Servus und guten Tag,
seit gut 30 Jahren schreibe ich über Autos, Motorräder und Roller. Ich wohne südlich von München und habe bis Ende Juni 2014 die Auto-Seiten einer Münchner Boulevardzeitung fabriziert. Dazu bin ich begeisterter Pedelec-Pilot und Berg-Wanderer.
Meine Hauptthemen neben Autotests und -neuvorstellungen sind alle Arten der Mobilität vom Fahrrad über - natürlich - Motorräder und Roller - bis zur S-Bahn, neue Antriebstechniken, Vernetzung und ganz generell, wo die Reise in diesem Bereich hingeht.
Mit autothemen.com will ich ein Forum für andere Mobilitäts-Interessierte schaffen. Und: Ich freue mich über Tipps, Anregungen, Infos und News.
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Schon die nackten Daten machen Lust auf die erste Probefahrt. Audi hat mit dem neuen RS 3 Sportback wieder mal ein echt heißes Eisen im Feuer.
Mit einer Leistung von 367 PS und 465 Nm Drehmoment bringt Audi nicht mehr und nicht weniger als den stärksten Kompakten im Premiumsegment. Mit seinem Turbo-Fünfzylinder beschleunigt der Fünftürer in 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht bis zu 280 km/h. Der – eher theoretische – Normverbrauch: 8,1 Liter.
Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg: „Im neuen Audi RS 3 Sportback präsentieren wir unseren 2,5-Liter-Fünfzylinder in einer neuen Ausbaustufe – als stärksten Serienmotor im Modularen Querbaukasten.“
Eine Siebengang S tronic, die noch schneller schaltet als beim Vorgängermodell, leitet die Kraft des 2.5 TFSI auf den permanenten Allradantrieb quattro. Er arbeitet mit der radselektiven Momentenverteilung auf Basis einer intelligenten Software zusammen und ist „konsequent auf maximalen Fahrspaß ausgelegt“, so eine Audi-Sprecherin. Der neue Audi RS 3 Sportback lenkt direkt in die Kurven ein; bei niedrigem Reibwert der Fahrbahn lässt er sich auf Wunsch des Fahrers auch im kontrollierten Drift bewegen.
Die Auslieferung des starken Fünftürers beginnt im Sommer 2015. So lange heißt es noch: Bitte warten . . .
Er hat ja nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel: Die noch aktuelle zweite Generation des Raumriesen Skoda Superb stammt von 2001. In Kürze bekommt er einen Nachfolger. Und der kann natürlich alles besser…
„Der neue Superb steht in den Startlöchern“, meldet die tschechische VW-Tochter. Diese Woche absolvierte das komplett neu entwickelte Skoda-Flaggschiff sein abschließendes Testprogramm unter anderem in Südeuropa.
Er soll in seiner dritten Generation „höchste Funktionalität mit verbesserten Package-Maßen“ verbinden. Also noch mehr Platz bieten. Sowohl für die Passagiere, als auch im Kofferraum. Und er soll „Spitzenwerte in Sachen Komfort, Infotainment undConnectivity, Sicherheit, Umwelt, Verbrauch und Performance“ bieten.Mitte Februar 2015 feiert der neue Superb Weltpremiere in Prag. Anfang März folgt die Vorstellung auf dem Genfer Autosalon. Die Markteinführung ist für Mitte 2015 geplant.
Porsche hat eine für 918 Menschen auf dieser Welt wohl eher erfreuliche, für den leer ausgegangenen Rest der Menschheit traurige Nachricht parat: Die Spyder sind alle!
„Mitte November wurde der letzte des auf 918 Einheiten limitierten Hybrid-Supersportwagens 918 Spyder verkauft“, so die Zuffenhauser. Mit 297 Fahrzeugen reisten die meisten Hybrid-Racer aus der Zuffenhausener Manufaktur in Richtung USA. „In Deutschland und China freuen sich je rund 100 Kunden über ihren Supersportwagen“, so die Mitteilung von heute, 10. Dezember.
100 Autos für 80 Millionen Menschen: Ich bin mal gespannt, ob ich trotz dieser homöopathischen Verdünnung im unteren Promillebereich hin und wieder mal einen 918er zu sehen kriege…
Anlass der Mitteilung war übrigens folgender, O-Ton Porsche: „Die Porsche AG steigerte ihre weltweiten Auslieferungen von Januar bis November dieses Jahres auf mehr als 169.000 Fahrzeuge und hat somit die Zahl des Gesamtjahres 2013 (exakt: 162.145 Neuwagen) übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielte der Sportwagenhersteller einen Zuwachs von 15 Prozent (Januar bis November 2013: 147.290 Fahrzeuge). Im Berichtsmonat November 2014 lieferte Porsche 17.700 Fahrzeuge aus – ein Viertel mehr gegenüber dem Vorjahresmonat.“
Die Spatzen haben es längst von den Stuttgarter Dächern gezwitschert, aber erst jetzt hat Mercedes die Hüllen vom neuen GLE Coupé fallen lassen. Voila, hier ist der neue X6-Gegner.
Die Methode wirkt vertraut, ist aber auch beim neuen Sternenträger perfekt umgesetzt: bullige Basis, softes Design. „Dabei dominieren eher sportliche Coupé-Gene als die markanten Züge eines robusten SUV“, beschreiben die Väter des GLE ihre Zielrichtung. Neben reichlich Fahrdynamik auf der Straße soll auch der optische Auftritt beeindrucken.
Mit fließender Seitenlinie, gestrecktem und flachem Greenhouse, dem markanten Kühlergrill mit zentraler Chromlamelle und der Heckgestaltung zitiert das GLE Coupé besonders sportliche Mercedes-Modelle. Zur Premiere wird das GLE Coupé mit einer Leistungsbreite von 258 bis 367 PS als Diesel- oder Benzinmodell angeboten.
Der GLE 450 AMG repräsentiert dabei erstmals eine neue Produktlinie bei Mercedes-AMG – die der AMG Sportmodelle. Immer an Bord des GLE 450 AMG ist neben der üppigen Serienausstattung mit dem Fahrdynamiksystem DYNAMIC SELECT, der Sport-Direktlenkung oder den markentypischen Fahrerassistenzsystemen auch das neunstufige Automatikgetriebe und der permanente Allradantrieb.
Die nächste Generation des Honda Jazz kommt nächstes Jahr zu uns. Foto: Honda
Frauenautos sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Der brave Honda Jazz brachte es gerade mal bei den wirtschaftlichsten Autos auf Platz 1. Die allermeisten Punkte und damit die Gesamtwertung holte die Mercedes S-Klasse.
Eine internationale Motor-Journalistinnen-Jury hat die Women’s World Car of the Year gewählt. Eine deutsche Kollegin ist dort interessanterweise nicht vertreten.
Denn generell stellt sich ja die Frage: Was ist ein Frauenauto? Oder: Gibt es überhaupt Frauenautos? Denn mit den allermeisten Modellen können eigentlich Frauen wie Männer fahren. Und über die Wahl des Untersatzes entscheiden möglicherweise bei Männlein und Weriblein unterschiedliche Kriterien und Geschmäcker. Aber letztlich sind doch meist der Geldbeutel und der geplante Einsatzzweck entscheidend.
Aber was soll’s: Die S-Klasse als Gesamtsieger – das nimmt auch den verbohrtesten Machos ein wenig Wind aus den Segeln. Von wegen: Frauen verstehen eh nichts von Autos…
Der BMW i8 in den Catskill Mountains über Los Angeles. Foto: autothemen.com
Die erste Ausfahrt mit dem Hybridsportler BMW i8 in den Hügeln über Los Angeles: Eine überaus eindrucksvolle Sache.
Klar haben die selbsternannten Wächter über die wahre Sportlichkeit gleich wieder abgewunken: Zu wenigen Bumms, zu schmnale Reifen, überhaupt gar kein echter Sportler…
Meiomei, die Typen haben Probleme. Denn jenseits allen PS-Fetischismus und der Diskussion um Zehntelsekunden steht doch fest: Für den ersten Versuch ist der i8 schon ganz gut gelungen. Und er liefert eine Menge Fahrspaß mit in etwa halbem Spritverbrauch gegenüber konventionellen und einigermaßen vergleichbaren Fahrzeugen.
Das ist doch schon mal einen lauten Applaus wert, finde ich.
Auch der e-Golf hat das Geschäft mit den Stromern bisher nicht beflügeln können. Foto: VW
250.082 Pkw wurden im November zugelassen, in den ersten elf Monaten 2014 waren’s 2,8 Millionen – ein Plus gegenüber 2013 von 2,6 %. Wollen Sie wissen, wie viele davon E-Autos waren? Sie werden es nicht glauben!
Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) waren gerade mal 1,7 Prozent der neu zugelassenen Pkw mit „alternativen Antriebsarten“ ausgerüstet. Mehr als die Hälfte mit einem Hybridantrieb (2.273). Und jetzt kommt’s, O-Ton KBA: „Mit den 630 Neuzulassungen im November wurden in 2014 bislang 7.518 E-Pkw neu in den Verkehr gebracht.“
Noch mal für Genießer: 630 der 250.082 im November neu angemeldeten Autos hatten einen Elektro-Antrieb. Das ist wirklich verflixt wenig, wenn man bedenkt, dass mittlerweile echte Big Player wie VW und BMW im E-Geschäft mit dabei sind. Hilft alles nichts, die Leute kaufen die Dinger trotzdem nicht.
Natürlich gibt es dafür gute Gründe: Hoher Preis, immer noch meist ungenügende Reichweite, mangelhafte Infrastruktur, Blockaden bei der Erzeugung und Verteilung von grünem Strom. In diesem Bereich wird sehr viel geredet, aber wenig getan.
Andere Länder sind schon wesentlich weiter. Und auch wenn sie das nur mit dem Zuckerbrot-Prinzip erreicht haben: Dann soll Frau Merkel halt auch endlich bei uns ihren großen Worten Taten folgen lassen und ihrem Finanzminister ein paar Millionen als Anschub-Förderung rausleiern.
Wenn es so weitergeht wie jetzt, wird es jedenfalls nichts mit den Stromern. Und das kann sich die Industrienation Deutschland eigentlich nicht leisten.
„Regenritt im Porsche 918 Spyder“ hat autothemen.com über die Mitfahrt in der Hybrid-Rakete geschrieben. Das Gefühl war trotz heftigen Regens ein ganz spezielles.
Wenn Verbrenner und E-Antrieb so richtig geballt loslegen, gibt es was auf die Magennerven. 887 PS sind ja auch eine ganze Menge.
Und bei dieser Art der Kraftentfaltung verblasste fast ein wenig meine Erinnerung an das Selberfahren im Bugatti Veryron mit 1001 PS…
Das Jahresende naht. Zeit um zurückzuschauen und sich an besondere Momente zu erinnern. Ein kleiner Tipp: Klicken Sie das Bild oben doch mal an…
Hier die erste bildliche Erinnerung: Die erste Ausfahrt mit dem BMW 435i Cabrio. Nicht irgendwo, sondern im sonnigen Nevada. Genauer gesagt: im Valley of Fire bei Las Vegas.
Schön war’s, allerdings ging’s eher ruhig voran: Teilweise nur mit 25 m/h…also in etwa wie in der 30er-Zone. Fotos: autothemen.com
Ein oranger Blitz, ein Straßengraben – und ein Flug in die Prärie. Willkommen beim Volvo-Crashtest jenseits der starren Barrieren.
In Göteborg hat Volvo jetzt gezeigt, wie der nächstes Jahr debütierende XC90 zum „sichersten SUV der Welt“ werden soll. Nämlich durch das übliche System an Crashboxen, Airbags und dergleichen – auf hohem Volvo-Niveau. Und dank der neuen „Run-off-Road-Protection“, die eingreift, wenn ein Wagen von der Straße abkommt.
Diese unkalkulierbaren Kräfte sind nur sehr schwer in den Griff zu bekommen. Volvo macht das mit blitzschneller Erfassung der Situation, mit einem speziellen Gurtstrafferprogramm (ähnlich dem Mercedes Presafe) und neuartigen Vordersitzen, die beim Aufprall zirka 5 Zentimeter zusammensacken – und damit die einwirkenden Kräfte auf bis ein Drittel reduzieren können.
Dahinter steckt Volvos „Vision 2020“: Ab diesem Jahr soll kein Insasse eines Volvo mehr schwer verletzt oder gar getötet werden. Die Dummies im Crash-Auto hätten den jähen Flug übrigens gut überstanden, hier es nach Auswertung der Flugdaten.
So eine F1-WM muss man feiern – dachte man sich ganz richtig bei Mercedes. Und legte eine ganz spezielle Edition auf. Zum Preis von 629 510 Euro – für zwei Autos!
Lewis Hamilton und Nico Rosberg haben selbst Ideen eingebracht – sagt man bei Mercedes. Hamilton, nach denkwürdigen Zweikämpfen Formel 1-Titelträger der Saison 2014, schlug den farblichen Grundtenor Schwarz vor. Rosberg, sein stärkster Kontrahent bei den diesjährigen Rennen, wählte Weiß.
Beide Modelle fertigt Mercedes-Benz nur 19 Mal. Aber eigentlich ist jedes Modell der „World Championship 2014 Collector’s Edition“ ein Unikat: Denn jedes einzelne Auto ist durch spezifische Ausstattungsdetails unverwechselbar einem der diesjährigen 19 Formel 1-Rennkurse gewidmet.
Der AMG 5,5-Liter-V8-Biturbomotor der beiden Sondermodelle des Mercedes-AMG SL 63 leistet 585 PS und sorgt mit 900 Newtonmeter Drehmoment für fulminaten Schub. Beide sind auf weltmeisterliche 300 km/h entriegelt und damit echte High-Performance Roadster.
Sowohl das Lewis Hamilton als auch das Nico Rosberg Modell ist voll ausgestattet. Dazu zählen unter anderem das AMG Driver‘s Package, zahlreiche Assistenzsysteme, AMG Sportfahrwerk, AIRSCARF, Soundsystem Bang & Olufsen Beo Sound AMG, Panorama-Variodach mit MAGIC SKY CONTROL sowie AMG Sportsitze und vieles mehr.
Die jeweils 19 schwarzen und weißen Modelle der „World Championship 2014 Collector’s Edition“ bietet Mercedes-Benz nur den Mitgliedern des Mercedes-Benz Circle of Excellence – zunächst nur als Duo, später auch als Einzelfahrzeug. Käufer erhalten zusätzlich einen Helm von Lewis Hamilton oder von Nico Rosberg. Weitere attraktive Zugaben sind ein ebenfalls limitierter IWC Ingenieur Chronograph in der Edition Nico Rosberg oder Lewis Hamilton, ein von den Fahrern handsigniertes F1-Buch sowie eine Einladung zum Auftaktrennen 2015 in Melbourne.
Übergeben werden die Fahrzeuge während des Deutschland Grand Prix 2015. Der Preis für das stark limitierte, einzigartige Duo beträgt schlappe 629 510 Euro, ein Einzelfahrzeug kostet 320 110 Euro.
V. l.: Lodgy Stepway, Sandero Stepway, Dokker Stepway. Fotos: Dacia
Sie sollen „moderne Offroad-Optik und Top-Ausstattung zum konkurrenzlos günstigen Preis bieten“: die neuen Dacia Crossover-Modelle Dokker Stepway und Lodgy Stepway.
Zu Einstiegspreisen von 13.290 Euro (Dokker Stepway) und 14.490 Euro (Lodgy Stepway) bieten sie neben einem vom Hersteller entdeckten „markanten Look“ auch „hochwertige Ausstattungsdetails wie Tempomat, manuelle Klimaanlage und das Multimediasystem Dacia Plug & Radio“. Dokker Stepway und Lodgy Stepway kommen (im Januar 2015) zu den Händlern und sind ab sofort bestellbar.
Neben der „robusten Crossover-Optik“ mit in Matt-Chrom gehaltener Front- und Heckschürze im Stil eines Unterfahrschutzes sowie Radlaufschutzleisten und Seitenschwellern gehören die serienmäßigen 16-Zoll-Leichtmetallräder, die Außenspiegelgehäuse und die Dachreling im Titan-Look zum Stepway-Paket.
Ab Werk verfügen beide Modelle über elektrische Fensterheber vorne und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Hinzu kommen die manuelle Klimaanlage, der Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer und das Multimediasystem mit Audioanlage, großem Monitor, MP3-fähigem CD-Player, Lenkradfernbedienung, Bluetooth-Schnittstelle sowie USB- und AUX-in-Anschluss.
Als Motorisierungen für beide Crossover-Modelle stehen der Turbobenziner TCe 115 mit 85 kW/115 PS sowie die Turbodiesel dCi 90 mit 66 kW/90 PS (Dokker Stepway) und dCi 110 mit 79 kW/107 PS (Lodgy Stepway) zur Wahl.
Audi trommelt laut: Man habe „das sportlichste pilotiert fahrende Auto der Welt entwickelt“, heißt es in Ingolstadt. Gemeint ist der RS 7 piloted driving concept.
Nach seinem aufsehenerregenden Auftritt in Hockenheim startet der Technikträger jetzt auf der anspruchsvollen Strecke des Ascari Race Resort – im Renntempo, ohne Fahrer.
„Mit den technischen Lösungen zum pilotierten Fahren treiben wir einen der wichtigsten Trends in der automobilen Welt weiter voran“, sagt Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. „Beim DTM-Rennen in Hockenheim haben wir die ganze Faszination dieser Entwicklung gezeigt. Nun demonstriere man die Fähigkeiten des Technikträgers „auf einer Strecke, die sich durch ein nochmals anspruchsvolleres Profil mit sehr unterschiedlichen Kurvenradien und Schikanen auszeichnet. Dadurch wird die Entwicklungsleistung der Audi-Ingenieure nochmals deutlich unterstrichen. “
Drei magische Buchstaben schmücken den Kühlergrill des neuen Polo GTI. Fotos: autothemen.com
Wir sind ja nun alle keine echten Rennfahrer. Aber als Autotester trotzdem immer wieder mal auf Rennstrecken zugange. Mit dem neuen VW Polo GTI war das eine Erfahrung der besonders positiven Art.
Circuito de Valencia, dunkle Wolken am Himmel, aber trockene, rund 15 Grad warme Piste. Passt also perfekt, um den neuen Kraftsportler aus der großen Polo-Familie mal so richtig durch die Schikanen zu jagen.
Vorneweg ein Instruktor mit Walkie-Talkie, hintendrein die mehr oder weniger versierten Rennschüler. Nach einer sanften Einführungsrunde geht es los. Der Tagesbefehl lautet: „Hammer the Pedal!!!“ Das verstehen alle, auch die mitfitzenden finnischen und norwegischen Kollegen, denen man das wegen ihrer krassen Tempolimits gar nicht so zutraut.
„Hammer the Pedal!“ Also DSG auf S wie Sport, Sportversion des Fahrwerks rein, ESP ein wenig zurückfahren. Und der Spaß kann beginnen. Der Instruktor im 220 PS starken, aber schwereren Golf GTI kann die wilde Horde nur dank seiner deutlich ausgeprägteren Fahrkünste im Griff behalten. Wenn wir so gut fahren könnten wie der, hätte er trotz unserer „nur“ 192 PS seine liebe Mühe. Denn der Polo ist für den Kurs in Valencia wie gemacht: Vor der Kurve kurz runtergebremst, in der Kurve wieder voll aufs Gas, dank der voll auf Sport gestellten elektronischen Helfer für Fahrwerk, Lenkung und DSG katapultiert sich der Kleine geradezu zur nächsten Schikane. Und verhält sich dabei sowas von beherrschbar, dass man am Steuer fast schon glauben könnte, man wäre ein richtig toller Fahrer. Aber nur fast.
Dickes Grinsen nach fünf Runden – und ein noch dickeres, als der Beifahrer zum Fotografieren aussteigt und damit den Weg zum nächsten Durchgang frei macht.
Danke, Deisi!
Die 192 Pferdchen des Polo GTI stammen aus der selben Basis wie die beim Golf. Der turbobeatmete 1,8-Liter-TSI ist ein alter und bewährter Bekannter, er löst beim Polo GTI, der ab Februar ausgeliefert wird, den 1,4-Liter-Twincharger (Turbo + Kompressor) ab, der es auf 180 Pferde brachte. Endlich mal wieder ein Fall von Upsizing angesichts der global grassierenden Donwsizerei… Wie positiv sich das auswirkt, zeigt der Drehmomentvergleich: 320 statt 250 Nm – jetzt wird auch klar, warum der Tschi Ti Ei gar so flink aus der Ecke kommt. Für Statistiker: Leergewicht ab 1272 Kilo, 0 bis 100 in 6,7 Sekunden, Spitze 236 km/h. Mit dem Polo! Aber holla, wie der Spanier sagt!
Außerdem neu komponiert ist die ganze Fahrwerks-Einstellerei, die Tatsache, dass der GTI jetzt auch mit Sechsgang-Handschalter zu haben ist. Und natürlich, dass auch der GTI jetzt die Assistenz- und Vernetzungs-Segnungen des aktuellen Polo abgekriegt hat. Dass er dank diverser Maßnahmen auf einen Normverbrauch von nur mehr 5,6 Liter kommt und mit auf soft geschalteten Systemen auch auf der ganz normalen Straße einen sehr erfreulichen Eindruck hinterlässt, muss man eigentlich gar nicht extra erwähnen. Ich tu’s trotzdem – der Vollständigkeit halber.
Und zu der gehören auch die Preise. Also: Mit Handschalter 22 275, mit 7-Gang-DSG 23 750 Euro. Zwei Zusatztüren kosten 800 Euro, das Sport-Select-Fahrwerk (Normal/ Sport, sehr empfehlenswert) 285 Euro.