Der Audi RS 7 piloted driving concept auf dem Hockenheimring. Foto: Audi
Ein bisschen schwummrig wird es einem bei dieser Vorstellung schon immer noch: Audi schickt einen RS 7 Sportback auf den Hockenheimring. Ohne Piloten.
Der fahrerlose Audi RS 7 Sportback piloted driving concept umrundet am Sonntag, 19. Oktober, beim Saisonfinale der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) den Kurs in Hockenheim. Und das im Renntempo.
„Mit den neuesten Audi-Entwicklungen an Bord wird der Technologieträger hochpräszise und millimetergenau am physikalischen Limit fahren“, heißt es bei den Ingolstädtern. Dabei soll er in etwa so schnell sein wie mit einem Profi-Rennfahrer am Steuer. Die bisherigen Tests lassen eine Rundenzeit von knapp über zwei Minuten auf dem Grand Prix Kurs erwarten, auf dieser Strecke wird der Technikträger bis zu 240 km/h erreichen.
Daimler und Linde investieren gemeinsam in den Aufbau der deutschen H2-Infrastruktur. Foto: Daimler
Ist das so etwas wie der Anfang eines Durchbruchs? Daimler und der Linde-Konzern werden jedenfalls noch ab diesem Jahr die Anzahl an Wasserstofftankstellen in Deutschland deutlich erhöhen.
Die beiden Unternehmen investieren dabei jeweils rund 10 Millionen Euro in jeweils zehn Tankstellen. Als erste der von Daimler und Linde initiierten öffentlichen Betankungsmöglichkeiten für Brennstoffzellenfahrzeuge wurde am 29. September eine Total-Multi-Energie-Tankstelle in der Jafféstraße in Berlin-Charlottenburg eröffnet. Bis Ende 2015 sind weitere Stationen an folgenden Standorten geplant:
Total: Geiselwind, Unterfranken, an der A3, Fellbach, Raum Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Neuruppin, Brandenburg, an der A24, Flughafen Köln-Bonn, Berlin-Mitte (Umbau der vorhandenen Tankstelle Holzmarktstraße).
„Wir freuen uns über diesen Durchbruch bei der Erweiterung des H2-Tankstellennetzes in Deutschland“, so Andreas Opfermann, Leiter Clean Energy und Innovationsmanagement bei Linde. „Damit verbessern wir die Voraussetzungen für die erfolgreiche Vermarktung von Brennstoffzellenfahrzeugen wesentlich und unterstützen die bereits bestehenden Initiativen Clean Energy Partnership (CEP) und ‚H2Mobility‘.“
Daimler und Linde investieren gemeinsam in den Aufbau der deutschen H2-Infrastruktur. Foto: Daimler
Daimler und Linde investieren gemeinsam in den Aufbau der deutschen H2-Infrastruktur. Foto: Daimler
„Die Reife der Brennstoffzellentechnologie steht heute außer Frage. Von 2017 an planen wir wettbewerbsfähige Brennstoffzellenfahrzeuge in den Markt zu bringen. Für den Aufbau eines flächendeckenden Infrastrukturnetzes ist es nun höchste Zeit. Mit Wasserstoff jeden Ort in Deutschland zu erreichen, ist dabei das klare Ziel. Unsere Initiative bedeutet einen enormen Schritt hin zu einem flächendeckenden H2-Netz in Deutschland“, sagte Professor Herbert Kohler, Leiter Konzernforschung & Vorentwicklung und Umweltbevollmächtigter der Daimler AG.
Er ist außen ein bisschen kleiner als Generation 7, innen dafür deutlich größer. Und er schaut ganz einfach dramatisch viel besser aus. Die Businessklasse von VW ist weiter auf dem Weg nach oben.
Gemeint ist natürlich der Passat, dessen achte Inkarnation Mitte November in Deutschland startet. AUTOTHEMEN hat schon die ersten Fahr-Tests damit unternommen. Vorab-Fazit: Das ist ein starkes Stück Automobil.
Man muss sich die Zahlen, die VW-Vorstand Hans-Jakob Neußer bei der Präsentation nannte, mal in aller Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Insgesamt wurden bisher vom Passat weltweit gut 22 Millionen Stück gebaut und verkauft. Und im letzten Jahr von der auslaufendenden siebten Generation satte 1,1 Millionen. Das gibt rein rechnerisch alle 29 Sekunden einen neuen Passat – oder 3000 Stück pro Tag von Montag mit Sonntag.
Der Passat ist VWs wichtigtes Modell, er ist das Dienstfahrzeug für den Außendienstler schlechthin, es ist ein Umsatz-Garant für die Wolfsburger. Deswegen muss auch die achte Ausbaustufe einfach laufen. Ernsthafte Zweifel daran hat man nach dem ersten Kennenlernen nicht. Denn der Neue schaut nicht nur richtig gut und wertig aus. Er ist es zweifelsohne auch.
Die richtigen Cuts an den richtigen Stellen, ein klein wenig die Außenmaße reduziert und den Radstand kräftig gestreckt (+ 78 mm), den Innenraum zugunsten der Beinfreiheit erweitert – und schon entsteht zusammen mit den breit gezogenen Belüftungsöffnungen vorne im Armaturenbrett und der vergrößerten Kopffreiheit auch im Fond ein deutlich großzügigeres Raumgefühl.
Die Wertigkeit der Materialien passt zum neuen Premium-Touch, oder das „Active Info Display“ vor dem Fahrer für die Instrumente oder die dazwischen gespiegelten Navi-Informationen. Die Kofferraum-Volumina wuchsen bei Limousine (+ 21 l auf 586 – 1152 l) und natürlich wieder Variant genanntem Kombi(+ 47 Liter auf 650 – 1780 l). Platz gibt es also wirklich reichlich.
Was es noch gibt, ist ein Hammer-Diesel. 240 PS produziert der an einen Allradantrieb und ein DSG-Getriebe gekoppelte stärkste Serien-Zweiliter-Biturbo-TDI von VW. Er schnurrt leise, setzt bei Bedarf ansatzlos zum Spurt an und läuft 238 Sachen. Der Suchtfaktor ist groß, das phänomenale Drehmoment von 500 Nm bei 1750 bis 2500/min immer wieder abzurufen. Drum klappte es auch beim Test nicht mit dem EU-Normverbrauch von 5,4 Litern. Es wurden dann doch 7,0 Liter draus.
Außerdem im Angebot in Sachen Motoren: Noch neun weitere Direkteinspritzer als TDI und TSI mit 120 bis 280 PS. Da dürfte jeder das passende Aggregat finden. Am sparsamsten ist zum Start der Zweiliter-TDI mit 150 PS (laut Norm 4,1 l). Noch dieses Jahr werden eine 190 PS-Variante und ein 1,6 Liter-TDI mit 120 PS folgen. Die Benziner leisten 125, 150, 180, 220 und die schon erwähnten 280 PS.
Wie üblich bei VW gibt es auch beim Passat drei Ausstattungsstufen, in Sachen Asstistenzsysteme wurde natürlich kräftig aufgerüstet, als Weltneuheiten verbauen die Niedersachsen etwa den Emergency Assist (Fahrzeugstopp im Notfall), dernTrailer-Assist (lotst einen Hänger wohin er soll) und den Stau-Assistenten.
Angenehm abgestufte Lenkung, schluckfreudige Federung (Fahrwerk serienmäßig, auf Wunsch oder abhängig von der Ausstattungsstufe mit Vierlenkerhinterachse und einstellbarer Härte) – das Fahren ist eine rechte Freude. Die sich durch reichlich Extras noch steigern lässt.
Aber das muss man sich dann natürlich auch leisten können. Ab 30 250 Euro kostet die Limousine (150 PS-TDI), als Variant ist der ebenso motorisierte Passat ab 31 325 Euro zu haben. Der Außendienstler, dessen Firmenwagen-Richtlinien das hergeben, kann sich über einen wirklich attraktiven und zeitgemäßen Untersatz freuen. Text und Fotos: R. Huber
Versprochen ist versprochen. Hier endlich der erste Fahreindruck vom Lexus NX 300h, dem mit dem bösen Gschau.
Die Optik ist die eine Sache. Sie polarisiert, und das ist auch gewollt. Klar: Der NX startet sehr spät ins Segment der kompakten Premium-SUV. Und er muss schon etwas Besonderes bieten, wenn er gegen Audi Q3, BMW X3 oder Mercedes GLK antreten will. Er muss nicht allen gefallen, heißt es bei Toyota-Tochter Lexus. Gut, dieses Ziel haben die Japaner bestimmt erreicht mit ihren heftigen Kanten und Ecken rundum.
Innen ist der NX wesentlich manierlicher, er kommt ein bisschen nobel und auf jeden Fall sehr gut verarbeitet und auch eher einfach zu bedienen rüber. Je nach Ausstattung ist reichlich Sicherheits- und Komforttechnik an Bord, man sitzt gut und lässt sich am besten von der ECVT-Automatik einfach nicht aus der Ruhe bringen. Die Kombination aus 2,5 Liter-Benziner und E-Motor bringt 197 PS und soll nach EU-Norm als Fronttriebler ab fünf Liter Super schlucken. Gut, bei ersten Testfahren waren’s letztlich an die acht Liter.
Mögen muss man halt diese Geräuschkulisse, wenn man doch mal zügiger beschleunigen will oder muss. Viel Geräusch, gefühlt vergleichsweise wenig Vortrieb, das ist halt so bei dieser Antriebskombination. Wenn man sich da so ein blitzartig durchschaltendes DSG-Getriebe vorstellt…
Gut, das ist Geschmackssache, nett ist außer dem angenehm direkten, aber nicht zu straffen Fahrwerk auch das Platzangebot. Und die optionale Wahnsinns-Musikanlage mit 14 Lautsprechern und 835 Watt Leistung von Mark Levinson. 39.800 Euro muss man für den NX mindestens hinlegen. Das ist nicht billig, aber in Ordnung. Text u. Fotos: R. Huber
Coole Idee: Autos ins Plantschbecken – aber natürlich ohne Wasser. Mercedes zeigte den neuen AMG GT im Piscine Molitor, wo der Bikini erstmals gezeigt wurde.
Racecar meets Jugendstil – das passt, wie man an den Bildern sieht, sehr gut zusammen. Und Mercedes-Oberlenker Dieter Zetsche freute sich, in Paris so schöne Autos wie den Mercedes AMG GT, den S 500 Plug in-Hybrid, den C 63 AMG und die überarbeitete B-Klasse vorführen zu können.
Er rangiert zwar als Concept Car. Aber die Zukunft des Audi TT Sportback Concept ist durchaus verheißungsvoll. Technik-Vorstand Ulrich Hackenberg bezeichnet ihn als potenzielles Mitglied einer „möglichen TT-Familie“.
Das Konzept ist klar: Der Sportback Concept, der in Paris enthüllt wurde, ist ein schneller Sportler mit vier Sitzen und fünf Türen. Designmäßig ist er eine Melange aus dem neuen TT mit dem A5 oder A7 Sportback. Die soll aus ihm laut Audi „eine neue, gestreckte Skulptur“ machen. Der TT Sportback Concept ist 4,47 Meter lang, 1,89 Meter breit und 1,38 Meter hoch, sein Radstand misst 2,63 Meter. In der Länge übertrifft er den neuen Serien‑TT um 29 Zentimeter, im Radstand um zwölf Zentimeter und in der Breite um sechs Zentimeter, in der Höhe bleibt er um drei Zentimeter drunter.
Unter der Haube geht es mit einem 400 PS starken Zweiliter-TFSI recht munter zu. Eine Siebengang S tronic und permanenter Allradantrieb sorgen für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. In den Scheinwerfern ergänzt je ein Laser‑Spot das LED‑Fernlicht.
Innendrin dominiert das „Audi virtual cockpit“ – der 12,3‑Zoll‑Bildschirm ersetzt die herkömmlichen Instrumente und den MMI-Monitor. Der Fahrer kann zwischen mehreren Anzeigeebenen wählen. Im MMI-Terminal trägt der Dreh-/Drück-Steller ein Touchpad; es dient zur Eingabe von Zeichen und Gesten wie beim Smartphone. Die Bedienung der Klimatisierung ist in die Luftausströmer verlegt.
Als neuestes Modell hat Volkswagen auf dem Pariser Automobilsalon den XL Sport dabei. Die Sportwagen-Studie wird vom stärksten Zweizylinder der Welt angetrieben.
200 PS aus dem V2-Motor der Ducati 1199 Superleggera bringen die aus Carbon und Magnesium gefertigte Hightech-Fahrmaschine auf 270 km/h Höchstgeschwindigkeit. „Der Volkswagen XL Sport steht für Innovationskraft und Leidenschaft der Marke ebenso wie für die technische Kompetenz und den Erfolg des gesamten Konzerns“, heißt es bei den Niedersachsen. Die stolz verkündeten, dass sie inzwischen 200 Millionen Fahrzeuge hergestellt haben.
Und beinahe rein zufällig war der XL Sport das Jubiläumsmodell…
Der Motor mit angehängtem 7-Gang-DSG schiebt den Sportwagen in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und dreht bis 11.000 Touren. Spezielle Air Curtains, Radhausentlüftungen, ein optimierter Unterboden, ein auftriebsreduzierender Diffusor und in die Heckklappe integrierte adaptive Abwärmeöffnungen sorgen für eine sehr gute Aerodynamik.
Mit einer Länge von 4.291 mm, einer Breite von 1.847 mm und einer Höhe von 1.152 mm ist die Studie etwas länger und breiter als der XL1. Durch die veränderten Proportionen, den breiteren Radstand (2.424 mm), die deutlich breiteren Kotflügel und die größeren Räder, liegt das Fahrzeug breiter, flacher und souveräner auf der Straße.
Die Flügeltüren, die gleichbreite Heck- und Frontpartie sowie der ausfahrbare Heckspoiler, der sich nahezu über die gesamte Breite erstreckt, formen den XL Sport zu einem klassischen Rennwagen.
Concept-Cars sind das Salz in der Suppe der Automobilmessen. Oft enden sie schnell im Archiv. Bei Audi sind sie jetzt in einem „Bookazine“ gelandet – in Form einer spannenden Design- und Technik-Zeitreise.
Der Titel ist Programm: „Concept Cars“ heißt das knackig layoutete Heft/Buch, das beschreibt, was es mit automobilen Einzelstücken genau auf sich hat und wo Audi mit seinem Design hin will. Ungewöhnliche Bilder und knackige Texte ermöglichen einen tiefen Blick hinter die Kulissen der Show-Cars.
Und was es mit der Entstehung der lebenden Design-Ikone Audi TT auf sich hat, ist in einem Interview mit Entwicklungs-Vorstand Ulrich Hackenberg nachzulesen.
Das 187 Seiten umfassende Bookazine (eine Mischung aus Magazin und Buch) ist ab Dezember im Handel – vielleicht auch als Weihnachts-Präsent für Audi-Fans.
Concept Cars by Audi Foto: Audi/Repro R. HuberConcept Cars by Audi Foto: R. Huber
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Concept Cars by Audi Foto: Audi/Repro R. HuberConcept Cars by Audi Foto: R. Huber
Das Leben ist abwechslungsreich. Gerade noch mit dem Rolls-Royce auf Achse, jetzt mit einem Nutzfahrzeug auf Tour. Aber keine Sorge: Den Umstieg habe ich wirklich gut verkraftet.
Denn der Mercedes Vito ist gerade in der dem Personentransport (bis zu 9 Fahrgäste inkl. Pilot) vorbehaltenen Version Tourer ganz und gar kein rauer und grober Geselle. Das Fahrwerk ist eindeutig in Richtung Komfort ausgelegt, sogar die üblen Stolperschwellen der baskischen Metropole Bilbao ließen sich damit völlig entspannt meistern.
Spaß macht schon der schwächste Diesel, der aus 1,6 Liter Hubraum 88 PS holt und trotz dieser nominellen Bescheidenheit vor allem im Stadtverkehr gut mitmischen kann. Die Neuheit dabei: Der kleine Diesel, den es auch mit 114 PS gibt, ist an einen Vorderradantrieb gekoppelt. Bisher gab es Vitos nur mit Heck- oder Allradantrieb, die natürlich mit stärkeren Motoren (bis 190 PS) weiter angeboten werden.
Ein bisschen mehr Elektronik, Sicherheit und Komfort, dazu ein weites Feld an Sonderausstattungsangeboten, zwei Radstände, drei Längen und zusätzlich zum Tourer die Versionen Kastenwagen und Mixto (mit Doppelkabine vor dem Laderaum) – der Vito will es jetzt endlich gegen den Erzrivalen VW T5 wissen.
Wer ihn als Großraum-Pkw einsetzen will, muss für den Tourer Base ist mindestens 25 310 Euro hinlegen. Und eine gewisse Hitzerestistenz mitbringen: Eine Klimaanlage hatte der Basis-Tourer im autothemen.com-Test nicht an Bord.
Zugegeben: Auch der autothemen.com-Mann fährt nicht jeden Tag Rolls-Royce. Aber hin und wieder ergibt sich ja doch die Gelegenheit. Jetzt gerade mit dem überarbeiteten Ghost, den die Briten liebevoll „Series II“ nennen.
Der Ghost ist bei Rolls-Royce mit einem Basispreis von 272.837 Euro der passende Untersatz für die sehr wohlhabenden Menschen, bei denen nach oben noch ein wenig Luft ist. Wer ganz oben angekommen ist, greift, so die Idee der Rollsroycer, zum Phantom (Basispreis: rund 385.000 Euro).
Für die zweite Lebenshälfte des nicht ganz so teuren Schlittens haben seine Väter dezent nachgeschminkt. Zu große, zu grobe Schritte, so weiß man in Goodwood, mag der potenzielle Kunde nicht. Und der Bereits-Rolls-Royce-Eigner sogar noch viel weniger. Er will sich auch nach einem Facelift in der Modellreihe mit seinem bescheidenen alten Untersatz trotzdem noch etwa bei Hofe zeigen können. Schließlich halten RR’s im Schnitt rund 40 Jahre. Das verpflichtet zu einer gewissen Zurückhaltung beim Design.
Aber die leicht zusammengekniffenen LED-Scheinwerfer erkennt sogar der interessierte Laie als neu, bei der Stoßstange wird es schon schwieriger. Gut, wir glauben jetzt dem feschen, jung-dynamischen Designer mal, dass auch da was geändert wurde. Obwohl: Als der Mann verraten hatte, dass er mehrere Jahre brauchte, bis er in der hinteren Armablage das erst auf den zweiten Druck herausfahrende zweite Staufach entdeckte, war ich mir kompetenzmäßig nicht mehr so ganz sicher. Mein geschätzer Schreiber-Kollege hatte das schon nach zirka eineinhalb Minuten im Fond spitzgekriegt…
Also: Ein Phantom ist lang (5,40 Meter), schwer (knapp 2,5 Tonnen), stark (570 PS, 780 Nm) und schnell (in 4,9 Sekunden auf 100, 250 km/h Spitze) und eher durstig (Normverbrauch 14 Liter). Er ist sowas von luxuriös, dass man sich fast nicht traut, die feinen Oberflächen aus Wurzelholz und Leder anzufassen. Der Dreh-, Drück-, Schiebeknopf zur Bedienung von Radio, Navi und Co. ist ein geschmacklicher Ausrutscher. Das kann Mutter BMW besser, denn das ist ein bisschen wenig hübsch. Dafür kann das obendrauf montierte Touchpad jetzt auch Chinesisch und Arabisch – also zumindest entziffern, wenn man die Buchstaben mit dem Finger draufschreibt.
Der Ghost fährt sich auch als Series II nach kurzer Eingewöhnung eigentlich wie ein relativ unkompliziertes, knackig motorisiertes und doch ziemlich großes Auto. Damit im Linksverkehr quer durch London und über Landstraßen geringerer Ordnung zu pflügen, ist dann doch eine kleine Herausforderung.
Was wir nicht vergessen werden: Das phänomenale Gefühl, beim Wechsel der Fahrspur wirklich ein Mordstrumm von Vorbau zu navigieren fast wie bei einer großen Jacht. Und Emily weist dabei den Weg. Text u. Fotos: R. Huber
Opel hat für den ADAM eine Rückrufaktion gestartet. Foto: Hersteller
Au weia, das kann ins Auge gehen: Opel ruft rund 8000 Adam und Corsa zurück, die seit Mai 2014 ausgeliefert wurden. Es geht um mögliche Mängel an der Lenkung!
Der Wortlaut der Opel-Meldung vom Freitagabend, 26. September, 20.06 Uhr:
„Opel wendet sich an die Besitzer von seit Mai 2014 ausgelieferten Fahrzeugen der Modellreihen ADAM und Corsa der derzeitigen Generation. Etwa 8000 dieser Fahrzeuge sind mit einem Teil des Lenkungssystems hergestellt worden, das nicht den Spezifikationen entsprach. Um jedes Risiko zu vermeiden, sollten diese Autos erst nach einer Überprüfung wieder gefahren werden.
Bei Opel steht der Kunde immer an erster Stelle. Da es hier um seine Sicherheit geht, hat das Unternehmen sofort gehandelt. Opel kontaktiert seine Kunden über vielfältige Kommunikationskanäle. Ab morgen können Fahrzeugbesitzer selbst feststellen, ob ihr Auto betroffen ist, indem sie auf www.opel.de oder www.opel.com gehen und den Hinweisen auf der Website folgen. Falls das Auto betroffen ist, wird der Kunde auch automatisch von Opel kontaktiert.
Opel wurde durch routinemäßig durchgeführte Qualitätskontrollen in den Produktionsstätten auf den Zustand aufmerksam. Zurzeit liegen dem Unternehmen keine Informationen über Unfälle oder Verletzungen vor, die damit in Verbindung stehen.
Falls Kunden Fragen haben, können sie sofortige Hilfe unter einer Hotline-Nummer erhalten, die so schnell wie möglich auf der Website veröffentlicht wird.“
Fast schon Kunst: Motorhaube und Frontscheibe im Spezial-Design.
Spannend, was man bei einem Spaziergang durchs noble Hamburg-Eppendorf lernen kann. Etwa, dass viele Bewohner ihre Autos offenbar gar nicht mehr brauchen. Kurze Zählung an der Hegestraße: Sieben von zehn Autos haben derartig schmutzige und zugesiffte Frontscheiben, dass völlig klar ist: Die wurden seit Wochen keinen Meter mehr bewegt.
Den Vogel schießt aber ein schwarzer VW Polo ab. Der ist rundum mit einem geradezu revolutionären Lack-Schutz auf biologischer Basis versehen, allerdings auch auf den Scheiben. Durchschauen ist nicht mehr, zur Beseitigung ist wohl ein Superturbo-Dampfstrahler nötig.
Aber was soll uns das jetzt sagen? Genau: Die urbanen Mobilitätsansprüche haben sich gewandelt, der Städter hat zwar vielfach noch ein Auto, rein aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit. Aber es steht sich die Reifen platt.
Wird spannend, wohin sich das entwickelt. Carsharing dürfte aber eindeutig zu den Gewinnern gehören. Und wie sagte ein freundlicher Taxler so richtig: „Wenn die Leute mal nachrechnen stellen sie schnell fest, dass für das Geld, das ein Auto kostet, locker die Monatskarte und ein paar Taxifahrten drin sind.“
Ein spannender Ansatz, den auch die Ford-Studie zu den Auto-Trends der Millennials (das sind die 18- bis 34-Jährigen) verfolgt: Wie stellen sich die jungen Leute ihre automobile Zukunft vor? Kurz gesagt: Sie soll schön grün sein. Und das eigene Auto ist kein Muss. Wichtig ist die vernünftige Nutzungsmöglichkeit. Nicht die PS-Zahl oder die Spoilergröße. Text und Fotos: R. Huber
Ganz schön lange nicht bewegt: Der völlig versiffte VW Polo aus Hamburg-Eppendorf.
Ganz schön lange nicht bewegt: Der völlig versiffte VW Polo aus Hamburg-Eppendorf.
Ganz schön lange nicht bewegt: Der völlig versiffte VW Polo aus Hamburg-Eppendorf.
Ganz schön lange nicht bewegt: Der völlig versiffte VW Polo aus Hamburg-Eppendorf.
Ganz schön lange nicht bewegt: Der völlig versiffte VW Polo aus Hamburg-Eppendorf.
Ganz schön lange nicht bewegt: Der völlig versiffte VW Polo aus Hamburg-Eppendorf.
Zeit war’s: Renault feiert auf dem Pariser Mondial de l’Automobile am 2. Oktober endlich die Weltpremiere des neuen Espace.
Die Franzosen haben sich ordentlich Zeit gelassen, der noch aktuelle Espace gilt als Methusalem unter den Großraum-Limousinen, die zwei Mal geliftete Basis stammt schon aus dem Jahr 2002!
Die fünfte Modellgeneration soll sich mit ihrem „ausgeprägten Crossover-Charakter“ grundlegend von den Vorgängern unterscheiden und „modern interpretierte SUV-Merkmale mit der eleganten Erscheinung einer Limousine“ verbinden.
Inspiriert ist der neue Espace von der Studie Initiale Paris, die Renault im vergangenen Jahr auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt vorgestellt hat.
Der neue Renault Espace übernimmt mit reichlich Platz und dem variablen Innenraum die Gene seiner Vorgänger. „Ebenso tragen das elegante Design, das komfortable Cockpit und die freischwebende Mittelkonsole zum unverwechselbaren Charakter des neuen Renault-Crossover bei“, textet ein Firmensprecher. Darüber hinaus zeichne sich das Topmodell durch das völlig neu entwickelte, modulare Sitzkonzept mit wahlweise fünf oder sieben Plätzen und die hohe Fertigungsgüte bis ins kleinste Detail aus.
Hohe Fertigungsgüte ist immer gut! Den Rest zum Auto, wie Motorisierungen und sonstige Details, wollen die Franzosen erst in Paris verraten.
Nächsten Montag wird der neue Lexus NX ausprobiert. Die Japaner haben schon jetzt sämtliche Daten und Fotos zugeschickt. Und man muss sagen: Die trauen sich was.
Das sagen sie selbst zum Fahrzeug: „Der NX ist ein leistungsstarkes Premium SUV mit markantem Karosseriedesign und attraktiver Innenraumgestaltung. Er erfüllt alle praktischen Anforderungen des automobilen Alltag.“
Okay, markantes Karosseriedesign passt. Aber ob das und die Fahrleistungen auch zusammenpassen, dass steht nächste Woche auf autothemen.com
Ein Bang & Olufsen Sound-System mit 680 Watt dabei und oben ohne – der TT Roadster von Audi macht es möglich. Die Bayern haben jetzt ihren Neuen entblättert.
Mehr Farbe, mehr Elektronik, mehr Knackigkeit – wie die geschlossene Version setzen auch der offene TT und TTS auf noch einen Tick mehr Dynamik schon beim Anschauen.
Das elektrisch betätigte Stoffverdeck gibt es serienmäßig in Schwarz, Titangrau und Jive. Es wiegt dank Teilen aus Magnesium, Aluminium, Stahl und Kunststoff nur 39 Kilogramm, drei Kilogramm weniger als beim Vorgänger. „Davon profitieren das Gesamtgewicht und der Schwerpunkt des offenen Zweisitzers“, heißt es bei Audi.
Beim Öffnen faltet sich das Verdeck Z‑förmig zusammen. Dank der Aluminiumwanne, in der es liegt, beeinträchtigt es den 280 Liter fassenden Gepäckraum nicht. Der elektrische Antrieb mit den beiden E‑Motoren erledigt das Öffnen und Schließen in zehn Sekunden, auch in Fahrt bis etwa 50 km/h.
Der neue TT Roadster geht mit zwei aufgeladenen Vierzylindermotoren ins Rennen, einem TDI (184 PS) und einem TFSI (230 PS); im TTS Roadster sorgt ein TFSI mit 310 PS für ordentlich Vortrieb.
In Deutschland beginnt der Verkauf des neuen TT Roadster mit der Messe Paris im Oktober 2014, der TTS Roadster folgt Anfang 2015. Der Grundpreis für den 2.0 TFSI beträgt 37.900 Euro. Der Serienumfang umfasst etwa Xenon plus-Scheinwerfer, Klimaanlage und das MMI Radio.