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Neu bei Porsche: Der Über-Cayman heißt GT4

 

Porsche Cayman GT4
Der neue Porsche Cayman GT4. Fotos: Porsche

Trotz aller SUV-Erfolge: Porsche steht weiter für kompromisslose Sportwagen. Jüngster Neuzugang ist der Cayman GT4 – der debütiert Anfang März in Genf.

Mit dem Cayman GT4 zeigt Porsche erstmals auf Basis des Cayman einen GT-Sportwagen mit Komponenten des 911 GT3. „Mit einer Rundenzeit von 7 Minuten und 40 Sekunden auf der Nürburgring-Nordschleife platziert sich der Cayman GT4 als neue Referenz an der Spitze seines Marktsegments“, so ein Firmensprecher.

Angetrieben wird er von einem 3,8 Liter Sechszylinder-Boxermotor mit 385 PS, das mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist. Die Refenzdaten: 4,4 Sekunden von Null auf 100 km/h, Höchstgeschwindigkeit 295 km/h, Normverbrauch 10,3 l/100km. Das Fahrwerk mit 30 Millimeter Tieferlegung der Karosserie sowie die groß dimensionierte Bremsanlage bestehen fast komplett aus Komponenten des 911 GT3.

Äußerlich unterscheidet sich der Porsche Cayman GT4 deutlich von den verwandten Mittelmotor-Coupés: Drei markante Eintrittsöffnungen im Bug und der große, feststehende Heckflügel sind Teil eines Aerodynamikpakets, das radikal auf Abtrieb ausgelegt ist.

Der Cayman GT4 ist ab sofort bestellbar und wird ab Ende März ausgeliefert. Sein Preis: Ab 85.776 Euro.

Der letzte 918 Spyder ist verkauft

Porsche hat eine für 918 Menschen auf dieser Welt wohl eher erfreuliche, für den leer ausgegangenen Rest der Menschheit traurige Nachricht parat: Die Spyder sind alle!

„Mitte November wurde der letzte des auf 918 Einheiten limitierten Hybrid-Supersportwagens 918 Spyder verkauft“, so die Zuffenhauser. Mit 297 Fahrzeugen reisten die meisten Hybrid-Racer aus der Zuffenhausener Manufaktur in Richtung USA. „In Deutschland und China freuen sich je rund 100 Kunden über ihren Supersportwagen“, so die Mitteilung von heute, 10. Dezember.

100 Autos für 80 Millionen Menschen: Ich bin mal gespannt, ob ich trotz dieser homöopathischen Verdünnung im unteren Promillebereich hin und wieder mal einen 918er zu sehen kriege…

Anlass der Mitteilung war übrigens folgender, O-Ton Porsche: „Die Porsche AG steigerte ihre weltweiten Auslieferungen von Januar bis November dieses Jahres auf mehr als 169.000 Fahrzeuge und hat somit die Zahl des Gesamtjahres 2013 (exakt: 162.145 Neuwagen) übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielte der Sportwagenhersteller einen Zuwachs von 15 Prozent (Januar bis November 2013: 147.290 Fahrzeuge). Im Berichtsmonat November 2014 lieferte Porsche 17.700 Fahrzeuge aus – ein Viertel mehr gegenüber dem Vorjahresmonat.“

Porsche 911 Carrera GTS: Ganz Tolle Sache

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Der neue Porsche 911 Carrera GTS. Alle Fotos: autothemen.com

Der autothemen.com-Mann mag es gerne schnell – zumindest im Auto. So gesehen ist der neue Porsche 911 Carrera GTS genau sein Ding. Diese Einschätzung hat ein intensiver Erstkontakt eher noch zementiert.

Der GTS füllt die verstandesmäßig betrachtet nicht gerade bedeutende, gefühlt aber gewaltige Lücke zwischen Carrera S und dem GT3. 430 PS bei 7500 U/min sind die eine Seite des Neuen, sein fast schon lammfrommes Verhalten bei gemäßigter wie bei verschärfter Fahrweise die andere. Porschefahren ist dank ausgefeilter Fahrwerke und reichlich Elektronik keine Hexerei mehr für begnadete Ausnahme-Piloten. Das kann eigentlich jeder, bloß können’s die Ausnahme-Piloten noch viel besser, schneller, präziser, sicherer.

Coupé oder Cabrio, Handschalter oder Automatik, Heck- oder Allradantrieb: Der GTS ist vom Start weg eine eigene kleine Unterfamilie im großen 911-Clan. Er ist maximal 306 km/h schnell, minimal in 4,0 Sekunden auf 100 und braucht im Idealfall laut Norm deutlich unter zehn Liter,  nämlich deren 8,7.

Der GTS ist eine pure Fahrmaschine mit hoher Alltagstauglichkeit, das ist so eine der großen Künste von Porsche, dass sie Sportwagen für die ganze Woche bauen. Er passt zum Opernbesuch genauso wie ohne irgendeine Änderung auf die Rennstrecke. Und dort packt er eine Performance aus, die süchtig machen könnte.

Das schafft aber letztlich weder die fast schon spielerische Präzision, mit der der GTS seine umwerfenden Fähigkeiten auf die Straße bringt, noch die im Sport plus-Modus geradezu sinfonienhaft trompetende Sportauspuffanlage.

Denn der GTS ist wie alle Porsches für Normalos einfach zu teuer. Gratulation an den, der eben mal 117 549 Euro hinlegen kann, dafür gibt es das heckgetriebene, handgeschaltete Coupé. Ganz oben in der Preisliste steht das 137 422 Euro treure Allrad-Cabrio mit PDK.

Reichlich viel Asche, die aber längst nicht reicht, wenn man sich am Sonderausstattungsprogramm bedienen will. Dann rutscht etwa das Cabrio ganz schnell an die 170 000 Euro-Schallmauer. Heftig. Ganz schön beeindruckend war der Erstkontakt mit dem GTS natürlich trotzdem. Wobei der Kurventanz durch die Berge fast noch mehr Spaß machte als die Hatz über die Rennstrecke. Aber das ist jetzt wieder Geschmackssache.

Porsche baut die Cayenne-Familie aus

Cayenne GTS
Der neue Porsche Cayenne GTS. Alle Fotos: Porsche

Zusätzlich zu den schon vorgestellten Varianten legen die Stuttgarter jetzt oben wie unten nach: Mit dem GTS und dem Basis-Cayenne, der einfach Cayenne heißt.

Der betont sportliche GTS wurde downgesized, aber das heißt laut Porsche zwei Zylinder weniger, also sechs, und 20 PS mehr, also 440. Das Drehmoment stieg um 85 auf 600 Nm, während der Verbrauch um bis zu 0,9 Liter pro 100 Kilometer sinkt.

Der Cayenne GTS beschleunigt von null auf 100 km/h in 5,2 Sekunden, mit dem optionalen Sport Chrono-Paket vergehen nur 5,1 Sekunden. Das sind 0,5 beziehungsweise 0,6 Sekunden weniger als beim Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 262 km/h. Serienmäßig ist eine Sportabgasanlage, „die den gewohnt kernigen GTS-Sound liefert“, wie es ein Firmensprecher ausdrückt.

Ins neue Basis-Modell wird der bekannte 3,6-Liter-V6-Saugmotor mit 300 PS installiert. Er katapultiert den Cayenne in 7,7 Sekunden von null auf 100 km/h – 7,6 Sekunden sind es mit dem aufpreispflichtigen Sport Chrono-Paket. „Das sind 0,2 Sekunden schneller als bisher“, vermeldet Porsche stolz.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 230 km/h auf dem Niveau des Vorgängers. Durch die Effizienzmaßnahmen in der neuen Generation wie wie Segeln, Auto-Start-Stop und Thermomanagement sinkt der Norm-Verbrauch gegenüber dem Vorgänger um 0,7 auf 9,2 Liter pro 100 Kilometer.

Eine umfangreichere Serienausstattung kann der neue Einstiegs-Cayenne auch bieten, neben der neuen Achtgang-Tiptronic S mit Auto-Start-Stop und Segelfunktion sind auch die Bi-Xenon Hauptscheinwerfer inklusive Vierpunkt LED-Tagfahrlicht und das Multifunktions-Sportlenkrad mit Schalt-Paddles ebenso verbaut wie die automatische Heckklappe.

Der Cayenne und der Cayenne GTS werden am 19. November auf der Los Angeles Auto Show erstmals enthüllt. In Deutschland sind sie Ende Februar kaufbar. Der Cayenne ab 65.427 Euro, der GTS  ab 98.152 Euro.

Interieur Cayenne GTS
Das GTS-Interieur.
Cayenne GTS
Cayenne GTS
Cayenne GTS
Cayenne GTS
Cayenne GTS
Cayenne GTS
Interieur Cayenne
Interieur Cayenne
Cayenne
Cayenne
Cayenne
Cayenne

Soundcheck: So klingt Porsche

Porsche-Sound 918 Spyder
Ein Saal, ein 918 Spyder, ein Mikro – die Soundnacht kann beginnen. Fotos: Porsche

Er ist Musik in den Ohren vieler Fans: der Sound eines Porsche. Kein Wunder also, dass ihm zum wiederholten Mal ein ganzer Abend im Museum gewidmet wurde.

Stuttgart  Hier sind sie – die Fahrzeuge der vierten „Porsche Sound Nacht“ zum Anschauen – und natürlich zum Anhören. Denn Porsche hat eine ganze Reihe von automobilen Legenden anhörbar gemacht – und damit eine Reise durch Jahrzehnte voller Motorsport-Faszination ermöglicht.
Aber hören Sie selbst – und am besten hängen Sie Ihren Compi oder Ihr Laptop gleich an eine ordentliche Anlage oder stopslen ordentliche Kopfhörer dran. Es lohnt sich!

Porsche 356 A 1600 Carrera GT „V2“
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Baujahr: 1957 Motor: 4-Zyl. Boxer Typ 692 Hubraum: 1588 ccm
Leistung: 125 PS Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
So hört sich der Porsche 356 A 1600 Carrera GT „V2“ an.

Porsche Typ 718 Formel 2
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Baujahr: 1960 Motor: 4-Zyl. Boxer Typ 547 Hubraum: 1498 ccm
Leistung: 150 PS Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

Porsche Typ 804 Formel 1
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Baujahr: 1962 Motor: 8-Zyl. Boxer Typ 753 Hubraum: 1494 ccm
Leistung: 185 PS Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h
So hören sich der Porsche Typ 718 Formel 2 und der Typ 804 Formel 1 an.

Porsche 911 Carrera RSR 3.0
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Baujahr: 1974 Motor: 6-Zyl. Boxer Typ 911/74 Hubraum: 2993 ccm
Leistung: 330 PS Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h
So hört sich der Porsche 911 Carrera RSR 3.0 an.

Porsche 917/30 Spyder
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Baujahr: 1973 Motor: 12-Zyl. 180° V Turbo Hubraum: 5374 ccm
Leistung: 1200 PS Höchstgeschwindigkeit: 385 km/h
So hört sich der Porsche 917/30 Spyder an.

Porsche 935/77
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Baujahr: 1977 Motor: 6-Zyl. Boxer Turbo Hubraum: 2857 ccm
Leistung: 630 PS Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h
So hört sich der Porsche 935/77 an.

Porsche 911 SC „Safari“
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Baujahr: 1978 Motor: 6-Zyl. Boxer Typ 911/77 Hubraum: 2994 ccm
Leistung: 250 PS Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
So hört sich der Porsche 911 SC „Safari“ an.

Porsche 962 C
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Baujahr: 1987 Motor: 6-Zyl. Boxer Turbo Hubraum: 2869 ccm
Leistung: 680 PS Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h
So hört sich der Porsche 962 C an.

Porsche WSC Spyder
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Baujahr: 1998 Motor: 6-Zyl. Boxer Turbo Typ M96/82 Hubraum: 3200 ccm
Leistung: 500 PS Höchstgeschwindigkeit: 314 km/h
So hört sich der Porsche WSC Spyder an.

Porsche 918 Spyder
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Baujahr: 2014 Motor: 8-Zyl. V-Motor + 2 E-Maschinen
Hubraum: 4593 ccm Leistung:  887 PS
Höchstgeschwindigkeit: 345 km/h
So hört sich der Porsche 918 Spyder an.

Copyright, Audio und Fotos: http://newsroom.porsche.com

 

 

Porsche Cayenne: Der Spreizungs-Weltmeister

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Der Cayenne ist Porsches Volumenmodell. China, die USA, Mittlerer Osten – hier überall geht er wie geschnitten Brot. In Deutschland werden rund sieben Prozent der Produktion (Generation 2 seit 2010: 303.000 Stück) verkauft. autothemen.com hat schon die überarbeitete Version ausprobiert.

Denn jetzt ist ein kräftiges Facelift fällig, von der Stoßstange über die Scheinwerfer mit Vier-Punkte-Tagfahrlicht bis zu den Heckleuchten mit – Sie ahnen es – Vier-Punkte-Bremslichtern.

Die Motoren wurden alle kräftig durchgeschaut und auf mehr Leistung bei weniger Verbrauch getrimmt. Ganz neu ist der aus dem Macan bekannte V6-Benziner mit Doppelturbo, der im Cayenne S den bisherigen Saug-V8 ablöst und beim Verbrauch unter- und bei der Leistung überbietet. Er bringt es auf 420 PS und einen Normverbrauch von 8,0 Litern.

Der Cayenne S E-Hybrid bringt es dank elektrischer Unterstützung (95 PS) auf eine Systemleistung von 416 PS und 590 Nm maximales Drehmoment. Der Normverbrauch liegt bei 3,4 Litern, bis zu 36 Kilometer kann der Plug-in-Hybrid im Idealfall rein elektrisch zurücklegen.

Außerdem im Angebot: Der V8-Turbo mit 382 PS und zwei Diesel mit 262 (V6) und 385 (V8) PS. Fahrwerk, Innenausstattung, Assistenzsysteme – überall hat Porsche Hand angelegt.

Herausgekommen ist wieder mal ein Gerät, das noch faszinierender als bisher die Spreizung (siehe Überschrift!) zwischen Alltagsverkehr in Stadt und Land, schneller Autobahnfahrt, Rennstrecke und ganz schön heftigem Gelände hinkriegt. Auch wenn man schon sehr hart drauf sein muss, wenn man sein zwischen 66.260 und 128.378 Euro teures Schmuckstück so durch die Pampa treibt wie wir bei der Präsentation.

Text und Fotos: Rudolf Huber