außenlänge als beim Vorgänger bietet er zudem deutlich mehr Platz im Innenraum und bis zu 2,20 Meter Laderaumlänge. Möglich wird dies durch die weit außen in die Fahrzeugecken gerückten Räder und die kompakte Antriebs­einheit.

Bereits die Einstiegsversion Renault Twingo Expression bietet ESP, vier Airbags, Reifendruckkontrolle, LED-Tagfahrlicht, Berganfahrhilfe, Geschwindigkeitsbegrenzer und die umklappbare Beifahrersitzlehne.

Ab dem Ausstattungsniveau Dynamique ist der neue Twingo alternativ mit dem noch sparsameren ENERGY SCe 70 eco2 erhältlich, der dank serienmäßiger Start & Stop Automatik lediglich 4,2 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer benötigt (95 g/km CO2).

Zero Emission bei der Silvretta Rallye 2014

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Am 3. Juli startet die Silvretta Rallye mit einem Jubiläum: Bereits zum fünften Mal surren auf den Straßen des österreichischen Montafongebirges Fahrzeuge mit lokal emissionsfreiem Antrieben. Die Silvretta E-Auto Rallye wird damit fast schon zum Klassiker. Ebenfalls zum fünften Mal mit dabei sind Mercedes-Benz und smart – und stellen mit sechs Elektrofahrzeugen erneut die größte Flotte der E-Rallye. Während dabei die neue B-Klasse Electric Drive ihre Premiere am Berg feiert, gibt es bei der Silvretta Classic Rallye ein Revival: Mercedes-Benz bringt den legendären C 111 zur Silvretta Classic Rallye zurück auf die Straße.
Die Silvretta Hochalpenstraße im österreichischen Montafon gilt als eine der schönsten Panoramastrecken der Alpen. Vom 3. – 5. Juli 2014 wird sie zum Schauplatz der legendären Silvretta Rallye mit rund 150 Oldtimern und 30 lokal emissionsfreien Elektroautos.
Erstmals dabei ist das neuste Mitglied der Elektroautofamilie von Mercedes-Benz: die B-Klasse Electric Drive. „Dieses Auto schreit nicht: Schau her, ich bin elektrisch. Die B-Klasse Electric Drive überzeugt vielmehr mit Komfort, Sicherheit, Platz und Fahrspaß ohne Kompromisse“, betont Jürgen Schenk, Chefentwickler für Elektrofahrzeuge bei Mercedes-Benz Cars. „Sie ist eben ein echter Mercedes – UND elektrisch.“ Bereits in der zweiten Generation ist die B-Klasse die ideale Plattform für alternative Antriebe. So bewährt sie sich bereits seit 2010 als Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL mit Brennstoffzellenantrieb bei Kunden in Deutschland, den USA und Norwegen. Zwei davon sind Klaus Ambacher und Klaus Ege. Die beiden nehmen zum zweiten Mal an der Silvretta E-Rallye teil und fahren die B-Klasse F-CELL seit drei Jahren als Dienstwagen in ihrem Unternehmen: „Die Zukunft für Langstrecken liegt in der Brennstoffzellentechnologie“, sind die beiden überzeugt.
Mit Tradition durch das Gebirge von Montafon
Während sich die Silvretta E-Auto Rallye 2014 zum fünften Mal jährt, geht die Silvretta Classic Rallye bereits in ihre 17. Auflage. Die Alpenstrecke wird dabei nicht zur Rennpiste; bei der dreitägigen Fahrt durch die Vorarlberger Berglandschaft müssen sich die Fahrer in Gleichmäßigkeit- und Zuverlässigkeit bewähren. E-Autos werden dabei von zwei B-Klasse F-CELLs angeführt, die als “01er“-Fahrzeug den Weg über den Berg weisen.
Mit insgesamt 362 Kilometern, Steigungen von über 2.000 Höhenmetern und einem Gefälle von teilweise über 15 Prozent bietet die Silvretta E-Auto Rallye den Fahrern ein anspruchsvolles Terrain. An drei Tagen legen die Teams je 110 – 133 Kilometer auf den steilen Serpentinen der österreichischen Alpen zurück.