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Nokian siegt beim GTÜ-Winterreifentest

GTÜ-Winterreifentest 2014
Foto: Tschovikov/GTÜ

Das Ergebnis ist knapp – aber letztlich doch eindeutig: Der Vertreter der finnischen Reifenbäcker Nokian gewann beim großen Test der aktuellen Winterpneus.

Die GTÜ unterzog gemeinsam mit dem ACE und dem ARBÖ zehn aktuelle Winterpneus der Größe 205/55 R 16 auf einem VW Golf dem Wintercheck. Alle getesteten Markenreifen absolvierten das Programm auf Schnee und Nässe ohne größere Ausrutscher, die Unterschiede sind eher gering. Auch bei einer Vollbremsung auf trockener Straße aus Tempo 100 kamen alle getesteten Reifen nach spätestens 40 Metern zum Stehen. Im Vergleich zu Sommerreifen bedeutet das lediglich eine halbe bis eine ganze Wagenlänge mehr. Und selbst auf dem trockenen Handlingparcours ist der Unterschied zu Sommerpneus nicht mehr so gravierend wie noch vor einigen Jahren.

Als Testsieger mit der GTÜ-Bestnote „sehr empfehlenswert“ ging der neue Nokian WR D3 (394 Euro/Satz, jeweils durchschnittliche Verkaufspreise, ermittelt vom Bundesverband Reifenhandel im September 2014 ) durchs Ziel. Der finnische Reifen spielte seine Stärken vor allem bei den Disziplinen Traktion, Bremsen und Handling auf Schnee voll aus. Auch die Sicherheitsprüfungen auf nasser und trockener Piste absolvierte der Nokian-Reifen ohne Tadel. Den zweiten Platz mit ebenfalls „sehr empfehlenswert“ belegte der Continental TS 850 (470 Euro/Satz). Der hat vor allen Mitbewerbern in der Testdisziplin „Nässe“ die Nase vorn.

Auf den Plätzen drei und vier folgen nach Gesamtpunktzahl die „sehr empfehlenswerten“ Winterreifen Goodyear Ultra Grip 9 (452 Euro/Satz) und der Dunlop Winter Sport 4D (454 Euro/Satz), die sich in allen winterspezifischen Bereichen wacker schlugen. Nur knapp dahinter auf den Plätzen fünf bis zehn mit der GTÜ-Bewertung „empfehlenswert“ die aktuellen Winterreifen Semperit Speedgrip 2 (402 Satz/Euro), Pirelli Snowcontrol 3 (444 Euro/Satz), Hankook Winter i*cept RS (390 Euro/Satz, Vredestein Snowtrac 5 (434 Euro/Satz), Bridgestone Blizzak LM 32 (420 Euro/Satz) und Kumho I‘ZEN KW23 (350 Euro Satz).

Jetzt darf der Winter kommen. Muss aber nicht unbedingt gleich sein…

GTÜ-Winterreifentest 2014: Ergebnistabelle
Grafik: Kröner/GTÜ

Opel hat bald einen Karl

Opel Karl: The new five-door entry-level model expands Opel’s small car range

Der Opel Adam bekommt einen Bruder. Der wird Karl heißen und nächsten Sommer das Licht der Welt erblicken – mit etwas Adam-Charme und fünf Türen.

Auf nur 3,68 Metern soll Karl mit fünf Türen, bis zu fünf Sitzplätzen und der typischen Opel-Alltagstauglichkeit alle Praktiker überzeugen. „Karl wird das neue Einstiegsmodell in die Autowelt von Opel“, heißt es in Rüsselsheim. Aber im Innenraum soll der Kleine doch den „Karl der Große“ geben.

Der Name des Fünftürers ist eine Hommage an einen der Söhne des Firmengründers Adam Opel. Während dieser Opel zum größten Fahrradhersteller der Welt machte, starteten seine Söhne Carl, Wilhelm und Friedrich 1898 die Automobilproduktion in Rüsselsheim und stellten nur ein Jahr später den Opel-Patent-Motorwagen vor.

Vom Design her markiert der Karl, so lassen es erste Schattenrisse erahnen, einen neuen Look – er liegt optisch zwischen Corsa und Adam, wirkt pragmatischer und für den Auto-Alltag gemacht. Und so macht Opel selbst auf den Karl aufmerksam.

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Porsche Cayenne: Der Spreizungs-Weltmeister

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Der Cayenne ist Porsches Volumenmodell. China, die USA, Mittlerer Osten – hier überall geht er wie geschnitten Brot. In Deutschland werden rund sieben Prozent der Produktion (Generation 2 seit 2010: 303.000 Stück) verkauft. autothemen.com hat schon die überarbeitete Version ausprobiert.

Denn jetzt ist ein kräftiges Facelift fällig, von der Stoßstange über die Scheinwerfer mit Vier-Punkte-Tagfahrlicht bis zu den Heckleuchten mit – Sie ahnen es – Vier-Punkte-Bremslichtern.

Die Motoren wurden alle kräftig durchgeschaut und auf mehr Leistung bei weniger Verbrauch getrimmt. Ganz neu ist der aus dem Macan bekannte V6-Benziner mit Doppelturbo, der im Cayenne S den bisherigen Saug-V8 ablöst und beim Verbrauch unter- und bei der Leistung überbietet. Er bringt es auf 420 PS und einen Normverbrauch von 8,0 Litern.

Der Cayenne S E-Hybrid bringt es dank elektrischer Unterstützung (95 PS) auf eine Systemleistung von 416 PS und 590 Nm maximales Drehmoment. Der Normverbrauch liegt bei 3,4 Litern, bis zu 36 Kilometer kann der Plug-in-Hybrid im Idealfall rein elektrisch zurücklegen.

Außerdem im Angebot: Der V8-Turbo mit 382 PS und zwei Diesel mit 262 (V6) und 385 (V8) PS. Fahrwerk, Innenausstattung, Assistenzsysteme – überall hat Porsche Hand angelegt.

Herausgekommen ist wieder mal ein Gerät, das noch faszinierender als bisher die Spreizung (siehe Überschrift!) zwischen Alltagsverkehr in Stadt und Land, schneller Autobahnfahrt, Rennstrecke und ganz schön heftigem Gelände hinkriegt. Auch wenn man schon sehr hart drauf sein muss, wenn man sein zwischen 66.260 und 128.378 Euro teures Schmuckstück so durch die Pampa treibt wie wir bei der Präsentation.

Text und Fotos: Rudolf Huber

Mercedes-AMG GT: Jagd auf den Porsche 911

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Er schaut auch ohne Flügeltüren sehr gut aus, ist sauschnell, sehr stark und überhaupt der  Typ für  die besonders schönen Momente auf Rädern.

Der Mercedes AMG GT feierte am Dienstag Weltpremiere, AMG hatte ordentlichen Aufwand betrieben, um den neuen Porsche 911-Jäger passend zu präsentieren.

Der Biturbo-V8-Motor leistet 462 PS, in einer S(port)-Version sogar deren 510. Das reicht für mehr als 300 km/h und soll mit einem Normverbrauch von 9,4 und 9,3 Litern einhergehen.

Wer mag, kann den neuen AMG in 4,0 (3,8 ) Sekunden auf 100 beamen.  Wie er sich fährt? Das wissen bisher nur die Insider wie Mercedes-Chef Dieter Zetsche.

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XE – Jaguar versucht’s eine Nummer kleiner

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Ein Jaguar XE S Foto: Hersteller

War da nicht schon mal was? Hat nicht auch der frühere Jaguar-Chef Wolfgang Reitzle mal versucht, eine Klasse tiefer zu landen – mit dem eher wenig erfolgreichen X-Type? Schnee von gestern. Jetzt ist der XE da!

Die heckgetriebene Sportlimousine aus der Welt der 3er BMW oder der Mercedes C-Klasse versteht Jaguar „dank fortschrittlicher Leichtbaukonstruktion, coupeártiger Linienführung und eines dynamischen Fahrwerks als echtes Fahrerauto“, heißt es bei den Briten.
Der XE sei nach bester Jaguar-Manier luxuriös ausgestattet und mit brandneuen
Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren sowie einem 340 PS starken 3,0-
Liter-V6 „für zügigen und energieeffizienten Vortrieb gerüstet“. Der aus dem Jaguar
F-TYPE bekannte Sechszylinder entwickelt bis zu 450 Nm an Drehmoment und
beschleunigt das Topmodell Jaguar XE S in nur 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.Der sparsamste XE-Vertreter, ein Turbodiesel, kommt auf einen EUnormierten Mix-Verbrauch von 3,8 Liter/100 km.
Erstmals bietet Jaguar auch wieder ein manuelles Getriebe an: Einen Sechsgang-Handschalter für die 2,0-Liter-Diesel.
Alternativ – und für alle XE-Benziner serienmäßig – gelangt die Kraft über eine Achtstufen-Automatik von ZF an die Hinterräder.
Der neue Jaguar XE startet zu Preisen ab 36.500 Euro im Sommer 2015 bei den deutschen Händlern.

Hyundai i10 hängt den Volkswagen Up ab

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Der Hyundai i10 hat sich klammheimlich an die Spitze der deutschen Verkaufs-Charts gesetzt. Bei den ganz Kleinen verwies der sehr europäische Koreaner den Platzhirschen VW Up auf Platz 2.

Im August registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) exakt 2.156 Neuzulassungen des City-Flitzers. Der ließ damit alle anderen Modelle im Segment der Minis hinter sich, formuliert Hyundai den Triumph souverän. Als beliebtester Kleinstwagen auf dem deutschen Markt erzielte der i10 einen Anteil von stolzen 14,1 Prozent in seiner Fahrzeugklasse. Er war allerdings das einzige Modell eines ausländischen Herstellers, das sich an die Spitze eines Segments setzen konnte.

Die komplette Zulassungsstatisik gibt es hier vom KBA.

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Fünftürer mit Heckmotor – ist das noch ein Twingo?

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In der dritten Modellgeneration macht Renault beim Twingo alles neu. Platz hat er trotzdem reichlich. Und in Sachen Konnektivität ist er auf dem neuesten Stand.

Heckmotor­konzept und immer fünftürig – das ist die neue Twingo-Basis. Zwei Antriebsvarianten stehen parat, mit 71 und 90 PS. „Der Dreizylinder Energy SCe 70 begnügt sich im kombinierten Verbrauch mit lediglich 4,2 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer“, lobt sich Renault selbst. Die Preise beginnen bei 9950 Euro.

Der Wendekreis liegt konzeptbedingt bei nur 8,6 Metern. Mit 3,59 Metern Gesamtlänge ist der Twingo zehn Zentimeter kürzer als das Vorgängermodell, bietet aber weiter vier vollwertige Sitzplätze. Der Radstand wuchs um 13 Zentimeter auf 2,49 Meter. Zwischen Instrumententräger und Kofferraumklappe stehen jetzt 33 Zentimeter mehr Platz zur Verfügung als im Vorgänger. Die Kniefreiheit hinten beträgt 13,6 Zentimeter. „Dies ist Klassenbestwert“, so ein Renault-Sprecher.

Das Kofferraumvolumen rangiert zwischen 219 und 980 Litern. Bei umgeklappter Rückbank steht ein ebener Ladeboden mit 1,34 Meter Länge parat. Die Beifahrersitzlehne ist umklappbar, das ergibt eine Ladelänge von 2,32 Metern.

Beim Twingo können die Kunden zwischen zwei Multimediasystemen wählen: Mit der Infotainment-App R & GO lässt sich ein Smartphone via Bluetooth mit Autoradio und Fahrzeug koppeln. Außerdem ist optional die jüngste Generation des integrierten Multimediasystems R-Link mit Online-Anbindung zu haben. Samt Zoom- und Blätter­funktion auf dem Display und Digitalradio.

Was Renault nicht verraten hat: Was sich unter der Frontklappe versteckt.

Wir bleiben am Ball!

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Gratulation! Vier Jahrzehnte Honda Gold Wing

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Die Jubiläums-Gold Wing Foto: Honda

Einmal Gold Wing – immer Gold Wing. Diese Devise gilt für das uramerikanische Dickschiff aus Japan (das auch bei den Amis gebaut wird) seit jetzt fast 40 Jahren.

Die Super-Reisemaschischne, im Lauf der Jahrzehnte von 1000 auf 1800 Kubik, von vier auf sechs Zylinder gewachsen, ist bis hin zum Rückwärtsgang und zur Soundanlage mit sechs Lautsprechern der Inbegriff des Langstrecken-Cruisens. 118 PS bringt sie inzwischen, das reicht für die ganz, ganz große Reise locker aus.

Zum Jubiläum im nächsten Jahr spendiert Honda seinem in Deutschland am längsten  am Stück verkauften Modell neue Lackierungen und eine Plakette. Und eine Sonderversion der Gold Wing F6B im supercoolen „Bagger“-Stil, der sich etwa durch das Kürzen der Frontscheibe oder das Weglassen des Topcase auszeichnet. Obercool ist die Lackierung in mattem Bullet Silver Metallic.

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Die Gold Wing F6B 40 Foto: Honda

Anti-Aging für den Audi A6

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Audi hat die A6-Familie auf die Beauty-Farm geschickt. Neue Motorisierungen, Getriebe und Scheinwerfer sowie ein neues Infotainment-System sollen Limousine und Avant „effizienter, stärker und hochwertiger“ machen.

Bei der Modellpflege wurde am Außendesign nachgeschärft. Im Innenraum proklamiert Audi ein „kompromissloses Qualitätsniveau“ etwa mit optionalen Belüftungs- und Massagefunktionen an den Vordersitzen. Beim A6 Avant bietet der Gepäckraum 565 bis 1.680 Liter Volumen.

Auch beim Infotainment und bei den Assistenzsystemen wurde der Business-Audi auf den aktuellen Stand gebracht. Das Motorenangebot umfasst drei TFSI‑Aggregate von 140 kW (190 PS) bis 245 kW (333 PS) und fünf TDI; ihre Spanne reicht von 110 kW (150 PS) bis 240 kW (326 PS).

Zwei Highlights: Der 2.0 TDI ultra mit 110 kW (150 PS) schluckt nach EU-Norm nur  4,2 Liter auf 100 Kilometer. Der 3.0 TDI clean diesel Biturbo leistet 235 kW (320 PS). In einer zusätzlichen Version mit 240 kW (326 PS), mit Zusatzboost sogar kurzzeitig 255 kW (346 PS), treibt er die Editionsmodelle A6 3.0 TDI competition und A6 Avant 3.0 TDI competition an – mit ihnen feiert Audi den 25. Geburtstag der TDI‑Technologie.

Discovery-Premiere im Weltraumbahnhof

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Weltpremiere der etwas anderen Art. Land Rover entblätterte den neuen Discovery Sport im im Weltraumbahnhof „Spaceport America“. Das war auch gleich der Auftakt zu einem ungewöhnlichen Wettbewerb.

Als „das wohl vielseitigste Premium-Kompakt-SUV des Marktes“ bezeichnen die Briten den neuen Sport. Er bringe bei betont kompakten Abmessungen „eine unvergleichliche Mischung an den Start“: Flexibilität etwa durch die die 5+2-Sitzkonfiguration plus eine „bemerkenswerte Hochwertigkeit in Design und Technik“.

Für den neuen Disco ist natürlich in Serie oder optional so ziemlich alles zu bekommen, was derzeit an Assistenzsystemen im Angebot ist. Die Diesel leisten 150 und 190 PS, der Benziner 240 PS. Angeboten werden ausschließlich Vierzylinder. Fotos: Hersteller

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Schöner Campen mit dem neuen Ducato

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Foto: Fiat
Inzwischen ist es schon die sechste Modellgeneration des Fiat-Transporters, die auf dem Caravan Salon im Fokus steht. Ganz ehrlich: Die Bilder wecken Fernweh und die Lust auf lange Touren.
 
Muss man einen Marktführer verbessern?“, fragrt Fiat Nutzfahrzeuge rein rhetorisch. Und gibt auch gleich selbst die Antwort: „Man muss nicht, aber man kann.“

Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf (30. August bis 7. September 2014) sind zum ersten Mal die als Basis für Reisemobile dienenden Varianten des neuen Fiat Ducato zu sehen. Die Fahrgestelle und Kastenwagen, auf dem drei von vier in Europa hergestellten Campern aufbauen, präsentieren sich seit kurzem in der sechsten Generation.

Auf dem Caravan Salon zeigt Fiat Professional (Halle 16, Stand D42) sechs Möglichkeiten, den Fiat Ducato als Basis für Reisemobile einzusetzen. Die Bandbreite reicht vom verglasten Kastenwagen mit kurzem Radstand über verschiedene Triebkopf-Varianten bis zum Windlauf-Fahrgestell mit Tiefrahmen, 130 kW (177 PS) starkem Turbodiesel-Triebwerk und Comfort-Matic-Getriebe.

Die Ausstellungsfahrzeuge zeigen einen Querschnitt durch die vielfältigen und praktischen Ausstattungsdetails, „die den neuen Fiat Ducato zur perfekten Basis für Reisemobile machen“, so die Nutzfahrzeug-Spezialisten. Dazu gehören unter anderem Navigationssysteme, Rückfahrkamera und drehbare Sitze für Fahrer und Beifahrer, der sogenannte „Captain’s Chair“.

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Foto: Fiat

Das kann der Hyundai Genesis

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Die ersten Versuche in dieser Richtung verliefen nicht so besonders vielversprechend. Aber Hyundai startet trotzdem wieder in die Premium-Klasse. Einfach um zu zeigen: „Wir können das!“

Den Genesis gab es zuletzt in Deutschland nur als Sport-Coupé, ab September soll unter diesem Namen die „Sport“-Limousine verkauft werden. Mit einer echten Besonderheit: Es gibt keine Aufpreisliste. Der Basispreis von 65.000 Euro geradeaus ist gleichzeitig auch der Endpreis.

Extras? Fehlanzeige. „Alles dran, alles drin“, sagt Hyundai-Sprecher Bernhard Voss zu dieser Preispolitik, die langes Grübeln über dem Optionskatalog je nach Gemütslage verhindert – oder erspart.

Der Blick in die Serien-Ausstattungsliste zeigt aber, dass im neuen Genesis kein Mangel an Luxus- und Sicherheitszutaten herrscht. Inklusive diverser Assistenzsysteme ist wirklich alles drin, was man zum gepflegten Autofahren braucht. Und noch ein bisschen mehr. Etwa die elektrisch verstellbaren Fond-Sitze.

Der 3.8-Liter-V6 des Grandeur- und XG30-Nachfolgers liefert per Achtgang-Automatik und Allradantrieb 315 PS, er beschleunigt die 4,99 Meter-Fuhre in 6,8 Sekunden auf 100 und wird bei 240 km/h elektrisch eingebremst.

Sehenswert: Das Hyundai-Video zu den Sicherheits-Assistenten

Beim ersten Ausprobieren zeigte sich: Die Maschine läuft sehr leise und kultiviert. Fahrwerk und Motorsteuerung lassen sich in drei Stufen variieren (wobei die Stufe „Normal“ prima passt), es gibt wenig Wind- und Abrollgeräusche. Das Platzangebot ist konkurrenzfähig, wobei Hyundai an Privatleute denkt, die mal was anderes haben wollen als einen 5er BMW, eine Mercedes E-Klasse oder einen Audi A6.

Individuell und außergewöhnlich wird der Genesis zweifelsohne bleiben – angesichts von nur niedrig dreistelligen Stückzahl-Erwartungen pro Jahr. Und wegen der Hyundai-typischen Fünfjahres-Garantie. Da können die deutschen Nobel-Hersteller noch immer nicht mithalten.

R. Huber

In Kürze: Der Fahrbericht vom Korea-5er

Genesis - in diesem Fall kein Band-Name! Foto: R. HuberOder dem koreanischen A6. Oder der asiatischen E-Klasse. Jedenfalls von einem Fahrzeug, das nach Ansicht seiner Schöpfer auf Augenhöhe mit diesen Premium-Business-Limousinen ist.

Und aus dem Auto mit der kürzesten Aufpreisliste der Welt.

Die umfasst nämlich exakt 0 (in Buchstaben: null) Positionen!

Bald mehr auf diesem Sender!

Deutsche Autoträume sind bescheiden

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BMW i8. Foto: R. Huber

Je jünger man ist, desto länger ist die Liste der Dinge, die man noch erleben, machen, essen, fahren, trinken will. Aber hier geht es nur um die Fortbewegung. Welche Autos wollt ihr denn unbedingt noch bewegen?

mobile.de hat die Frage bundesweit gestellt. Und sehr dem Rationalen verbundene Antworten darauf bekommen. Dass die Norddeutschen den Golf an die Spitze setzen, mag man ja noch als Lokalpatriotismus durchgehen lassen.

Aber es wirft zwei Fragen auf: Sind denn wirklich immer noch nicht alle Deutschen mit Führerschein mindestens ein Mal Golf gefahren? Der auf Platz 1 – das ist ja so, als ob ich mir ganz dringend wünschen würde, wenigstens ein Mal in meinem Leben Kaffee zu trinken. Oder eine Scheibe Brot zu essen!

Gut, das bundesweite Ergebnis ist schon ein bisschen ambitionierter in der Wunsch-Äußerung:

1. Audi R8

2. Porsche 911

3. BMW i8

4. VW Golf (!)

5. Ford Mustang.

Ganz schön genügsam, diese deutschen Autofahrer. Was ist denn zum Beispiel mit Bugatti, Lambo, Ferrari und so weiter? Wäre das nicht auch mal ganz nett? Schon faszinierend: Golf auf Platz 4. Man glaubt es nicht!

Tesla gibt jetzt acht Jahre Garantie

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Tesla-Chef Elon Musk ist immer für aufsehenerregende Aktionen gut. Jetzt schockt er seine etablierten Mitbewerber mit einer auf acht Jahre verlängerten Garantie auf den E-Motor des Tesla S – und das sogar rückwirkend.

In einer persönlichen Botschaft an die Kunden und Fans seiner Marke erklärte der milliardenschwere Tesla-Gründer sinngemäß, wenn die Elektroantriebe schon so viel besser, haltbarer und zuverlässiger seien als ihre Verbrennungs-Brüder, müsse sich das doch auch im Garantie-Paket für die Autos niederschlagen. Schließlich gebe es weniger bewegliche Teile, keine Ölrückstände oder Nebenprodukte aus dem Verbrennungsvorgang, die den Verschleiß erhöhen würden.

Die ultralange Garantie auf den Antriebsstrang gilt für die meistverkaufte Variante der E-Limousine mit dem 85 kWh-Akkupack. Und sie gilt ohne Kilometerbegrenzung – bisher konnten sich Kunden die acht Jahre-Garantie bis zu einer Laufleistung von 160.000 Kilometern dazukaufen. Auf den Akku-Pack gewährt Tesla sowieso acht Jahre Garantie.

Beim Weiterverkauf wird die Garantie auf den nächsten Eigentümer übertragen. Elon Musk geht zwar davon aus, dass sich die spektakuläre Garantie-Aktion zunächst negativ auf die Einnahmesituation auswirken wird, dass sie aber langfristig dem Unternehmen Erfolg bringen wird.

Text/Fotos: R. Huber