Archiv der Kategorie: Auto und Mobilität

Aktuelle Meldungen aus dem bereich Autos, Hersteller und Zubehör

Auf geht’s: Neuer Touareg jetzt bestellbar

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Die offizielle Präsentation mit den ersten Testfahrten steht noch aus. Aber bestellen kann man den VW Touareg schon mal – zu Preisen ab 52.125 Euro.

„Der Touareg nimmt seit seiner Markteinführung im Jahr 2002 eine Spitzenstellung unter den Premium-SUVs ein – mehr als 750.000 verkaufte Exemplare sind der beste Beleg dafür“, heißt es bei VW. Ab sofort bieten die Niedersachsen den neuen Touareg an, der mit „geschärftem Design und zahlreichen innovativen Details antritt“. Mit Preisen ab 52.125 Euro liegt er in etwa auf dem Niveau des Vorgängers, denn serienmäßig sind jetzt auch Bi-Xenon- Scheinwerfer sowie die Multikollisionsbremse an Bord.

Der V6 TDI mit 150 kW / 204 PS und der neue V6 TDI mit 262 PS erfüllen die Euro 6-Abgasnorm. Neben aerodynamischer Feinarbeit sorgen vor allem das Start-/Stopp-System und die Segelfunktion (Freilauf) für einen geringeren Verbrauch und niedrigere CO2-Werte. Der V8 TDI und der Hybrid sind wieter im Angebot.

Als 262 PS starker V6 TDI ist der neue Touareg weiter in der „Terrain Tech“-Ausführung zu haben. Der permanente Allradantrieb 4MOTION verfügt hier zusätzlich noch über ein Zentraldifferenzial mit elektrisch geregelter Lamellensperre und Geländeuntersetzung sowie über ein sperrbares Hinterachs-Differenzial.

Der sportliche Charakter des neuen Touareg kann zusätzlich durch zwei miteinander kombinierbare R-Line-Pakete betont werden – siehe Fotos. Auch der neue „Touareg Exclusive“ ist ab sofort bestellbar.Das elegante Sondermodell ist zu Preisen ab 63.025 Euro erhältlich.

Der Stromlinienwagen darf wieder ins Freie

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Was für ein Auto, was für Formen: Der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen war seiner Zeit um Lichtjahre voraus. Jetzt darf er sich wieder in voller Pracht zeigen.

Back to the future – seiner Zeit voraus: Der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen (intern W 29 genannt) wurde 1938 als Einzelstück gefertigt – in der Abteilung Sonderwagenbau im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen.

Nach der originalgetreuen Restaurierung und Rekonstruktion bringt Mercedes-Benz Classic den 540 K Stromlinienwagen zum diesjährigen Pebble Beach Concours d’Élégance. Das außergewöhnliche Fahrzeug von 1938 erlebt an der US-Westküste seine weltweite Publikumspremiere.

Zum ersten Mal ist der 540 K am Donnerstag, den 14. August bei der Tour d’Élégance zu erleben. Darüber hinaus steht der Stromlinienwagen am Sonntag beim Concours d’Élégance im Blick der Öffentlichkeit.

Übrigens: Die Messung im Windkanal in Stuttgart-Untertürkheim offenbarte im Mai 2014 einen sensationellen cW-Wert von nur 0,36.

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McLaren-Renner fahren in Pebble Beach auf

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McLaren P1. Foto: Hersteller

Man kann diese Geräte einfach immer und immer wieder anschauen – McLaren P1 und 650S Spider sind einfach ein Hammer. Und kommen jetzt in Pebble Beach groß raus.

Drei Jahre nach der Gründung auf dem Concour d’Elegance in Pebble Beach kehrt McLaren Special Operations (MSO) auf den 18. Loch Fairway zu dem berühmten Pebble Beach Auto-Wochenende mit den Modellen P1 und des kürzlich vorgestellten MSO 650S Spider zurück.

Die McLaren Special Operations Abteilung wurde im Jahr 2011 gegründet und bietet einen Personalisierungsservice für McLaren Besitzer an. Die Abteilung erwuchs aus dem „McLaren’s Customer Care“-Programm, der auf den vor 20 Jahren entwickelten McLaren F1 Straßenwagen zurückgeht und übernimmt noch heute die Wartung und Pflege von F1’s für ihre Besitzer. Ebenfalls führen die MSO-Spezialisten die Personalisierungsaufträge für alle McLaren Modelle aus.

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McLaren MSO 650S Spider. Foto: Hersteller

„Anmutiges Design“ beim neuen Rolls-Royce

Das ist noch nicht der neue, sondern der bekannte Rolls-Royce: Autotester Rudolf Huber am Wraith. Foto: Gudrun Muschalla/Rolls-Royce
Das ist noch nicht der neue, sondern der bekannte Rolls-Royce: Autotester Rudolf Huber am Wraith. Foto: Gudrun Muschalla/Rolls-Royce

Es ist immer eine besondere Freude, solche Ankündigungen von Rolls-Royce zu hören: Bald kommt ein völlig neues Modell – mit anmutigem Design und berauschendem Fahrerlebnis. Ich kann’s kaum mehr erwarten!

Über das künftige Maxi-SUV von Rolls-Royce wird schon lange geredet, jetzt bestätigten die Briten „die Entwicklung eines neuen Rolls-Royce, der Mitte 2016 auf den Markt kommen wird“. Aufbauend auf dem Erfolg von Phantom, Ghost und Wraith wird das Fahrzeug „mit zeitgemäßem und anmutigem Design die Zukunft der Marke entscheidend mitgestalten. Das Fahrzeug wird ein überlegenes Reisevergnügen ohne Verdeck bieten, indem es modernen Luxus à la Rolls-Royce sowie Stil und Eleganz mit einem berauschenden Fahrerlebnis kombiniert.“ Jeglichen auch noch so klitzekleinen Hinweis aufs Aussehen des Neuen verkniff sich Rolls-Royce. Leider.

 Am Stammsitz von Rolls-Royce in Goodwood erklärte Torsten Müller-Ötvös, Chef von Rolls-Royce Motor Cars: „Ich freue mich, heute die Entwicklung unseres neuen Modells bekanntgeben zu können. Es wird ein neues, spannendes Kapitel in der großartigen Geschichte von Rolls-Royce Motor Cars aufschlagen. Wir entwickeln dazu eine zeitgemäße Interpretation eines offenen Fahrzeugs, das noch mehr Männer und Frauen für Rolls-Royce begeistern wird.“

Peter Schwarzenbauer, Chairman von Rolls-Royce Motor Cars: „Die Ankündigung eines neuen Modells von Rolls-Royce ist immer ein besonderer Moment in der Automobilindustrie. Wenn es 2016 auf den Markt kommt, wird das elegante Fahrzeug auf dem Erfolg unserer aktuellen Modelle basieren und eine Schlüsselrolle bei der Erfüllung der Verpflichtung von Rolls-Royce Motor Cars spielen, nachhaltig zu wachsen.“

Kia entblättert den neuen Sorento

Neuer Kia Sorento Interieur-Skizze

Salami-Taktik ist Trumpf: Auch Kia enthüllt jetzt den neuen Sorento Stück für Stück. Heute ist das Interieur-Design dran. Fortsetzung folgt. Garantiert.

Der neue Kia Sorento wird erstmals Ende August in Korea präsentiert und feiert seine Europapremiere auf dem Pariser Autosalon (4. bis 19. Oktober 2014), soll sich laut Kia „durch ein luxuriöses Interieur mit Premium-Optik“ auszeichnen. Kia hat jetzt eine erste Skizze des Innenraum-Designs herausgegeben, das unter Leitung des europäischen Kia-Designzentrums in Frankfurt entstand. Die Koreaner: „Dabei ließ sich das Designteam von der Gestaltung der elegantesten modernen Schweizer Uhren inspirieren.“ Klingt toll.

Und weiter im PR-Text: „Der Innenraum des neuen Kia Sorento wird durch sanft fließende Konturen bestimmt und verfügt über einen hohen Anteil an Soft-Touch-Materialien und Leder sowie zahlreiche Ziernähte. Das modern gestaltete, geschwungene Armaturenbrett zieht sich nahtlos über die gesamte Kabinenbreite und unter-streicht damit die Großzügigkeit des Interieurs.“

Dominierendes Element im Zentrum ist ein großes Infotainment-Display – ein sanfter Hinweis darauf, dass die dritte Modellgeneration des Erfolgs-SUVs mit den neuesten On-Board-Technologien von Kia ausgestattet ist. Aber das hatten wir ja nun auch nicht wirklich anders erwartet.

So funktioniert das vernetzte Auto

Alle Welt redet über Vernetzung, Internet im Auto und die abgefahrensten Assistenzsysteme. Aber wer versteht wirklich, was damit gemeint ist? Volvo versucht jetzt, das Thema allgemeinverständlich zu erklären.

Was muss der Fahrer eigentlich tun, damit er auch im Auto Zugang zum Internet hat? Und was verbirgt sich hinter Begriffen wie MapCare, Local Search und TuneIn? Diese und weitere Fragen beantwortet Volvo auf seiner neuen Kunden-Support-Webseite: Videos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklären die Funktion der neuen Systeme und helfen bei der Anwendung.

 Die auch über mobile Geräte abrufbare Support-Seite support.volvocars.com/de ist wie eine Suchmaschine aufgebaut: Im oberen Teil findet sich ein Eingabefeld, in das Nutzer ihren Suchbegriff eintragen können. Alternativ können sie darunter eines von fünf Themengebieten aufrufen: „Connectivity“, „Karten & Navigation“, „Volvo on Call“, „Unterhaltung“ sowie „Konten & Login“. Die wichtigsten Fragen aus jedem Gebiet sind bereits auf der Startseite sichtbar.

Unter „Connectivity“ erfährt man etwa, was Sensus Connect ist und wie sie mit dem Infotainment-System eine Internetverbindung über ihr Mobiltelefon herstellen. Neben einer schrittweisen Anleitung erläutern kurze Videos auch visuell die genaue Vorgehensweise – sowohl für Android-Smartphones als auch für iPhones von Apple. Warum für bestimmte Online-Funktionen eine Volvo ID erforderlich ist und wie Kunden sie erhalten, wird unter „Konten und Login“ erläutert.

Octavia Scout – der Skoda fürs etwas Gröbere

Der neue Octavia Combi Scout.

Der neue Skoda Octavia Combi Scout kann ab sofort geordert werden. Damit erweitert die tschechische Marke ihre beliebteste Baureihe um eine besonders vielseitige Variante. Die Preise beginnen bei 30.250 Euro.

Skoda bietet den neuen Octavia Scout ausschließlich in der Combi-Version mit Allradantrieb an. Zur Wahl stehen drei Motorisierungen, die alle die EU-6-Norm erfüllen: In Verbindung mit dem 2,0 TDI Green tec mit 110 kW (150 PS) und manuellem 6-Gang-Getriebe ist der Scout bereits ab 30.250 Euro erhältlich.

Als Top-Dieselmotorisierung fungiert der 135 kW (184 PS) starke 2,0 TDI Green tec mit der Kombination aus automatischem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb. Er startet bei 32.650 Euro.

In dieser Kombination kommt der Motor zum ersten Mal in einem Skoda überhaupt zum Einsatz. Der 1,8 TSI Green tec-Benziner mit 132 kW (180 PS) – ebenfalls mit 6-Gang-DSG – ist ab 31.250 Euro bestellbar.

Dacia feiert den 10. Geburtstag

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Dacia Logan, 2005

Erst wurde die Marke – und ihre Mutter Renault – verlacht und verspottet. Doch dann setzte die Billig-Tochter aus Rumänien zum Siegeszug an. Los ging es vor zehn Jahren.

In dieser kurzen Zeit hat Dacia eine rasante Erfolgsstory hingelegt, die mit der Erfindung einer völlig neuen Automobilklasse begann: Mit dem erst als nur hässlich verspotteten Logan präsentierte die junge Marke im Jahr 2004 das erste Low-Cost-Fahrzeug der Welt für die wachsenden Märkte in Schwellenländern. Und schnell wuerdee auch in den reichen Ländern der Ruf nach dieser basisorientierten Mobilitäts-Alternative laut.

Die Verkaufszahlen stiegen seit dem Neustart kontinuierlich an. Bis Mai 2014 verkauft Dacia sechs Millionen Fahrzeuge in über 100 Ländern der Erde. Allein 2013 rollen mehr als eine Million Automobile vom Band.

Mit sieben Modellen bietet Dacia heute die jüngste Angebotspalette Europas. Das SUV Duster ist aktuell das meistverkaufte Fahrzeug der Renault Gruppe.

Audi wächst solide weiter

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Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und eines Rekordinvestitionsprogramms lieferte Audi im ersten Halbjahr 2014 solide Ergebnisse

Von Januar bis Juni hat der Automobilhersteller aus Ingolstadt mit 869.355 Auslieferungen der Marke Audi eine neue Bestmarke eingefahren. Der Umsatz 26,7 Milliarden Euro. Das Operative Ergebnis: 2,7 Milliarden.

Auf der Halbjahrespressekonferenz in München erklärte Finanzvorstand Axel Strotbek: „Trotz großer Herausforderungen setzt Audi seinen qualitativen Wachstumskurs konsequent fort.“ Audi punkte bei den Kunden mit einem attraktiven Modellportfolio. Deshalb wolle Audi bis zum Jahresende auch deutlich mehr als 1,6 Mio. Automobile der Marke mit den vier Ringen ausliefern und den Rekord aus dem Vorjahr erneut übertreffen.

So übergab der Audi-Konzern von Januar bis Juni 869.355 (2013: 780.467) Automobile an Kunden – ein Plus von 11,4 Prozent. Seit Januar lieferte das Unternehmen rund 50 Prozent mehr Einheiten der neuen A3-Familie aus als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig verzeichneten die Oberklasse-Modelle A6, A7, Q7 und A8 gemeinsam ein Absatzplus von 10,1 Prozent.

Bosch zeigt Augmented Reality in der Werkstatt

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Vom 16. bis zum 20. September 2014 zeigt Bosch, nach eigenen Worten „der führende Komplettanbieter für Handel und Werkstatt“, auf der Automechanika in Frankfurt, Halle 9, sein breites Angebot an Ersatzteilen, Diagnose- und Werkstattausrüstung, sowie Serviceleistungen und Werkstattkonzepten.
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist die technologische Weiterentwicklung des Werkstattgeschäfts. Denn die zunehmende Vernetzung verändert auch die Arbeit im Servicebetrieb. Bosch hat die nötigen Bausteine dafür entwickelt und präsentiert zur Automechanika erstmals neue Technologien für die vernetzte Werkstatt.
Ein besonders interessanter Baustein ist die Anwendung von Augmented Reality für Kfz-Reparaturen und Schulungen. Auf dem Messestand hat der Besucher an zahlreichen Stationen die Möglichkeit Augmented Reality selbst spielerisch mit seinem Smartphone zu erproben.
Dafür steht ab Anfang September eine spezielle App zum kostenlosen Download auf der Bosch Automechanika-Website www.bosch-automechanika.com zur Verfügung.

Start frei für den S 500 Plug-in Hybrid

Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID (W 222) 2013, Lack: Magnetitschwarz metallic

Eine top ausgestattete Luxus-Limousine mit einem Normverbrauch von 2,8 Litern? Klingt eher unrealistisch – ist aber so: Der Mercedes S 500 Plug-in Hybrid schafft diesen Wert im eher theoretischen Norm-Zyklus.

Ab sofort kann er bestellt werden, von 108.944,50 Euro (ja, die 50 Cent müssen bei den Schwaben sein!) aufwärts. Ab September wird er ausgeliefert

Der Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID bietet eine Systemleistung von 442 PS und 650 Nm Drehmoment, sprintet in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und kann rein elektrisch bis zu 33 km weit fahren. Der zertifizierte Verbrauch beträgt 2,8 Liter/100 km, das entspricht einer Emission von 65 g CO2/km. Schlüsselelemente dieser beeindruckenden Leistung sind der V6-Biturbo und der intelligente Hybridantrieb. Sein neuer Hochvolt-Lithium-Ionen Akku kann über eine Ladedose rechts im hinteren Stoßfänger extern geladen werden.

Das vorausschauende Energiemanagementsystem wählt automatisch die ideale Kombination aus Verbrennungsmotor und E-Maschine und passt seine Strategie dabei nicht nur dem Ladezustand der Batterie, sondern sogar vorausschauend dem Verkehr oder der Strecke an. Wer möchte, kann aber auch manuell eingreifen und mit Hilfe von vier Betriebsmodi und drei Fahrprogrammen das Hybrid-Zusammenspiel selbst regeln. Das so genannte haptische Fahrpedal liefert dem Fahrer dabei Rückmeldung über den Einschaltpunkt des Verbrennungsmotors oder signalisiert per Doppelimpuls, wann er zum Segeln und Rekuperieren den Fuß vom Fahrpedal nehmen sollte. Der Energiefluss wird in allen Betriebszuständen im Kombiinstrument und im Zentraldisplay angezeigt.

TomTom geht mit der Start-Serie an den Start

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Die TomTom Start-Serie mit komplett neuem Hardware- und Software-Design soll aktuelle Innovation wie erstklassige Navigation und Lifetime Maps auch in die Einsteigerklasse bringen.
Die Serie richtet sich vor allem Autofahrer, die ihr Navigationsgerät nicht regelmäßig, für Fahrten zu unbekannten Destinationen und hauptsächlich in ihrer Freizeit nutzen.
Das neue Start verbindet „verlässliche Navigation mit der bekannten und beliebten Nutzererfahrung von TomTom“, so eine Firmensprecher. Autofahrer können einfach auf die Karte tippen, um eine Route zu planen, oder ihr Ziel rasch mit der Schnellsuche-Funktion finden. Die neu gestaltete Routenleiste zeigt Autofahrern zudem wichtige Reiseinformationen auf einen Blick.
Die Geräte gibt es mit 11 cm, 13 cm oder 15 cm Displaydiagonale ab 139,95 Euro.

Die heißen Renner vom Eifel Rallye Festival 2014

Knapp 200 Oldies aus der Rallye-Szene der 60er, 70er und 80er Jahre kamen Ende Juli nach Daun in die Eifel, um es mal wieder so richtig krachen zu lassen. Ich habe mir das Spektakel angeschaut – und gestaunt, wie fit Fahrer und Gerät noch sind.

Hier eine kleine Auswahl der Racer vom Eifel Rallye Festival 2014.  Fotos: Rudolf Huber

 

Abheben im Skoda Rallye-Oldie

SKO_0433Foto: Skoda

Erst vor Kurzem hatten wir es hier von Erlebnissen, die man im Leben zum ersten Mal macht. Nach dem Schifferlfahren am Starnberger See hier die ganz neue Erfahrung als Aushilfs-Copilot auf einer Oldie-Rallye.

Der siebenfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle sitzt am Steuer des 1976er Skoda 130 RS, ich sitze daneben – eingehüllt in feuerfeste Unterwäsche inklusive Kopfhaube und feuerfesten Socken, drüber habe ich einen Rennoverall, auf dem Kopf einen Helm mit Gegensprechanlage.

Wir stehen am Start zu einer Schotter-Sonderprüfung beim Eifel Rallye Festival in Daun. Hier sind knapp 200 Rallye-Oldies samt ihrer wagemutigen Reiter versammelt. 3, 2, 1, – und los. Matthias Kahle gibt dem 136 PS starken Skoda die Sporen, dass mit Hören und Sehen vergeht. Mit Vollgas rast er durch enge Kurven im Wald, schlägt Haken. Wir kommen aufs freie Feld, jetzt geht es erst richtig los. Eingeschnürt vom Sechspunkt-Gurt schaue ich kurz auf die Instrumente. Knapp 8000 Touren, 160 Sachen – auf dem Feldweg! Aber angeblich geht ja der Tacho etwas vor.

Wasserdurchfahrt, es spritzt wie verrückt, Sprung-Schikane – und der Skoda hebt ab, landet krachend wieder auf den Rädern. Matthias Kahle stellt die tschechische Heckschleuder erst rechts, dann links an – und saust am nächsten Waldstück mit Karacho in eine Lücke, die ich dort gar nicht gesehen hatte.  Unglaublich, was so ein Gerät drauf hat, wenn denn der richtige Mann am Steuer sitzt.

Nach der Sonderprüfung beruhigt sich der Puls langsam wieder, uns ist verdammt heiß in unserer Renn-Kluft. Bei mir ist eher die Aufregung schuld dran. Matthias Kahle schwitzt wegen seiner Schwerstarbeit am Steuer und an den Pedalen. Full Speed hatte er drauf, verrät er mir hinterher grinsend. „Bloß an manchen Ecken nicht das volle Risiko.“

Ich strecke den Daumen hoch – und bedanke mich herzlich für diese Erfahrung im und jenseits des Grenzbereichs.

Text: Rudolf Huber

Die Schaltzentrale im Skoda 130 RSFoto HuberBlick in den Motorraum des Skoda 130 RS Foto HuberSkoda 130 RS Foto: Huber

Fotos (3): Rudolf Huber

Regenritt im Porsche 918 Spyder

Man kann nicht immer doppelt Glück haben im  Leben. Im Porsche 918 Spyder mitfahren dürfen und dann auch noch eine trockene Fahrbahn auf dem Aldenhoven Test Center bei Jülich – das wäre ja fast schon zuviel des Guten.

Es schüttete also nach Kräften. Und trotzdem war die Mitfahrt im Hybrid-Supersportler mit 887 PS (0 bis 100 mit Weissach-Paket in 2,6, 0 bis 200 in 6,7 Sekunden, Vmax 345 km/h) ein phänomenales Erlebnis. Als wenn einem ein Pferd in den Rücken tritt – so erlebt der Copilot auch auf nassem Untergrund den Start im Race-Modus. Das Ding geht ab, als hätte der Fahrer einen wirklich lebenswichtigen Termin.

918 Stück des Ausnahme-Geräts werden insgesamt gebaut, weit mehr als die Hälfte sind schon verkauft. Ein echter Hammer angesichts des Basispreises von 768.026 Euro (mit gewichtssparendem Weissach-Paket ab 839.426 Euro). Das passgenaue Taschen-Set für den Mini-Kofferraum kostet übrigens 17.731 Euro. Dafür kaufen sich Normalos schon einen sehr netten Gebrauchten.

Aber normal ist der 918 Spyder ja auch wirklich nicht. Sondern einsame Spitze.

Text und Foto: Rudolf Huber